RS Vwgh 2021/3/19 Ra 2020/03/0130

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.03.2021
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/04 Sprengmittel Waffen Munition

Norm

B-VG Art130 Abs1 Z2
VwGG §34 Abs1
WaffG 1996 §12 Abs2 Z1
WaffG 1996 §13 Abs1 Z1
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Die Sicherstellung von Waffen und Munition nach § 13 Abs. 1 Z 1 WaffG 1996 bzw. nach § 12 Abs. 2 Z 1 WaffG 1996 erfolgt in Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt. Eine Person, die sich dadurch in ihren Rechten verletzt erachtet, kann dagegen Beschwerde gemäß Art. 130 Abs. 1 Z 2 B-VG an das VwG erheben, das - sollte der Beschwerde stattzugeben sein, etwa weil Gegenstände sichergestellt wurden, die weder Waffen noch Munition sind - die Sicherstellung für rechtswidrig zu erklären und gegebenenfalls aufzuheben hat (vgl. dazu auch VwGH 20.3.2018, Ra 2018/03/0026, Rn. 5). Eine derartige Maßnahmenbeschwerde gegen die Sicherstellung hat der Revisionswerber jedoch nicht erhoben, sondern einen "Ausfolgungsantrag" gestellt, der sich auf keine Rechtsgrundlage stützen konnte, und er hat den daraufhin ergangenen Bescheid mit Bescheidbeschwerde an das VwG bekämpft. Für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit des im Verfahren über die Bescheidbeschwerde ergangenen Erkenntnisses kommt es daher auf die vom Revisionswerber in der Begründung für die Zulässigkeit der Revision der Sache nach aufgeworfene Frage, ob die Sicherstellung (in einem bestimmten Umfang) allenfalls rechtswidrig gewesen sein mag, nicht an.Die Sicherstellung von Waffen und Munition nach Paragraph 13, Absatz eins, Ziffer eins, WaffG 1996 bzw. nach Paragraph 12, Absatz 2, Ziffer eins, WaffG 1996 erfolgt in Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt. Eine Person, die sich dadurch in ihren Rechten verletzt erachtet, kann dagegen Beschwerde gemäß Artikel 130, Absatz eins, Ziffer 2, B-VG an das VwG erheben, das - sollte der Beschwerde stattzugeben sein, etwa weil Gegenstände sichergestellt wurden, die weder Waffen noch Munition sind - die Sicherstellung für rechtswidrig zu erklären und gegebenenfalls aufzuheben hat vergleiche dazu auch VwGH 20.3.2018, Ra 2018/03/0026, Rn. 5). Eine derartige Maßnahmenbeschwerde gegen die Sicherstellung hat der Revisionswerber jedoch nicht erhoben, sondern einen "Ausfolgungsantrag" gestellt, der sich auf keine Rechtsgrundlage stützen konnte, und er hat den daraufhin ergangenen Bescheid mit Bescheidbeschwerde an das VwG bekämpft. Für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit des im Verfahren über die Bescheidbeschwerde ergangenen Erkenntnisses kommt es daher auf die vom Revisionswerber in der Begründung für die Zulässigkeit der Revision der Sache nach aufgeworfene Frage, ob die Sicherstellung (in einem bestimmten Umfang) allenfalls rechtswidrig gewesen sein mag, nicht an.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020030130.L01

Im RIS seit

03.05.2021

Zuletzt aktualisiert am

03.05.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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