RS OGH 2025/2/13 8ObA8/09y; 1Ob189/09i; 9ObA167/13v; 9ObA107/15y; 9ObA45/21i; 9ObA24/24f

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.02.2025
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Norm

BEinstG §7d
BEinstG §7i
  1. BEinstG Art. 2 § 7d heute
  2. BEinstG Art. 2 § 7d gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2013
  3. BEinstG Art. 2 § 7d gültig von 01.05.2008 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2008
  4. BEinstG Art. 2 § 7d gültig von 01.01.2006 bis 30.04.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005
  1. BEinstG Art. 2 § 7i heute
  2. BEinstG Art. 2 § 7i gültig ab 01.03.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 7/2011
  3. BEinstG Art. 2 § 7i gültig von 01.05.2008 bis 28.02.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2008
  4. BEinstG Art. 2 § 7i gültig von 01.01.2006 bis 30.04.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2005

Rechtssatz

Um den Zweck des Gesetzes, Diskriminierungen wegen der Behinderung hintanzuhalten, zu erreichen, darf das Erfordernis des „Zusammenhangs" nicht zu eng gesehen werden. Der Zusammenhang kann daher auch durch Eigenschaften, Handlungen, Verhaltensweisen oder Zustände hergestellt werden, die mit dem Merkmal (hier: Blindheit) in Verbindung gebracht werden können. Die Belästigung steht dann mit dem Merkmal „im Zusammenhang", wenn die konkrete belästigende Verhaltensweise der Tatsache, dass ein geschütztes Merkmal vorliegt, zugerechnet werden kann. Weiters genügt es, wenn das geschützte Merkmal (bzw damit in Verbindung stehende Eigenschaften, Handlungen, Verhaltensweisen oder Zustände) innerhalb eines „Motivbündels" eine Rolle spielt, also zumindest mitursächlich für die Belästigung ist.

Entscheidungstexte

  • RS0124663">8 ObA 8/09y
    Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 8/09y
    Veröff: SZ 2009/46
  • RS0124663">1 Ob 189/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 189/09i
    Beisatz: Hier: Hermaphroditismus. (T1); Beisatz: Ob der von § 5 Abs 3 BGStG geforderte Zusammenhang besteht, unterliegt nicht der subjektiven Wahrnehmung der betroffenen Person, sondern ist als Tatbestandselement objektiv anhand der Umstände des Einzelfalls zu klären. (T2)
  • RS0124663">9 ObA 167/13v
    Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 167/13v
    Vgl
  • RS0124663">9 ObA 107/15y
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 107/15y
    Auch; Veröff: SZ 2015/134
  • RS0124663">9 ObA 45/21i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2021 9 ObA 45/21i
    Vgl; Beisatz: Hier: Kein Zusammenhang liegt bei einer Kündigung wegen Krankenständen vor, die auf eine Erkrankung zurückgehen, die mit keiner Behinderung im Zusammenhang steht. (T3)
  • RS0124663">9 ObA 24/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 13.02.2025 9 ObA 24/24f
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124663

Im RIS seit

02.05.2009

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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