RS OGH 2025/9/9 11Os60/19m; 13Os71/19v; 12Os145/24a; 11Os150/24d; 11Os13/25h; 11Os59/25y; 14Os71/25k

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.06.2019
beobachten
merken

Norm

StGB §28
StGB §61
StGB §67
StGB §207a Abs3
  1. StGB § 207a heute
  2. StGB § 207a gültig ab 01.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2023
  3. StGB § 207a gültig von 01.09.2017 bis 30.11.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2017
  4. StGB § 207a gültig von 01.01.2016 bis 31.08.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  5. StGB § 207a gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  6. StGB § 207a gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  7. StGB § 207a gültig von 01.05.2004 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  8. StGB § 207a gültig von 01.10.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  9. StGB § 207a gültig von 01.03.1997 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  10. StGB § 207a gültig von 01.10.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 622/1994

Rechtssatz

Mehrere Begehungsformen eines alternativen Mischdelikts können - weil sie eine strafbare Handlung bilden - nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen.

Verschafft sich der Täter eine verpönte Darstellung (als Tatobjekt des § 207a Abs 3 erster Satz StGB) und besitzt er sie anschließend, wird diese  - eine strafbare Handlung begründende - eine Tat demnach bis zu dem Zeitpunkt begangen (§ 67 Abs 1 StGB), in dem der Besitz endet.Verschafft sich der Täter eine verpönte Darstellung (als Tatobjekt des Paragraph 207 a, Absatz 3, erster Satz StGB) und besitzt er sie anschließend, wird diese  - eine strafbare Handlung begründende - eine Tat demnach bis zu dem Zeitpunkt begangen (Paragraph 67, Absatz eins, StGB), in dem der Besitz endet.

Erstreckt sich die Tat über den zeitlichen Geltungsbereich verschiedener Normenlagen, ist das für den Günstigkeitsvergleich (§ 61 StGB) maßgebliche Tatzeitrecht jenes, das zu dem Zeitpunkt in Geltung stand, als sie zuletzt begangen wurde.Erstreckt sich die Tat über den zeitlichen Geltungsbereich verschiedener Normenlagen, ist das für den Günstigkeitsvergleich (Paragraph 61, StGB) maßgebliche Tatzeitrecht jenes, das zu dem Zeitpunkt in Geltung stand, als sie zuletzt begangen wurde.

Entscheidungstexte

  • RS0132692">11 Os 60/19m
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 11 Os 60/19m
  • RS0132692">13 Os 71/19v
    Entscheidungstext OGH 13.11.2019 13 Os 71/19v
    Beisatz: Nur: Alternative - also rechtlich gleichwertige - Tatbestandsvarianten können nicht in (Konkurrenz oder) Scheinkonkurrenz zueinander stehen. (T1)
  • RS0132692">12 Os 145/24a
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 145/24a
    vgl
  • RS0132692">11 Os 150/24d
    Entscheidungstext OGH 01.04.2025 11 Os 150/24d
    vgl
  • RS0132692">11 Os 13/25h
    Entscheidungstext OGH 06.05.2025 11 Os 13/25h
    vgl
  • RS0132692">11 Os 59/25y
    Entscheidungstext OGH 09.09.2025 11 Os 59/25y
    vgl
  • RS0132692">14 Os 71/25k
    Entscheidungstext OGH 04.09.2025 14 Os 71/25k
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2019:RS0132692

Im RIS seit

07.08.2019

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten