RS OGH 2025/11/18 10ObS15/16b; 10ObS31/16f; 10ObS53/16s; 10ObS160/17b; 10ObS106/18p; 10ObS107/18k; 1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.11.2025
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Norm

ASVG idF BGBl I 2010/111 §292 Abs1
NAG §52 Abs1 Z5 litc
EG-RL 2004/38/EG ? 32004L0038 Art 7 Abs1 litb
NAG §51
  1. NAG § 52 heute
  2. NAG § 52 gültig ab 01.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  3. NAG § 52 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  4. NAG § 52 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  5. NAG § 52 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. NAG § 51 heute
  2. NAG § 51 gültig ab 01.09.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/2018
  3. NAG § 51 gültig von 01.07.2011 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  4. NAG § 51 gültig von 01.01.2011 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  5. NAG § 51 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  6. NAG § 51 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009

Rechtssatz

Kein Anspruch eines aus einem anderen Mitgliedstaat nach Österreich zugezogenen Pensionisten auf Ausgleichszulage, der über keine ausreichende Existenzmittel verfügt.

Entscheidungstexte

  • RS0130764">10 ObS 15/16b
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 ObS 15/16b
    Veröff: SZ 2016/52
  • RS0130764">10 ObS 31/16f
    Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 ObS 31/16f
    Auch; Beisatz: Auch nicht im Hinblick auf die Bestimmung des § 52 Abs 1 Z 3 NAG. (T1)
  • RS0130764">10 ObS 53/16s
    Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 ObS 53/16s
  • RS0130764">10 ObS 160/17b
    Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 ObS 160/17b
    Beisatz: Ob eine Person die Voraussetzungen des Art 7 Abs 1 lit b der Unionsbürger-RL erfüllt, kann immer nur aufgrund der Umstände des Einzelfalls beurteilt werden. (T2)
  • RS0130764">10 ObS 106/18p
    Entscheidungstext OGH 23.10.2018 10 ObS 106/18p
    Beis wie T2
  • RS0130764">10 ObS 107/18k
    Entscheidungstext OGH 19.02.2019 10 ObS 107/18k
    Auch; Beisatz: Hier: Mangels Erfüllung des Tatbestandes des § 52 Abs 1 Z 5 lit b NAG kann sich die Klägerin auf das Vorliegen eines von ihrer Tochter abgeleiteten rechtmäßigen Aufenthalts im Sinn des § 292 Abs 1 ASVG zur Begründung ihres Anspruchs auf Ausgleichszulage nicht berufen. (T3)
  • RS0130764">10 ObS 73/19m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 10 ObS 73/19m
  • RS0130764">10 ObS 12/20t
    Entscheidungstext OGH 18.02.2020 10 ObS 12/20t
  • RS0130764">10 ObS 144/20d
    Entscheidungstext OGH 19.01.2021 10 ObS 144/20d
  • RS0130764">10 ObS 159/20k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2021 10 ObS 159/20k
    Beisatz: Hier: Der Kläger kann sich dann, wenn er nicht über ausreichende Existenzmittel verfügt, zur Begründung eines rechtmäßigen Aufenthaltes im Sinne des § 292 Abs 1 ASVG auch nicht auf Art 8 Fürsorgeabkommen BGBl 1969/258 berufen, weil sich dann ein Anspruch auf Ausgleichszulage trotz Hilfsbedürftigkeit ergäbe. Dem steht § 52 Abs 1 Z 2 NAG entgegen, der den Zweck verfolgt, dass die Kosten des Aufenthalts in Österreich nicht durch die Ausgleichszulage, sondern über eigene Existenzmittel finanziert werden. (T4)
  • RS0130764">10 ObS 53/21y
    Entscheidungstext OGH 13.09.2021 10 ObS 53/21y
    Auch; Beisatz: Ein EWR-Bürger, der Angehöriger eines unionsrechtlich aufenthaltsberechtigten EWR-Bürgers (§§ 51, 53a NAG) ist, kann sich nicht auf ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht als sonstiger Angehöriger im Sinn des § 52 Abs 1 Z 5 lit c NAG aufgrund der RL 2004/38/EG (Freizügigkeitsrichtlinie) zur Begründung eines Anspruchs auf Ausgleichszulage berufen. (T5)
  • RS0130764">10 Obs 86/23d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.07.2023 10 Obs 86/23d
    vgl; Beisatz wie T2
  • RS0130764">10 ObS 11/23z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.01.2024 10 ObS 11/23z
    vgl; Beisatz: Nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des Art 7 Abs 1 lit b Unionsbürger-RL steht dem Unionsbürger hinsichtlich des Zugangs zur Ausgleichszulage nach Art 24 Abs 1 Unionsbürger-RL eine Gleichbehandlung mit Inländern zu. (T6)
    Beisatz: Bei der Beurteilung, ob ein Unionsbürger über ausreichende Existenzmittel verfügt, um ein Aufenthaltsrecht nach Art 7 Abs 1 lit b Unionsbürger-RL in Anspruch nehmen zu können, ist eine konkrete Prüfung der wirtschaftlichen Situation des Betroffenen vorzunehmen, ohne die beantragten Sozialleistungen – derentwegen die Rechtmäßigkeit des Aufenthalts geprüft wird – zu berücksichtigen. (T7)
    Beisatz: Für die Beurteilung des Vorliegens ausreichender Existenzmittel darf nach Art 8 Abs 4 Unionsbürger-RL kein fester Betrag angesetzt werden. Als Anhaltspunkt kann allerdings davon ausgegangen werden, dass solche Mittel jedenfalls ausreichend sind, wenn sie über der im Aufnahmemitgliedstaat geltenden Sozialhilfegrenze – in Österreich: der bedarfsorientierten Mindestsicherung – liegen. Hingegen kommt es nicht darauf an, ob ein Antrag auf Ausgleichszulage gestellt wurde; aus einem derartigen Antrag kann die Unrechtmäßigkeit des Aufenthalts nicht abgeleitet werden. (T8)
    Beisatz: Die Existenzmittel müssen für die aufenthaltsrechtliche Beurteilung nicht in Form einer regelmäßigen Zahlung vorliegen, sondern es kann sich auch um beispielsweise angesparte Mittel handeln. Auch die Erwerbungsart durch Erbschaft spricht nicht gegen die Einbeziehung der Mittel in die Beurteilung. (T9)
  • RS0130764">10 ObS 8/24k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.04.2024 10 ObS 8/24k
    vgl; Beisatz wie T6
  • RS0130764">10 ObS 83/25s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 18.11.2025 10 ObS 83/25s
    vgl aber

Schlagworte

Existenzmittel, Ausgleichszulage, rechtmäßiger Aufenthalt, Aufenthalt

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130764

Im RIS seit

21.06.2016

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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