RS OGH 2023/4/20 2Ob49/21a; 2Ob57/23f

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.04.2021
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Norm

ÄrzteG §49
KAKuG §8 Abs2
  1. KAKuG § 8 heute
  2. KAKuG § 8 gültig ab 29.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2024
  3. KAKuG § 8 gültig von 16.01.2019 bis 28.03.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2019
  4. KAKuG § 8 gültig von 01.07.2018 bis 15.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  5. KAKuG § 8 gültig von 24.02.2016 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2016
  6. KAKuG § 8 gültig von 30.12.2011 bis 23.02.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2011
  7. KAKuG § 8 gültig von 30.07.2011 bis 29.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2011
  8. KAKuG § 8 gültig von 17.12.2009 bis 29.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2009
  9. KAKuG § 8 gültig von 27.07.2006 bis 16.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2006
  10. KAKuG § 8 gültig von 30.04.2004 bis 26.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2004
  11. KAKuG § 8 gültig von 01.07.2001 bis 29.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2001
  12. KAKuG § 8 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  13. KAKuG § 8 gültig von 10.01.2001 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2001
  14. KAKuG § 8 gültig von 09.08.2000 bis 09.01.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2000
  15. KAKuG § 8 gültig von 01.01.1997 bis 08.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 751/1996

Rechtssatz

Der Patient hat aus dem Behandlungsvertrag ein Recht auf Behandlung nach den anerkannten Methoden der medizinischen Wissenschaft.

Entscheidungstexte

  • RS0133608">2 Ob 49/21a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 2 Ob 49/21a
    Beisatz: Beim „Stand der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften“ handelt es sich um einen unbestimmten Begriff, dessen Bestimmung auf Tatsachenebene zu erfolgen hat. (T1)
    Beisatz: Die Ablehnung einer bestimmten Behandlungsmethode setzt eine sachliche Rechtfertigung voraus. Diese läge etwa vor, wenn die Methode nach der medizinisch-therapeutischen Einschätzung eines vom Krankenhausträger beschäftigten Facharztes nach seiner Sachkunde und Erfahrung als nicht zielführend erachtet wird und darin innerhalb des Rahmens des medizinischen Kalküls auch keine Verkennung der Sachlage liegt. (T2); Veröff: SZ 2021/44
  • RS0133608">2 Ob 57/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.04.2023 2 Ob 57/23f
    vgl; Beisatz wie T2: Lehnt ein Krankenhausträger eine bestimmte Behandlungsmethode ab, setzt dies eine sachliche Rechtfertigung voraus. (T3)
    Beisatz: Ob eine sachliche Rechtfertigung vorliegt, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab und stellt regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T4)
    Beisatz: Hier: Geltend gemachter Anspruch auf eine Behandlung mit einem bestimmten Medikament. (T5)
    Beisatz: Aus dem Gesetz lässt sich ein Anspruch auf einen bestimmten Inhalt des Behandlungsvertrags und insbesondere ein Anspruch auf eine bestimmte Behandlungsmethode nicht ableiten. (T6)
    Anm: Vgl bereits 9 Ob 32/12i.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2021:RS0133608

Im RIS seit

10.06.2021

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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