RS Vwgh 2025/6/4 Ra 2024/20/0149

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Veröffentlicht am 04.06.2025
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §20 Abs1
AsylG 2005 §20 Abs2
B-VG Art133 Abs4
VwGG §28 Abs3
VwGG §34 Abs1
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2024/20/0150

Rechtssatz

Die Revisionswerberinnen machen zur Begründung der Zulässigkeit ihrer Revisionen einen Verstoß gegen § 20 Abs. 1 AsylG 2005 geltend, weil ihre Einvernahmen vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl unter Beiziehung eines männlichen Dolmetschers erfolgt seien. Das BVwG hätte die Rechtssache daher zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an die erstinstanzliche Behörde zurückzuverweisen gehabt. Die Einvernahme der Revisionswerberinnen vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl erfolgte durch einen weiblichen Organwalter unter Beiziehung eines männlichen Dolmetschers (zur Notwendigkeit der Beiziehung eines Dolmetschers desselben Geschlechts aufgrund des § 20 Abs. 1 AsylG 2005, wenn nichts Gegenteiliges verlangt wird, vgl. VwGH 19.5.2022, Ra 2021/19/0325, mwN). Jedoch kann ein vor der Verwaltungsbehörde unterlaufener Verfahrensfehler durch ein ordnungsgemäß vor dem VwG geführtes Beschwerdeverfahren saniert werden (vgl. VwGH 6.9.2018, Ra 2018/18/0191, mwN). Eine Heilung des in den Revisionen beanstandeten Verfahrensmangels ist im vorliegenden Fall durch die im Einklang mit § 20 Abs. 2 AsylG 2005 von einer Richterin - im Beisein einer Dolmetscherin - geführten verwaltungsgerichtlichen Verfahren erfolgt.Die Revisionswerberinnen machen zur Begründung der Zulässigkeit ihrer Revisionen einen Verstoß gegen Paragraph 20, Absatz eins, AsylG 2005 geltend, weil ihre Einvernahmen vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl unter Beiziehung eines männlichen Dolmetschers erfolgt seien. Das BVwG hätte die Rechtssache daher zur neuerlichen Verhandlung und Entscheidung an die erstinstanzliche Behörde zurückzuverweisen gehabt. Die Einvernahme der Revisionswerberinnen vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl erfolgte durch einen weiblichen Organwalter unter Beiziehung eines männlichen Dolmetschers (zur Notwendigkeit der Beiziehung eines Dolmetschers desselben Geschlechts aufgrund des Paragraph 20, Absatz eins, AsylG 2005, wenn nichts Gegenteiliges verlangt wird, vergleiche VwGH 19.5.2022, Ra 2021/19/0325, mwN). Jedoch kann ein vor der Verwaltungsbehörde unterlaufener Verfahrensfehler durch ein ordnungsgemäß vor dem VwG geführtes Beschwerdeverfahren saniert werden vergleiche VwGH 6.9.2018, Ra 2018/18/0191, mwN). Eine Heilung des in den Revisionen beanstandeten Verfahrensmangels ist im vorliegenden Fall durch die im Einklang mit Paragraph 20, Absatz 2, AsylG 2005 von einer Richterin - im Beisein einer Dolmetscherin - geführten verwaltungsgerichtlichen Verfahren erfolgt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2024200149.L01

Im RIS seit

03.07.2025

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2025
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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