RS OGH 2026/2/17 13Os147/11h; 17Os19/12s; 11Os75/13h; 14Os90/13m; 17Os11/13s; 14Os15/14h; 15Os179/13

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 17.02.2026
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Norm

StPO §281 Abs1 Z9 lita
StPO §281 Abs1 Z4 B
StPO §281 Abs1 Z5 B
StPO §282 Abs2
StPO §259
StPO §468
DSt §49
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 259 heute
  2. StPO § 259 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 259 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 468 heute
  2. StPO § 468 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 468 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 468 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  5. StPO § 468 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  6. StPO § 468 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 468 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993

Rechtssatz

Gründet das Gericht den Freispruch auf die Verneinung der Täterschaft des Angeklagten im Zweifel zu dessen Gunsten, ohne eine Aussage zu sämtlichen Tatbestandselementen zu treffen, reicht es für den Erfolg der Nichtigkeitsbeschwerde nicht hin, einen Begründungsmangel bloß in Ansehung der getroffenen Urteilsannahme (der Negativfeststellung zur Täterschaft) aufzuzeigen. Vielmehr ist hinsichtlich jener Tatbestandsmerkmale, zu denen das Urteil keine Konstatierungen enthält, unter Berufung auf derartige Feststellungen indizierende und in der Hauptverhandlung vorgekommene Verfahrensergebnisse ein Feststellungsmangel (Z 9 lit a) geltend zu machen; fehlen die dafür nötigen Indizien, bedarf es der Geltendmachung darauf bezogener Anträge aus Z 4, wurden die fehlenden Tatbestandsmerkmale verneint, ist insoweit ein Begründungsmangel geltend zu machen.Gründet das Gericht den Freispruch auf die Verneinung der Täterschaft des Angeklagten im Zweifel zu dessen Gunsten, ohne eine Aussage zu sämtlichen Tatbestandselementen zu treffen, reicht es für den Erfolg der Nichtigkeitsbeschwerde nicht hin, einen Begründungsmangel bloß in Ansehung der getroffenen Urteilsannahme (der Negativfeststellung zur Täterschaft) aufzuzeigen. Vielmehr ist hinsichtlich jener Tatbestandsmerkmale, zu denen das Urteil keine Konstatierungen enthält, unter Berufung auf derartige Feststellungen indizierende und in der Hauptverhandlung vorgekommene Verfahrensergebnisse ein Feststellungsmangel (Ziffer 9, Litera a,) geltend zu machen; fehlen die dafür nötigen Indizien, bedarf es der Geltendmachung darauf bezogener Anträge aus Ziffer 4,, wurden die fehlenden Tatbestandsmerkmale verneint, ist insoweit ein Begründungsmangel geltend zu machen.

Entscheidungstexte

  • RS0127315">13 Os 147/11h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2011 13 Os 147/11h
  • RS0127315">17 Os 19/12s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2013 17 Os 19/12s
  • RS0127315">11 Os 75/13h
    Entscheidungstext OGH 18.06.2013 11 Os 75/13h
  • RS0127315">14 Os 90/13m
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 14 Os 90/13m
    Vgl
  • RS0127315">17 Os 11/13s
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 11/13s
    Vgl
  • RS0127315">14 Os 15/14h
    Entscheidungstext OGH 01.04.2014 14 Os 15/14h
    Vgl
  • RS0127315">15 Os 179/13g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 15 Os 179/13g
  • RS0127315">15 Os 12/14z
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 15 Os 12/14z
    Vgl
  • RS0127315">13 Os 72/13g
    Entscheidungstext OGH 12.12.2013 13 Os 72/13g
    Auch; Beisatz: Hier: Der Angeklagte, Geschäftsführer einer GmbH, übertrug die Aufgabe des Abführens der Sozialversicherungsbeiträge an einen Rechtsanwalt. Das Ersturteil enthielt keine Feststellung, dass der Rechtsanwalt organschaftlicher Vertreter der GmbH gewesen sei (§ 153c Abs 2 Satz 2 StGB. (T1)
  • RS0127315">13 Os 92/13y
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 92/13y
    Auch; Beisatz: Hier: Verneinung gerichtlicher Strafbarkeit mangels Übersteigens der in § 53 Abs 1 oder 2 FinStrG genannten Beträge. (T2)
  • RS0127315">14 Os 126/14g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2015 14 Os 126/14g
  • RS0127315">13 Os 74/14b
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 13 Os 74/14b
    Auch
  • RS0127315">11 Os 7/15m
    Entscheidungstext OGH 10.03.2015 11 Os 7/15m
    Auch
  • RS0127315">12 Os 3/15f
    Entscheidungstext OGH 05.03.2015 12 Os 3/15f
  • RS0127315">12 Os 157/14a
    Entscheidungstext OGH 05.03.2015 12 Os 157/14a
  • RS0127315">14 Os 144/14d
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 144/14d
    Auch
  • RS0127315">15 Os 70/15f
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 70/15f
    Auch
  • RS0127315">11 Os 86/15d
    Entscheidungstext OGH 27.10.2015 11 Os 86/15d
  • RS0127315">15 Os 125/15v
    Entscheidungstext OGH 09.12.2015 15 Os 125/15v
    Auch; Beisatz: Eine gegen in einem freisprechenden Urteil getroffene (Negativ-) Feststellungen gerichtete Mängelrüge der Staatsanwaltschaft spricht im Fall des unbekämpft gebliebenen Fehlens weiterer für die Tatbestandsverwirklichung erforderlicher Feststellungen keine entscheidenden Tatsachen an, sodass sie als offenbar unbegründet bereits bei nichtöffentlicher Beratung zurückgewiesen werden kann. (T3)
  • RS0127315">13 Os 67/15z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 67/15z
    Auch
  • RS0127315">12 Os 125/15x
    Entscheidungstext OGH 17.12.2015 12 Os 125/15x
    Auch
  • RS0127315">13 Os 48/15f
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 48/15f
    Auch
  • RS0127315">12 Os 88/15f
    Entscheidungstext OGH 03.03.2016 12 Os 88/15f
    Auch
  • RS0127315">15 Os 97/15a
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 97/15a
    Auch; Beisatz: Gründet das Gericht einen Freispruch auf die Annahme, dass mehrere Tatbestandsmerkmale nicht erfüllt sind, und trifft es zu diesen hinreichende (negative) Feststellungen, ist es unter dem Aspekt erfolgreicher Urteilsanfechtung erforderlich, alle die Tatbestandsverwirklichung ausschließenden (negativen) Konstatierungen deutlich und bestimmt als mangelhaft begründet (Z 5) oder unter Geltendmachung darauf bezogener Anträge aus Z 4 zu bekämpfen. (T4)
  • RS0127315">12 Os 29/16f
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 29/16f
  • RS0127315">15 Os 175/15x
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 15 Os 175/15x
    Aber; Beisatz: Für den Erfolg einer einen Freispruch aus Z 4 bekämpfenden Nichtigkeitsbeschwerde ist es – anders als bei einer Anfechtung aus Z 5 oder Z 9 lit a – nicht unabdingbar (und Privatbeteiligten gar nicht möglich [§ 282 Abs 2 StPO]), unter einem auch alle Negativfeststellungen des Urteils mit Mängelrüge (Z 5) und das Fehlen von Feststellungen zu sämtlichen Tatbestandselementen mit Rechtsrüge (Z 9 lit a) zu relevieren. (T5)
  • RS0127315">12 Os 40/16y
    Entscheidungstext OGH 16.06.2016 12 Os 40/16y
  • RS0127315">12 Os 1/16p
    Entscheidungstext OGH 14.07.2016 12 Os 1/16p
    Beis wie T3
  • RS0127315">12 Os 47/16b
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 12 Os 47/16b
  • RS0127315">13 Os 62/16s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 62/16s
    Auch
  • RS0127315">12 Os 21/16d
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 12 Os 21/16d
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T5
  • RS0127315">14 Os 82/16i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 82/16i
    Auch
  • RS0127315">14 Os 79/16y
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 79/16y
    Auch
  • RS0127315">14 Os 61/16a
    Entscheidungstext OGH 20.10.2016 14 Os 61/16a
  • RS0127315">14 Os 7/17m
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 7/17m
  • RS0127315">12 Os 4/17f
    Entscheidungstext OGH 06.04.2017 12 Os 4/17f
    Auch
  • RS0127315">11 Os 25/17m
    Entscheidungstext OGH 25.04.2017 11 Os 25/17m
    Auch
  • RS0127315">15 Os 137/16k
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 137/16k
    Auch; Beisatz: Wenn sich ein freisprechendes Urteil auf die Erörterung des (fehlenden) Verfolgungsrechts beschränkt und keine (Negativ-)Feststellungen zum Tatbestand oder zur Täterschaft trifft, ist es zur erfolgreichen Anfechtung nicht erforderlich, dass die Staatsanwaltschaft ? neben dem Aufzeigen des erstgerichtlichen Rechtsfehlers ? zusätzlich Feststellungsmängel hinsichtlich fehlender Tatbestandselemente geltend macht oder entsprechende Beweisanträge in der Hauptverhandlung stellt und deren Abweisung mit Verfahrensrüge (Z4) bekämpft. (T6)
  • RS0127315">13 Os 117/16d
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 117/16d
    Auch
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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