RS OGH 2024/8/28 7Ob54/16s; 7Ob34/16z; 7Ob54/17t; 7Ob119/17a; 7Ob218/23v; 7Ob117/24t

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Veröffentlicht am 28.08.2024
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Rechtssatz

Für die arglistige Täuschung reicht bedingter Vorsatz (dolus eventualis) aus.

Entscheidungstexte

  • RS0130762">7 Ob 54/16s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 54/16s
  • RS0130762">7 Ob 34/16z
    Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 34/16z
  • RS0130762">7 Ob 54/17t
    Entscheidungstext OGH 17.05.2017 7 Ob 54/17t
  • RS0130762">7 Ob 119/17a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2017 7 Ob 119/17a
    Veröff: SZ 2017/116
  • RS0130762">7 Ob 218/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.01.2024 7 Ob 218/23v
    vgl; Beisatz: Arglist ist die (bedingt) vorsätzliche Herbeiführung oder die Ausnützung eines schon vorhandenen Irrtums. (T1)
  • RS0130762">7 Ob 117/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.08.2024 7 Ob 117/24t
    vgl; Beisatz nur wie T1
    Beisatz: Eine arglistige Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht gemäß § 22 VersVG ist gegeben, wenn der Versicherungsnehmer nicht nur die verschwiegene oder unrichtig angezeigte Tatsache kannte, sondern um die Erheblichkeit dieser Tatsache für den Versicherer wusste. Arglist liegt demnach vor, wenn der Getäuschte absichtlich oder doch bewusst durch unrichtige Vorstellungen zur Einwilligung in einen Vertragsabschluss gebracht wurde (T2)
    Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen des (gemäß § 22 VersVG anwendbar bleibenden) § 870 ABGB erfüllt sind, kommt es maßgeblich auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130762

Im RIS seit

21.06.2016

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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