RS OGH 2022/5/31 8ObA76/16h, 8ObA76/16h, 14Os39/22z

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 31.05.2022
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Norm

ZPO §528b
VfGG §57a Abs6
VfGG §62a Abs6
  1. ZPO § 528b heute
  2. ZPO § 528b gültig ab 17.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  1. VfGG § 57a heute
  2. VfGG § 57a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VfGG § 57a gültig von 21.10.2016 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2016
  4. VfGG § 57a gültig von 14.10.2016 bis 20.10.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2016
  5. VfGG § 57a gültig von 01.01.2015 bis 13.10.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  1. VfGG § 62a heute
  2. VfGG § 62a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VfGG § 62a gültig von 21.12.2016 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2016
  4. VfGG § 62a gültig von 04.08.2016 bis 20.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2016
  5. VfGG § 62a gültig von 20.07.2016 bis 03.08.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2016
  6. VfGG § 62a gültig von 20.07.2016 bis 19.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2016
  7. VfGG § 62a gültig von 01.04.2016 bis 19.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2016
  8. VfGG § 62a gültig von 29.10.2015 bis 31.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2015
  9. VfGG § 62a gültig von 01.01.2015 bis 28.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014

Rechtssatz

Kann eine normaufhebende Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs im gerichtlichen Verfahren vor dessen rechtskräftigem Abschluss noch nicht berücksichtigt werden, so begründet eine inhaltliche Entscheidung des Berufungs? oder Rekursgerichts über das Rechtsmittel auch bei Verstoß gegen die Innehaltungsverpflichtung des § 62a Abs 6 bzw § 57a Abs 6 VfGG weder Nichtigkeit noch einen Verfahrensmangel; ein solcher Verstoß führt damit nicht zur Aufhebung der Entscheidung des Rechtsmittelgerichts.Kann eine normaufhebende Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs im gerichtlichen Verfahren vor dessen rechtskräftigem Abschluss noch nicht berücksichtigt werden, so begründet eine inhaltliche Entscheidung des Berufungs? oder Rekursgerichts über das Rechtsmittel auch bei Verstoß gegen die Innehaltungsverpflichtung des Paragraph 62 a, Absatz 6, bzw Paragraph 57 a, Absatz 6, VfGG weder Nichtigkeit noch einen Verfahrensmangel; ein solcher Verstoß führt damit nicht zur Aufhebung der Entscheidung des Rechtsmittelgerichts.

Entscheidungstexte

  • RS0131360">8 ObA 76/16h
    Entscheidungstext OGH 27.01.2017 8 ObA 76/16h
    Beisatz: Siehe auch RS0130647. (T1)
    Beisatz: Ein Verstoß gegen die Innehaltungsverpflichtung setzt voraus, dass das Rechtsmittelgericht rechtzeitig, nämlich vor seiner Entscheidung, aufgrund einer Mitteilung des Verfassungsgerichtshofs vom Parteienantrag auf Normenkontrolle Kenntnis erlangt hat. (T2)
    Beisatz: Bei einer aus Sicht des Rechtsmittelgerichts verspäteten Mitteilung iSd § 62a Abs 5 VfGG kann der Oberste Gerichtshof das Revisions? oder Revisionsrekursverfahren unter den Voraussetzungen des § 62a Abs 6 VfGG unterbrechen. Siehe dazu RS0131361. (T3); Veröff: SZ 2017/10
  • RS0131360">8 ObA 76/16h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 ObA 76/16h
    Auch
  • RS0131360">14 Os 39/22z
    Entscheidungstext OGH 31.05.2022 14 Os 39/22z
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Die Innehaltungsverpflichtung wird erst durch das Einlangen einer Verständigung des Verfassungsgerichtshofs nach § 62a Abs 5 VfGG beim (hier:) Strafgericht erster Instanz ausgelöst, nicht aber durch eine bloße Behauptung des Beschwerdeführers in seinem Rechtsmittel, er habe beim Verfassungsgerichtshof einen Normprüfungsantrag eingebracht. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131360

Im RIS seit

17.05.2017

Zuletzt aktualisiert am

04.07.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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