RS Vwgh 2018/3/27 Ro 2015/06/0022

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.03.2018
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §13 Abs2;
AVG §14;
B-VG Art133 Abs4;
VwGG §34 Abs1;
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 14 heute
  2. AVG § 14 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. AVG § 14 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. AVG § 14 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  5. AVG § 14 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 14 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Im Erkenntnis eines verstärkten Senates vom 6. Mai 2004, 2001/20/0195, legte der VwGH dar, aus der Regelung des § 13 Abs. 2 AVG, nach der unter anderem Rechtsmittel schriftlich einzubringen seien und deren Zweck allein in der Entlastung der Behörde liege, ergebe sich, dass die Behörden nicht dazu verpflichtet seien, durch die Aufnahme einer Niederschrift an der schriftlichen Fixierung des Anbringens mitzuwirken, und dass über ein bloß mündliches Anbringen nicht zu entscheiden sei. Entstehe jedoch ein Schriftstück über das Anbringen selbst, so sei die Beteiligung der Behörde an ihrem Zustandekommen kein Grund für die Abstandnahme von seiner inhaltlichen Behandlung. Für die Wirksamkeit eines Rechtsmittels sei in den Fällen, in denen sein Inhalt in der Form einer von der Partei unterfertigten Urkunde vorliege, nicht darauf abzustellen, ob es sich um eine zu mündlichem Vorbringen hinzutretende "Schrift der Partei" oder nur um eine schriftliche Dokumentation ihres mündlichen Anbringens handelt. Aus dieser Judikatur ergibt sich nicht, dass telefonische Anbringen bei gebotener Schriftlichkeit wirksam sein könnten, wenn sie in einem -Im Erkenntnis eines verstärkten Senates vom 6. Mai 2004, 2001/20/0195, legte der VwGH dar, aus der Regelung des Paragraph 13, Absatz 2, AVG, nach der unter anderem Rechtsmittel schriftlich einzubringen seien und deren Zweck allein in der Entlastung der Behörde liege, ergebe sich, dass die Behörden nicht dazu verpflichtet seien, durch die Aufnahme einer Niederschrift an der schriftlichen Fixierung des Anbringens mitzuwirken, und dass über ein bloß mündliches Anbringen nicht zu entscheiden sei. Entstehe jedoch ein Schriftstück über das Anbringen selbst, so sei die Beteiligung der Behörde an ihrem Zustandekommen kein Grund für die Abstandnahme von seiner inhaltlichen Behandlung. Für die Wirksamkeit eines Rechtsmittels sei in den Fällen, in denen sein Inhalt in der Form einer von der Partei unterfertigten Urkunde vorliege, nicht darauf abzustellen, ob es sich um eine zu mündlichem Vorbringen hinzutretende "Schrift der Partei" oder nur um eine schriftliche Dokumentation ihres mündlichen Anbringens handelt. Aus dieser Judikatur ergibt sich nicht, dass telefonische Anbringen bei gebotener Schriftlichkeit wirksam sein könnten, wenn sie in einem -

von der Partei nicht unterfertigten - Aktenvermerk festgehalten werden. Von der Rechtsprechung des VwGH betreffend die Unwirksamkeit solcher Anbringen wurde im oben genannten hg. Erkenntnis vom 6. Mai 2004 somit nicht abgegangen (vgl. in gleichem Sinn bereits VwGH 11.10.2011, 2008/05/0156, sowie VwGH 1.9.2015, Ra 2015/15/0038, in welchem der VwGH ebenfalls von der Unwirksamkeit einer telefonisch erstatteten Mitteilung bei gebotener Schriftlichkeit ausging). von der Partei nicht unterfertigten - Aktenvermerk festgehalten werden. Von der Rechtsprechung des VwGH betreffend die Unwirksamkeit solcher Anbringen wurde im oben genannten hg. Erkenntnis vom 6. Mai 2004 somit nicht abgegangen vergleiche in gleichem Sinn bereits VwGH 11.10.2011, 2008/05/0156, sowie VwGH 1.9.2015, Ra 2015/15/0038, in welchem der VwGH ebenfalls von der Unwirksamkeit einer telefonisch erstatteten Mitteilung bei gebotener Schriftlichkeit ausging).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RO2015060022.J02

Im RIS seit

01.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

27.08.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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