RS OGH 2026/3/24 13Os143/11w; 12Os102/12k; 14Os88/13t; 15Os50/13m; 13Os23/14b (13Os26/14v); 15Os12/1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.03.2026
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Norm

StGB §107b Abs1
  1. StGB § 107b heute
  2. StGB § 107b gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  3. StGB § 107b gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Tatbestandsmäßigkeit nach § 107b StGB ist stets eine einzelfallbezogene Gesamtbetrachtung der Faktoren Dauer, Dichte und Intensität der Gewaltausübung vorzunehmen, womit eine besonders starke Ausprägung eines dieser Faktoren unter dem Aspekt der Subsumtion eine Reduktion des Gewichts der beiden übrigen Faktoren zulässt.Bei der Beurteilung der Tatbestandsmäßigkeit nach Paragraph 107 b, StGB ist stets eine einzelfallbezogene Gesamtbetrachtung der Faktoren Dauer, Dichte und Intensität der Gewaltausübung vorzunehmen, womit eine besonders starke Ausprägung eines dieser Faktoren unter dem Aspekt der Subsumtion eine Reduktion des Gewichts der beiden übrigen Faktoren zulässt.

Entscheidungstexte

  • RS0127377">13 Os 143/11w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2011 13 Os 143/11w
  • RS0127377">12 Os 102/12k
    Entscheidungstext OGH 11.04.2013 12 Os 102/12k
  • RS0127377">14 Os 88/13t
    Entscheidungstext OGH 09.07.2013 14 Os 88/13t
    Vgl auch
  • RS0127377">15 Os 50/13m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 50/13m
  • RS0127377">13 Os 23/14b
    Entscheidungstext OGH 05.06.2014 13 Os 23/14b
  • RS0127377">15 Os 12/15a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2015 15 Os 12/15a
  • RS0127377">12 Os 138/14g
    Entscheidungstext OGH 05.03.2015 12 Os 138/14g
  • RS0127377">13 Os 148/15m
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 148/15m
    Beisatz: Beschimpfungen, Erniedrigungen und Drohungen unterfallen nur dann dem Misshandlungsbegriff des § 107b Abs 2 StGB, wenn sie als strafbare Handlungen gegen die Freiheit (mit Ausnahme solcher nach §§ 107a, 108 und 110 StGB) zu qualifizieren wären. (T1)
    Beisatz: Die „umfassende Kontrolle des Verhaltens“ und die „erhebliche Einschränkung der autonomen Lebensführung“ der verletzten Person sind zwei rechtlich gleichwertige Tatbestandsvarianten, die einander teilweise überlappen, also dogmatisch nicht streng voneinander zu trennen sind. Insgesamt zielen beide Varianten des § 107b Abs 3 Z 2 StGB auf eine massive Beschränkung der Selbstbestimmungsfreiheit, die an verschiedensten Parametern zu messen ist. Darunter fallen beispielsweise die freie Wahl des sozialen Umfelds, des Familienstands, des Aufenthalts, des äußeren Erscheinungsbildes und dergleichen. (T2)
  • RS0127377">13 Os 23/17g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 23/17g
    Vgl
  • RS0127377">11 Os 6/18v
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 6/18v
  • RS0127377">12 Os 112/17p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2018 12 Os 112/17p
    Auch
  • RS0127377">13 Os 135/17b
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 135/17b
  • RS0127377">11 Os 63/18a
    Entscheidungstext OGH 28.08.2018 11 Os 63/18a
    Beis wie T2; Beisatz: Die Qualifikation des § 107b Abs 3 Z 2 StGB verlangt über die bereits für den Grundtatbestand des § 107b Abs 1 StGB erforderliche Eignung der Gewalthandlungen, die Lebensführungsfreiheit des Opfers gravierend zu beeinträchtigen, hinausgehende Folgen dahingehend, dass das Opfer dem Täter im Sinn eines (das ganze Leben nach dem Täter ausrichtenden) Abhängigkeitsverhältnisses willenlos unterworfen ist. (T3)
  • RS0127377">13 Os 138/18w
    Entscheidungstext OGH 16.01.2019 13 Os 138/18w
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • RS0127377">11 Os 92/19t
    Entscheidungstext OGH 03.09.2019 11 Os 92/19t
    Vgl
  • RS0127377">12 Os 83/19a
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 83/19a
    Vgl
  • 12 Os 93/19x
    Entscheidungstext OGH 31.12.2019 12 Os 93/19x
    Vgl
  • RS0127377">15 Os 21/20g
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 15 Os 21/20g
    Vgl
  • RS0127377">13 Os 83/20k
    Entscheidungstext OGH 13.01.2021 13 Os 83/20k
  • 15 Os 39/22g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2022 15 Os 39/22g
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0127377">15 Os 114/22m
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 114/22m
    Vgl
  • RS0127377">14 Os 59/23t
    Entscheidungstext OGH 01.08.2023 14 Os 59/23t
    vgl
  • RS0127377">12 Os 114/23s
    Entscheidungstext OGH 19.10.2023 12 Os 114/23s
    vgl
  • RS0127377">15 Os 4/24p
    Entscheidungstext OGH 11.03.2024 15 Os 4/24p
    vgl
  • RS0127377">11 Os 6/24b
    Entscheidungstext OGH 12.03.2024 11 Os 6/24b
    vgl
  • RS0127377">12 Os 59/24d
    Entscheidungstext OGH 27.06.2024 12 Os 59/24d
    vgl
  • RS0127377">11 Os 108/24b
    Entscheidungstext OGH 26.11.2024 11 Os 108/24b
  • RS0127377">11 Os 122/24m
    Entscheidungstext OGH 21.01.2025 11 Os 122/24m
    vgl
  • RS0127377">15 Os 6/25h
    Entscheidungstext OGH 04.03.2025 15 Os 6/25h
    vgl
  • RS0127377">12 Os 145/25b
    Entscheidungstext OGH 24.03.2026 12 Os 145/25b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127377

Im RIS seit

23.01.2012

Zuletzt aktualisiert am

17.04.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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