RS OGH 2014/1/23 12Os100/12s, 12Os112/13g

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.01.2014
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Norm

StGB §32
StGB §159
StPO §198 Abs2 Z2 B
  1. StGB § 159 heute
  2. StGB § 159 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 159 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  4. StGB § 159 gültig von 01.08.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2000
  5. StGB § 159 gültig von 01.07.1982 bis 31.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1982
  1. StPO § 198 heute
  2. StPO § 198 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 198 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 198 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 195/2013
  5. StPO § 198 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  6. StPO § 198 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  7. StPO § 198 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  8. StPO § 198 gültig von 18.08.1999 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  9. StPO § 198 gültig von 31.12.1975 bis 17.08.1999

Rechtssatz

Fahrlässigkeitsdelikte indizieren schon vom Unrecht her betrachtet in der Regel kein schweres Verschulden. Dass bei einer Deliktsverwirklichung nach § 159 StGB wegen der Verwendung des Ausdrucks „grob fahrlässig“ in der Überschrift und in den Tatbestandsumschreibungen in § 159 Abs 1 bis 3 StGB die Schuld iSd § 198 Abs 2 Z 2 StPO von vornhinein als schwer anzusehen wäre, ist angesichts der vergleichsweise niedrigen Strafdrohung dieses Fahrlässigkeitsdelikts zu verneinen.Fahrlässigkeitsdelikte indizieren schon vom Unrecht her betrachtet in der Regel kein schweres Verschulden. Dass bei einer Deliktsverwirklichung nach Paragraph 159, StGB wegen der Verwendung des Ausdrucks „grob fahrlässig“ in der Überschrift und in den Tatbestandsumschreibungen in Paragraph 159, Absatz eins bis 3 StGB die Schuld iSd Paragraph 198, Absatz 2, Ziffer 2, StPO von vornhinein als schwer anzusehen wäre, ist angesichts der vergleichsweise niedrigen Strafdrohung dieses Fahrlässigkeitsdelikts zu verneinen.

Entscheidungstexte

  • RS0128762">12 Os 100/12s
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 12 Os 100/12s
  • RS0128762">12 Os 112/13g
    Entscheidungstext OGH 23.01.2014 12 Os 112/13g
    Auch; Beisatz: Hier: Schweres Verschulden iSd § 198 Abs 2 Z 2 StPO, weil der Angeklagte sich für die Geschäftsführung einer GmbH als „Strohmann“ im Firmenbuch zur Verfügung stellte, die notwendigen Unterschriften leistete, für diese Dienste teilweise eine finanzielle Abgeltung bezog, sämtliche Belege den faktischen Geschäftsführern überließ und keinerlei Kontrollmaßnahmen und Überprüfungen tätigte, wodurch er in Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis der Zahlungsunfähigkeit die Befriedigung der Gläubiger des Unternehmens grob fahrlässig in einem Betrag von über 200.000 EUR vereitelte. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:RS0128762

Im RIS seit

06.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2014
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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