RS Vfgh 2023/3/9 E3309/2022, E2185/2022, E2830/2022, E116/2023, E2149/2023, E3857/2023, E715/2023

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Veröffentlicht am 09.03.2023
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Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
VwGVG §29
VfGG §7 Abs2
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Verletzung in verfassungsgesetzlichen gewährleisteten Rechten mangels zeitnaher schriftlicher Ausfertigung der mündlich verkündeten Entscheidung

Rechtssatz

Die schriftliche Ausfertigung der am 05.11.2021 mündlich verkündeten Entscheidung erfolgte am 21.10.2022 und somit 11 Monate nach der mündlichen Verkündung. Eine derart lange Zeitspanne zwischen mündlicher Verkündung und schriftlicher Ausfertigung der Entscheidung, für die im Beschwerdeverfahren auch keine besonderen Umstände hervorgekommen sind, welche diese Verzögerung rechtfertigen könnten, widerspricht jedenfalls der Pflicht zu einer möglichst zeitnahen schriftlichen Ausfertigung und somit den rechtsstaatlichen Anforderungen an die Begründung gerichtlicher Entscheidungen.

(Vgl auch E v 29.11.2022, E2185/2022: Abweisung der Schubhaftbeschwerde – acht Monate zwischen mündlicher Verkündung und Ausfertigung;

E v 09.03.2023, E2830/2022: Abweisung der Schubhaftbeschwerde – fast sieben Monate zwischen mündlicher Verkündung und Ausfertigung;

E v 12.06.2023, E116/2023: Abweisung des Antrages auf Verlängerung des Aufenthaltstitels;

E v 28.11.2023, E2149/2023: Abweisung der Schubhaftbeschwerde – beinahe 28 Monate zwischen mündlicher Verkündung und Ausfertigung;

E v 26.02.2024, E3857/2023: Abweisung einer Beschwerde gegen die Vorschreibung von Rechtsanwaltskammerbeiträgen – drei Jahre und 10 Monate zwischen mündlicher Verkündung und Ausfertigung).

E v 19.09.2023, E715/2023: Abweisung einer Beschwerde gegen die Nichtzuerkennung von internationalem Schutz mehr als 9 Monate zwischen mündlicher Verkündung und Ausfertigung;

Entscheidungstexte

Schlagworte

Verhandlung mündliche, Entscheidungsverkündung, Rechtsschutz, Rechtsstaatsprinzip, Verwaltungsgerichtsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2023:E3309.2022

Zuletzt aktualisiert am

11.09.2024
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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