RS OGH 2013/6/25 10ObS52/09h, 10ObS57/09v, 10ObS54/09b, 10ObS53/09f, 10ObS61/09g, 10ObS62/09d, 10ObS

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.06.2013
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Norm

KBGG §31 Abs4
KBGG-Härtefälle-Verordnung §1 lita
KBGG-Härtefälle-Verordnung §1 litb
  1. KBGG § 31 heute
  2. KBGG § 31 gültig von 01.11.2023 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 151/2022
  3. KBGG § 31 gültig ab 01.11.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2023
  4. KBGG § 31 gültig von 01.05.2022 bis 31.10.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. KBGG § 31 gültig von 01.01.2020 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. KBGG § 31 gültig von 01.03.2017 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2016
  7. KBGG § 31 gültig von 01.01.2013 bis 28.02.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2013
  8. KBGG § 31 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2011
  9. KBGG § 31 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2009
  10. KBGG § 31 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2007
  11. KBGG § 31 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2003
  12. KBGG § 31 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003

Rechtssatz

Als Härtefälle gelten gemäß § 1 lit b KBGG-Härtefälle-Verordnung jene Fälle, in denen die Voraussetzungen für eine Rückforderung dem Grunde nach erfüllt sind, jedoch aufgrund der individuellen Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des/der Verpflichteten eine Rückforderung ganz oder teilweise oder zum gegebenen Zeitpunkt als unbillig erscheint. Dieses Ermessen kann vom Versicherungsträger jedoch erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Bescheids oder Urteils über die Rückzahlungsverpflichtung ausgeübt werden.Als Härtefälle gelten gemäß Paragraph eins, Litera b, KBGG-Härtefälle-Verordnung jene Fälle, in denen die Voraussetzungen für eine Rückforderung dem Grunde nach erfüllt sind, jedoch aufgrund der individuellen Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse des/der Verpflichteten eine Rückforderung ganz oder teilweise oder zum gegebenen Zeitpunkt als unbillig erscheint. Dieses Ermessen kann vom Versicherungsträger jedoch erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Bescheids oder Urteils über die Rückzahlungsverpflichtung ausgeübt werden.

Entscheidungstexte

  • RS0124750">10 ObS 52/09h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 52/09h
  • RS0124750">10 ObS 57/09v
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 10 ObS 57/09v
  • RS0124750">10 ObS 54/09b
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 54/09b
  • RS0124750">10 ObS 53/09f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 53/09f
  • RS0124750">10 ObS 61/09g
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 61/09g
  • RS0124750">10 ObS 62/09d
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 62/09d
    Auch
  • RS0124750">10 ObS 63/09a
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 10 ObS 63/09a
    Auch; Beisatz: Prüfungen des Tatbestands des § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung stellen ein „vorgeschaltetes" Verwaltungsverfahren dar. In einem nachfolgenden Gerichtsverfahren ist daher auch von den Sozialgerichten gegebenenfalls das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung zu überprüfen. Demgegenüber handelt es sich in den Fällen des § 1 lit b der KBGG-Härtefälle-Verordnung um ein „nachgeschaltetes" Verwaltungsverfahren. Liegt infolge der Erfüllung eines Rückforderungstatbestands (§ 31 KBGG) ein rechtskräftiger Bescheid oder ein rechtskräftiges Urteil gegen einen Leistungsbezieher vor, so besteht gegen ihn ein hoheitlicher Rückforderungsanspruch des Bundes aufgrund einer zu Unrecht empfangenen Leistung. Für das durchzuführende Rückforderungsverfahren, insbesondere im Hinblick auf die Gewährung von Zahlungserleichterungen bzw Forderungsverzicht sowie die Aussetzung und Einstellung der Einziehung von Forderungen, sind im Wesentlichen die §§ 60 bis 62 BHG zu beachten (vgl § 2 KBGG-Härtefälle-Verordnung). Dieses Ermessen kann vom Versicherungsträger erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Bescheides oder Urteils ausgeübt werden. (T1)
  • RS0124750">10 ObS 91/09v
    Entscheidungstext OGH 16.06.2009 10 ObS 91/09v
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Von den Arbeits- und Sozialgerichten ist die Frage zu prüfen, ob die Klägerin zur Rückzahlung des im strittigen Zeitraum bezogenen Kinderbetreuungsgelds an die beklagte Partei verpflichtet ist oder ob eine solche Rückersatzverpflichtung wegen Vorliegens des Härtefalltatbestands des § 1 lit a KBGG-Härtefälle-Verordnung zu entfallen hat. (T2)
  • RS0124750">10 ObS 143/09s
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 143/09s
    Auch; Beis wie T1 nur: Prüfungen des Tatbestands des § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung stellen ein „vorgeschaltetes" Verwaltungsverfahren dar. In einem nachfolgenden Gerichtsverfahren ist daher auch von den Sozialgerichten gegebenenfalls das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung zu überprüfen. Demgegenüber handelt es sich in den Fällen des § 1 lit b der KBGG-Härtefälle-Verordnung um ein „nachgeschaltetes" Verwaltungsverfahren. (T3); Beis ähnlich wie T2
  • RS0124750">10 ObS 144/09p
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 144/09p
  • RS0124750">10 ObS 156/09b
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 156/09b
    Auch; Beis wie T3
  • RS0124750">10 ObS 145/09k
    Entscheidungstext OGH 08.09.2009 10 ObS 145/09k
    Auch; Beis wie T3
  • RS0124750">10 ObS 136/09m
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 10 ObS 136/09m
    Auch; Beis wie T3 nur: Prüfungen des Tatbestands des § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung stellen ein „vorgeschaltetes" Verwaltungsverfahren dar. In einem nachfolgenden Gerichtsverfahren ist daher auch von den Sozialgerichten gegebenenfalls das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 1 lit a der KBGG-Härtefälle-Verordnung zu überprüfen. (T4); Beis wie T2
  • RS0124750">10 ObS 147/09d
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 10 ObS 147/09d
    Vgl auch; Beisatz: Eine Anwendung der Härtefallregelung des § 1 lit b der KBGG-Härtefälle-Verordnung kommt erst nach Vorliegen eines rechtskräftigen Bescheids oder Urteils über die Rückzahlungsverpflichtung in Betracht. (T5)
  • RS0124750">10 ObS 91/11x
    Entscheidungstext OGH 06.12.2011 10 ObS 91/11x
    Vgl; Veröff: SZ 2011/146
  • RS0124750">10 ObS 175/12a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 ObS 175/12a
    Vgl
  • RS0124750">10 ObS 27/13p
    Entscheidungstext OGH 25.06.2013 10 ObS 27/13p
    Beis wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124750

Im RIS seit

21.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.09.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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