RS OGH 2016/2/23 Ds1/16

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.02.2016
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Norm

RStDG §101
RStDG §118
RStDG §123
RStDG §128
RStDG §130
StPO §262
StPO §267
  1. RStDG § 101 heute
  2. RStDG § 101 gültig ab 01.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2015
  3. RStDG § 101 gültig von 01.01.2012 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/2011
  4. RStDG § 101 gültig von 31.12.2003 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  5. RStDG § 101 gültig von 01.01.1999 bis 30.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/1999
  6. RStDG § 101 gültig von 01.03.1968 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 68/1968

Rechtssatz

Der Disziplinaranwalt „vertritt“ „die dienstlichen Interessen“ im Disziplinarverfahren („in der Rechtspflege“; vgl § 1 erster Satz StAG; § 118 RStDG). Er hat daher den tatsächlichen (historischen) Bezugspunkt der rechtlichen Beurteilung für die nach §§ 123, 130 RStDG zu treffenden Entscheidungen des Disziplinargerichts (vgl OGH 8.5.2014, Ds 31/13, EvBl?LS 2014/131) exakt zu benennen, sodass Einleitungs? und Verweisungsbeschluss (§ 123 Abs 2 bis 4, § 130 Abs 2 und 3 RStDG) als Entscheidung über Anträge des Dienstgebervertreters zur Entscheidung über vorgeworfene Taten ergehen (den Prozessgegenstand, mit anderen Worten die Tat im prozessualen Sinn; vgl §§ 262, 267 StPO; vgl auch § 91 StPO idF vor StPRefG [BGBl I 2004/19]; die bei Fellner/Nogratnig RStDG/GOG4 § 123 RStDG Anm 9 wiedergegebenen Rechtssätze stehen dem ? ungeachtet missverständlicher Einordnung von Gerichtsbeschlüssen als „funktioneller Anklageersatz“ ? nicht entgegen).Der Disziplinaranwalt „vertritt“ „die dienstlichen Interessen“ im Disziplinarverfahren („in der Rechtspflege“; vergleiche Paragraph eins, erster Satz StAG; Paragraph 118, RStDG). Er hat daher den tatsächlichen (historischen) Bezugspunkt der rechtlichen Beurteilung für die nach Paragraphen 123, 130, RStDG zu treffenden Entscheidungen des Disziplinargerichts vergleiche OGH 8.5.2014, Ds 31/13, EvBl?LS 2014/131) exakt zu benennen, sodass Einleitungs? und Verweisungsbeschluss (Paragraph 123, Absatz 2 bis 4, Paragraph 130, Absatz 2 und 3 RStDG) als Entscheidung über Anträge des Dienstgebervertreters zur Entscheidung über vorgeworfene Taten ergehen (den Prozessgegenstand, mit anderen Worten die Tat im prozessualen Sinn; vergleiche Paragraphen 262, 267, StPO; vergleiche auch Paragraph 91, StPO in der Fassung vor StPRefG [BGBl I 2004/19]; die bei Fellner/Nogratnig RStDG/GOG4 Paragraph 123, RStDG Anmerkung 9 wiedergegebenen Rechtssätze stehen dem ? ungeachtet missverständlicher Einordnung von Gerichtsbeschlüssen als „funktioneller Anklageersatz“ ? nicht entgegen).

Entscheidungstexte

  • RS0130575">Ds 1/16
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 Ds 1/16

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130575

Im RIS seit

29.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

29.02.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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