RS OGH 2026/1/27 10Ob80/10b; 8Ob19/11v; 10Ob34/12s; 10Ob35/15t; 10Ob71/16p; 9Ob12/19h; 3Ob210/22m; 7

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Veröffentlicht am 27.01.2026
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Norm

AußStrG 2005 §52 Abs2
ZPO §488 Abs4
  1. ZPO § 488 heute
  2. ZPO § 488 gültig ab 01.08.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Die dem § 488 Abs 4 ZPO nachgebildete Vorschrift des § 52 Abs 2 AußStrG bezieht sich nach ihrem ausdrücklichen Wortlaut nur auf in erster Instanz unmittelbar aufgenommene Beweise. Soweit das Erstgericht seine Feststellungen nicht aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf daher das Rekursgericht die Feststellungen des Erstgerichts abändern oder auch ergänzen, ohne die in § 52 Abs 2 AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten.Die dem Paragraph 488, Absatz 4, ZPO nachgebildete Vorschrift des Paragraph 52, Absatz 2, AußStrG bezieht sich nach ihrem ausdrücklichen Wortlaut nur auf in erster Instanz unmittelbar aufgenommene Beweise. Soweit das Erstgericht seine Feststellungen nicht aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf daher das Rekursgericht die Feststellungen des Erstgerichts abändern oder auch ergänzen, ohne die in Paragraph 52, Absatz 2, AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten.

Entscheidungstexte

  • RS0126460">10 Ob 80/10b
    Entscheidungstext OGH 30.11.2010 10 Ob 80/10b
  • RS0126460">8 Ob 19/11v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 19/11v
    Auch; Veröff: SZ 2011/32
  • RS0126460">10 Ob 34/12s
    Entscheidungstext OGH 10.09.2012 10 Ob 34/12s
    Auch
  • RS0126460">10 Ob 35/15t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 Ob 35/15t
  • RS0126460">10 Ob 71/16p
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 71/16p
    Auch; Beisatz: Soweit das Erstgericht seine Feststellungen aufgrund unmittelbar aufgenommener Beweise getroffen hat, darf das Rekursgericht diese weder abändern noch ergänzen, ohne die in § 52 Abs 2 AußStrG vorgesehene Vorgangsweise einzuhalten. (T1)
  • RS0126460">9 Ob 12/19h
    Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
  • RS0126460">3 Ob 210/22m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2022 3 Ob 210/22m
    Vgl; Beisatz: Hier: Kein Verstoß des Rekursgerichts gegen den Unmittelbarkeitsgrundsatz, weil das Erstgericht die bekämpften und vom Rekursgericht ohne Beweiswiederholung abgeänderten Feststellungen nicht aufgrund unmittelbarer Beweisaufnahmen, sondern bloß auf Basis von Sachverständigengutachten und Urkunden getroffen hat. (T2)
  • RS0126460">7 Ob 5/23w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 21.02.2023 7 Ob 5/23w
    vgl; Beisatz: Hier: Ergänzung der Feststellungen durch das Rekursgericht zum Betreuungs- und Pflegebedürfnis eines Bewohners ohne Beweisergänzung (T3)
  • RS0126460">2 Ob 44/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.04.2024 2 Ob 44/24w
    Beisatz: hier: Feststellungen zum Sachbezug aufgrund des vorgelegten Lohnzettels. (T4)
  • RS0126460">3 Ob 179/25g
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 27.01.2026 3 Ob 179/25g

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126460

Im RIS seit

07.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

26.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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