RS OGH 2026/1/13 17Os4/16s (17Os5/16p; 17Os11/16w); 14Os135/25x (14Os137/25s)

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.01.2026
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Norm

MRK Art6 Abs1
StPO §43 Abs1 Z3
StPO §470 Z3
StPO §489 Abs1
  1. StPO § 43 heute
  2. StPO § 43 gültig von 01.06.2009 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  3. StPO § 43 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. StPO § 43 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  5. StPO § 43 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2007
  1. StPO § 470 heute
  2. StPO § 470 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  3. StPO § 470 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  4. StPO § 470 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 470 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  6. StPO § 470 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1999
  1. StPO § 489 heute
  2. StPO § 489 gültig ab 01.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  3. StPO § 489 gültig von 01.01.2016 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 489 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2014
  5. StPO § 489 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  6. StPO § 489 gültig von 01.11.2000 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2000
  7. StPO § 489 gültig von 01.03.1988 bis 31.10.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Zweifel an der Unparteilichkeit von Richtern eines Rechtsmittelgerichts können sich aus deren Vorbefasstheit der Schuldfrage ergeben. Hatte das Rechtsmittelgericht im früheren Rechtsgang die Tatfrage mit voller Kognitionsbefugnis zu beurteilen oder hat es dazu ? wenngleich bloß aus Anlass einer Rechtskontrolle ? (jedenfalls in einer für den Angeklagten nachteiligen Weise) beweiswürdigend Stellung bezogen, liegt Anschein von Befangenheit im Sinn des § 43 Abs 1 Z 3 StPO vor.Zweifel an der Unparteilichkeit von Richtern eines Rechtsmittelgerichts können sich aus deren Vorbefasstheit der Schuldfrage ergeben. Hatte das Rechtsmittelgericht im früheren Rechtsgang die Tatfrage mit voller Kognitionsbefugnis zu beurteilen oder hat es dazu ? wenngleich bloß aus Anlass einer Rechtskontrolle ? (jedenfalls in einer für den Angeklagten nachteiligen Weise) beweiswürdigend Stellung bezogen, liegt Anschein von Befangenheit im Sinn des Paragraph 43, Absatz eins, Ziffer 3, StPO vor.

Entscheidungstexte

  • RS0130814">17 Os 4/16s
    Entscheidungstext OGH 06.06.2016 17 Os 4/16s
    An einer kassatorischen Entscheidung in Stattgebung einer zum Nachteil des Angeklagten ergriffenen Berufung wegen des Ausspruchs über die Schuld beteiligte Richter sind daher in einem weiteren Berufungsverfahren ausgeschlossen. (T1)
  • RS0130814">14 Os 135/25x
    Entscheidungstext OGH 13.01.2026 14 Os 135/25x
    vgl; Beisatz: hier: Keine Ausgeschlossenheit nach § 43 Abs 1 Z 3 StPO nach einer - im Beschwerdeweg beseitigten - Beschlussfassung nach § 450 StPO, bei der der Richter rechtliche Überlegungen zu einer Verdachtslage anstellte und sich alleine dadurch in der Schuldfrage nicht festlegte. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130814

Im RIS seit

19.07.2016

Zuletzt aktualisiert am

17.03.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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