TE Bvwg Erkenntnis 2018/7/17 W124 2200231-1

JUSLINE Entscheidung

Veröffentlicht am 17.07.2018
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Entscheidungsdatum

17.07.2018

Norm

AsylG 2005 §3 Abs1
AsylG 2005 §33 Abs1 Z3
AsylG 2005 §57
AsylG 2005 §8 Abs1
B-VG Art.133 Abs4
  1. AsylG 2005 § 33 heute
  2. AsylG 2005 § 33 gültig ab 01.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2016
  3. AsylG 2005 § 33 gültig von 01.01.2014 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  4. AsylG 2005 § 33 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  5. AsylG 2005 § 33 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  6. AsylG 2005 § 33 gültig von 01.07.2008 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. AsylG 2005 § 33 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008
  1. AsylG 2005 § 57 heute
  2. AsylG 2005 § 57 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. AsylG 2005 § 57 gültig von 20.07.2015 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2015
  4. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.01.2014 bis 19.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  5. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  6. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  7. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.07.2008 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  10. AsylG 2005 § 57 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008
  1. AsylG 2005 § 8 heute
  2. AsylG 2005 § 8 gültig ab 01.03.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2025
  3. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 28.02.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  5. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  6. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  7. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Spruch

W124 2200231-1/3E

IM NAMEN DER REPUBLIK!

Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Mag. Felseisen über die Beschwerde von XXXX , geb. XXXX , StA. Indien, vertreten durch XXXX , gegen den Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom XXXX , zu Recht erkannt:Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Mag. Felseisen über die Beschwerde von römisch 40 , geb. römisch 40 , StA. Indien, vertreten durch römisch 40 , gegen den Bescheid des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl vom römisch 40 , zu Recht erkannt:

A) Die Beschwerde wird gemäß §§ 3 Abs. 1, 8 Abs. 1 AsylG iVm § 33 Abs. 1 Z 3 AsylG und § 57 AsylG als unbegründet abgewiesen.A) Die Beschwerde wird gemäß Paragraphen 3, Absatz eins, 8, Absatz eins, AsylG in Verbindung mit Paragraph 33, Absatz eins, Ziffer 3, AsylG und Paragraph 57, AsylG als unbegründet abgewiesen.

B) Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig.B) Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig.

Text

ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE:

I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang:

1. Der Beschwerdeführer (nunmehr BF), ein Staatsangehöriger von Indien, stellte sich am XXXX ohne Dokumente der Einreisekontrolle bei den "D-Gates". Im Zuge der Amtshandlung gab der BF an, dass der BF nicht in sein Heimatland zurückreisen könne und um Asyl ansuchen wolle.1. Der Beschwerdeführer (nunmehr BF), ein Staatsangehöriger von Indien, stellte sich am römisch 40 ohne Dokumente der Einreisekontrolle bei den "D-Gates". Im Zuge der Amtshandlung gab der BF an, dass der BF nicht in sein Heimatland zurückreisen könne und um Asyl ansuchen wolle.

2. Am XXXX stellte der BF einen Antrag auf internationalen Schutz mit der Begründung, dass er eine Affäre mit einem muslimischen Mädchen gehabt habe. Ihre Familie habe dies erfahren und habe den BF umbringen wollen. Aus diesem Grund habe er sein Heimatland verlassen. Er befürchte daher bei einer Rückkehr umgebracht zu werden.2. Am römisch 40 stellte der BF einen Antrag auf internationalen Schutz mit der Begründung, dass er eine Affäre mit einem muslimischen Mädchen gehabt habe. Ihre Familie habe dies erfahren und habe den BF umbringen wollen. Aus diesem Grund habe er sein Heimatland verlassen. Er befürchte daher bei einer Rückkehr umgebracht zu werden.

Im Fall einer Rückkehr befürchte dieser von den Muslimen umgebracht zu werden. Er habe eine Affäre mit einem muslimischen Mädchen gehabt. Die Familie habe davon erfahren und habe man den BF deswegen umbringen wollen. Aus diesem Grunde habe der BF Indien verlassen.

Er sei direkt von Indien nach Österreich geflogen und am XXXX angekommen. Seinen Reispass mit dem Visum habe er in dem ankommenden Flugzeug vergessen. Zwei Tage habe er sich am Flughafen im Transit aufgehalten und habe im Zuge der Einreisekontrolle einen Asylantrag gestellt.Er sei direkt von Indien nach Österreich geflogen und am römisch 40 angekommen. Seinen Reispass mit dem Visum habe er in dem ankommenden Flugzeug vergessen. Zwei Tage habe er sich am Flughafen im Transit aufgehalten und habe im Zuge der Einreisekontrolle einen Asylantrag gestellt.

3. Am XXXX erfolgte im Beisein seines Rechtsberaters eine niederschriftliche Einvernahme im Zulassungsverfahren vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (nunmehr BFA), welche folgenden Verlauf nahm:3. Am römisch 40 erfolgte im Beisein seines Rechtsberaters eine niederschriftliche Einvernahme im Zulassungsverfahren vor dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (nunmehr BFA), welche folgenden Verlauf nahm:

"...........

LA: Haben Sie im bisherigen Verfahren, insbesondere in der polizeilichen Erstbefragung am XXXX wahrheitsgemäße Angaben gemacht und wurde Ihnen diese rückübersetzt und korrekt protokolliert?LA: Haben Sie im bisherigen Verfahren, insbesondere in der polizeilichen Erstbefragung am römisch 40 wahrheitsgemäße Angaben gemacht und wurde Ihnen diese rückübersetzt und korrekt protokolliert?

VP: Ich habe nur die Wahrheit gesagt. Ich habe nur die Hindi-Erstbefragung nicht so gut verstanden.

LA: Wurde Ihnen diese Erstbefragung rückübersetzt und wurde alles korrekt protokolliert?

VP: Nein, es wurde nicht rückübersetzt.

Nach Hinweis darauf, dass Erstbefragungen im Sondertransit immer rückübersetzt werden, was die VP ja auch mit ihrer Unterschrift des Protokolls vom XXXX bestätigte gibt die VP an: Es ist schon lange her und ich erinnere mich nicht genau, vielleicht hat das Mädchen das rückübersetzt. Die Dolmetscherin war ein Mädchen.Nach Hinweis darauf, dass Erstbefragungen im Sondertransit immer rückübersetzt werden, was die VP ja auch mit ihrer Unterschrift des Protokolls vom römisch 40 bestätigte gibt die VP an: Es ist schon lange her und ich erinnere mich nicht genau, vielleicht hat das Mädchen das rückübersetzt. Die Dolmetscherin war ein Mädchen.

LA: Wo konkret wurden Sie geboren?

VP: Das Dorf heißt XXXX , Bezirk XXXX , nahe der Stadt XXXX . Geboren bin ich im Dorf XXXX .VP: Das Dorf heißt römisch 40 , Bezirk römisch 40 , nahe der Stadt römisch 40 . Geboren bin ich im Dorf römisch 40 .

LA: Bitte nennen Sie chronologisch Ihre sämtlichen Wohnadressen in Indien?

VP: Bis zur Ausreise war ich immer nur ununterbrochen in meinem Dorf XXXX aufhältig.VP: Bis zur Ausreise war ich immer nur ununterbrochen in meinem Dorf römisch 40 aufhältig.

Befragt nach Straßennamen und Hausnummern in XXXX , Straßennamen haben wir dort nicht, unsere Hausnummer ist XXXX . Jedes Jahr wechseln die Hausnummern dort gewechselt, als ich ausreiste, war unsere Hausnummer XXXX .Befragt nach Straßennamen und Hausnummern in römisch 40 , Straßennamen haben wir dort nicht, unsere Hausnummer ist römisch 40 . Jedes Jahr wechseln die Hausnummern dort gewechselt, als ich ausreiste, war unsere Hausnummer römisch 40 .

LA: Haben Sie Zeit Ihres Lebens im selben Gebäude gewohnt?

VP: Ja, immer im selben Haus.

Befragt, worum es sich bei der Adresse in XXXX handelt gebe ich an, um mein Elternhaus.Befragt, worum es sich bei der Adresse in römisch 40 handelt gebe ich an, um mein Elternhaus.

LA: Wer bewohnt Ihr Elternhaus jetzt noch?

VP: Meine Mutter, mein Vater und meine zwei Brüder XXXX . Meine Schwester ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann.VP: Meine Mutter, mein Vater und meine zwei Brüder römisch 40 . Meine Schwester ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann.

LA: Wann konkret verließen Sie Ihr Elternhaus in XXXX letztmals?LA: Wann konkret verließen Sie Ihr Elternhaus in römisch 40 letztmals?

VP: Am XXXX war ich hier in Österreich und 5 oder 6 Monate davor verließ ich meinen Heimatort.VP: Am römisch 40 war ich hier in Österreich und 5 oder 6 Monate davor verließ ich meinen Heimatort.

LA: In welchem Monat verließen Sie Ihren Heimatort?

VP: Anfang Jänner XXXX .VP: Anfang Jänner römisch 40 .

LA: Wann konkret verließen Sie dann Indien letztmals?

VP: 1-2 Tage vor meiner Einreise nach Österreich.

LA: Zwischen dem Weggang XXXX und Ihrer Ausreise aus Indien, wo hielten Sie sich da auf?LA: Zwischen dem Weggang römisch 40 und Ihrer Ausreise aus Indien, wo hielten Sie sich da auf?

VP: 15-20 Tage in XXXX , 1 Monat in XXXX und den Rest der Zeit in XXXX .VP: 15-20 Tage in römisch 40 , 1 Monat in römisch 40 und den Rest der Zeit in römisch 40 .

LA: Wo wohnten Sie jeweils in diesen 3 Städten?

VP: Im Hotel immer.

LA: Diese Monate in Hotels müssen sehr kostspielig gewesen sein. Woher hatten Sie das Geld?

VP: Von meiner Familie. Ca. 500,- Rupien pro Nacht.

LA: Warum wechselten Sie die Orte, also XXXX jeweils und blieben nicht an einem Ort?LA: Warum wechselten Sie die Orte, also römisch 40 jeweils und blieben nicht an einem Ort?

VP: Meine Feinde hatten mich in XXXX ausfindig gemacht.VP: Meine Feinde hatten mich in römisch 40 ausfindig gemacht.

LA: Nächtigten Sie bis zum Verlassen XXXX Anfang Jänner XXXX durchgehend in Ihrem Elternhaus und hielten sich dort auf?LA: Nächtigten Sie bis zum Verlassen römisch 40 Anfang Jänner römisch 40 durchgehend in Ihrem Elternhaus und hielten sich dort auf?

VP: Ja, ich war bis zuletzt dort.

LA: Sie verließen Indien 1-2 Tage vor Ihrer Ankunft am hiesigen Flughafen. Nennen Sie bitte Ihre Reiseroute?

VP: Ich hatte den Pass und das Ticket und von dort flog ich da her.

Befragt, warum ich nicht weiß, ob das einen oder zwei Tage dauerte, weil ich in der Nacht im Flieger eingestiegen bin und als ich nach Österreich kam, war es auch Nacht.

LA: Grundsätzlich, können Sie Zeiträume wahrnehmen?

VP: Ja.

LA: Wie lange also dauerte der Flug?

VP: Weiß ich nicht. Befragt nach dem Grund dafür, weil ich das erste Mal geflogen bin. Darum weiß ich es nicht.

LA: Erfolgte die Ausreise aus Indien legal oder illegal?

VP: Legal mit meinem Reisepass und meinem Ticket.

Befragt, ob ich ein Visum hatte, ich schaute nicht nach. Der Schlepper gab mir 4-5 Seiten, die zusammengeheftet waren.

Befragt, der Pass war aber schon mein eigener.

VO: Sie wurden in der Erstbefragung dezidiert gefragt, ob Sie einen Schlepper hatten, was Sie verneinten?

VP: Das stimmt.

Nachgefragt, mein Vater organisierte alles. Ich habe nur die Flugkarte bezahlt. Den Rest mein Vater.

VO: Zuvor sagten Sie wörtlich, dass Ihnen der Schlepper 4-5 zusammengeheftete Seiten gegeben hat?

VP: Das Wort Schlepper ist das einzige Wort, das ich dafür kenne. Wir sagen auch Schlepper zu den Leuten, die Flugkarten verkaufen.

LA: Sie sagten aber vorher "Schlepper", als Sie nach einem Visum gefragt wurden und nicht nach dem Flugticket?

VP: Stimmt.

LA: Welchen Glauben praktizieren Sie und welcher Volksgruppe gehören Sie an?

VP: Ich bin Hindu und von der XXXX .VP: Ich bin Hindu und von der römisch 40 .

LA: Bisher traten Sie im Asylverfahren als Sikh auf?

VP: Ich sagte heute eh auch, ich bin Sikh und sagte ich heute nicht, dass ich Hindu bin.

VO: Ich habe selbst gerade nur das Wort Hindu in Ihrer Antwort wahrgenommen, nicht aber das Wort Sikh?

VP: Ich bin aber Sikh.

Anmerkung: Hinweis auf die Wahrheitsverpflichtung.

VP: Die Frage war, ob ich Hindu oder Sikh bin und ich bin Sikh.

LA: Wie ist Ihr Familienstand?

VP: Ich bin ledig und habe keine Kinder.

LA: Waren Sie je in irgendeiner Form politisch aktiv?

VP: Überhaupt gar nicht.

LA: Sind Sie strafrechtlich unbescholten, hatten je Probleme mit den Behörden oder dem Gesetz Indiens?

VP: Ich bin unbescholten. Solche Probleme hatte ich nie.

LA: Welche Schulbildung und Berufserfahrungen haben Sie - bitte zählen Sie chronologisch auf?

VP: Ich bin Handwerker. Ich besuchte 8 Jahre die Grundschule und habe danach als Handwerker gearbeitet im Bau, also ich Bauhilfsarbeiter.

LA: Wie kamen Sie zu Ihren Jobs/Aufträgen?

VP: Ich hatte einen Chef und der gab mir Aufträge.

Befragt nach meinem Circa-Verdienst sage ich, ich war noch in der Lehre und verdiente darum wenig, ca. 300,- Rupien pro Tag. Ich arbeitete nicht täglich.

LA: Wann war Ihr letzter Arbeitstag in Indien?

VP: Im XXXX .VP: Im römisch 40 .

LA: Arbeiteten Sie da immer in der Gegend von XXXX , oder auch woanders in Indien?LA: Arbeiteten Sie da immer in der Gegend von römisch 40 , oder auch woanders in Indien?

VP: Ich arbeitete in meinem Dorf und in den Nachbardörfern.

LA: Auf welcher Baustelle arbeiteten Sie an Ihrem letzten Arbeitstag?

VP: Im Dorf XXXX . Nachgefragt, wir bauten ein Gebäude.VP: Im Dorf römisch 40 . Nachgefragt, wir bauten ein Gebäude.

LA: Wovon leben Ihre Eltern und Ihre 2 Brüder?

VP: Arbeiten als Landwirte auf unserem eigenen Land. Nachgefragt, wir haben 2,5 Killa in XXXX .VP: Arbeiten als Landwirte auf unserem eigenen Land. Nachgefragt, wir haben 2,5 Killa in römisch 40 .

LA: Sie haben Ihre Eltern, zwei Brüder und eine verheiratete Schwester in Indien. Welche Verwandten Ihrerseits leben sonst noch in Indien und wo konkret?

VP: Nur noch einen Onkel und drei Tanten väterlicherseits.

Der Onkel wohnt in XXXX und die Tanten woanders im Punjab.Der Onkel wohnt in römisch 40 und die Tanten woanders im Punjab.

LA: Wie versteht sich Ihre Verwandtschaft untereinander?

VP: Alle verstehen sich gut.

LA: Wann begann das Problem, wegen dem Sie letztendlich Indien verließen?

VP: Im Dezember XXXX , da wurde ich schikaniert und darum habe ich im Jänner mein Wohnhaus verlassen.VP: Im Dezember römisch 40 , da wurde ich schikaniert und darum habe ich im Jänner mein Wohnhaus verlassen.

LA: Mit wie vielen Personen haben Sie in Indien Probleme?

VP: Fünf Personen.

Die vier Brüder und der Vater meiner Freundin.

LA: Nennen Sie bitte deren Namen?

VP: Weiß ich nicht. Sie heißen so anders.

Befragt, was ich mit "so anders" meine, wie Moslems. XXXX und so. Ich merke mir die Namen auch nicht. Ich sah diese Leute ja auch nur zweimal in meinem Leben, weil ich zumeist arbeitete.Befragt, was ich mit "so anders" meine, wie Moslems. römisch 40 und so. Ich merke mir die Namen auch nicht. Ich sah diese Leute ja auch nur zweimal in meinem Leben, weil ich zumeist arbeitete.

LA: Wann konkret waren diese zwei Begegnungen zwischen Ihnen und diesen Personen?

VP: Das zweite Mal war im XXXX und wann das erste Mal war, das kann ich nicht genau sagen. Glaublich war das sechs Monate vor der zweiten Bedrohung.VP: Das zweite Mal war im römisch 40 und wann das erste Mal war, das kann ich nicht genau sagen. Glaublich war das sechs Monate vor der zweiten Bedrohung.

LA: Wie viele Bedrohungen Ihrer Person fanden insgesamt in Indien statt?

VP: Nur zwei. Das erste Mal war sechs Monate vorher und beim zweiten Mal im XXXX haben die mich sogar geschlagen.VP: Nur zwei. Das erste Mal war sechs Monate vorher und beim zweiten Mal im römisch 40 haben die mich sogar geschlagen.

LA: Was war 6 Monate vor dem Vorfall im XXXX ?LA: Was war 6 Monate vor dem Vorfall im römisch 40 ?

VP: Das erste Mal war verbal und ich nahm es nicht so ernst und beim zweiten Mal haben die mich auch geschlagen.

LA: Verstehe ich das richtig: Im XXXX wurden Sie geschlagen. Sechs Monate davor wurden Sie verbal bedroht und sonst gab es keine Begegnungen zwischen Ihnen und den Verfolgern?LA: Verstehe ich das richtig: Im römisch 40 wurden Sie geschlagen. Sechs Monate davor wurden Sie verbal bedroht und sonst gab es keine Begegnungen zwischen Ihnen und den Verfolgern?

VP: Korrekt. Aber sie versuchten, mich zu finden, aber ich flüchtete immer vorher schon.

..................................

LA: Haben Sie in Österreich familiäre oder private Bezugspunkte?

VP: Beides nein.

Befragt nach dem Grund dafür, dass Österreich mein Zielland war gebe ich an, ich wusste nicht, wohin ich fliege. Er gab mir das Ticket und ich flog hierher.

LA: Sie sagten doch, Sie kauften selbst das Flugticket?

VP: Mein Vater zahlte die Flugkarte und ich holte das Ticket nur ab.

LA: Fragten Sie Ihren Vater nicht nach dem Zielland?

VP: Nein. Der Schlepper gab mir die Flugkarte und ich flog her.

LA: Nennen Sie nun bitte detailliert und in Ihren eigenen Worten alle Ihre Fluchtgründe, sodass ich mir ein Bild davon machen kann? Sie haben hierzu ausreichend Zeit.

VP: Mein Leben war dort von den Brüdern meiner Freundin gefährdet und darum verließ ich Indien.

LA: Das ist sehr einsilbig. Bitte schildern Sie im Detail Ihre Probleme - also womit begann es, was passierte wann usw.?

VP: Seit 4-5 Jahren kenne ich das Mädchen und dann verliebten wir uns. Ihre Familie kam darauf, dass wir miteinander ausgehen. Zuerst haben sie mir mündlich gesagt, ich soll damit aufhören. Das zweite Mal haben die mich geschlagen. Darum musste ich mein Haus verlassen und fliehen. Danach habe ich mich in XXXX aufgehalten.VP: Seit 4-5 Jahren kenne ich das Mädchen und dann verliebten wir uns. Ihre Familie kam darauf, dass wir miteinander ausgehen. Zuerst haben sie mir mündlich gesagt, ich soll damit aufhören. Das zweite Mal haben die mich geschlagen. Darum musste ich mein Haus verlassen und fliehen. Danach habe ich mich in römisch 40 aufgehalten.

LA: Wie heißt dieses Mädchen?

VP: XXXX . Befragt nach ihrem Familiennamen, ich kennen nur ihren Vornamen. Den sagte sie mir nie.VP: römisch 40 . Befragt nach ihrem Familiennamen, ich kennen nur ihren Vornamen. Den sagte sie mir nie.

LA: Wie lernten Sie sich vor 4-5 Jahren kennen?

VP: In meinem Dorf.

Nochmals befragt, auf welche Weise ich XXXX kennenlernte, ich arbeitete. Bei dem, wo ich arbeitete, war der Sohn mein Freund. Eines Tages sagte er, dass ein Mädchen meine Telefonnummer haben möchte und ob er sie ihr geben soll, was ich bejahte.Nochmals befragt, auf welche Weise ich römisch 40 kennenlernte, ich arbeitete. Bei dem, wo ich arbeitete, war der Sohn mein Freund. Eines Tages sagte er, dass ein Mädchen meine Telefonnummer haben möchte und ob er sie ihr geben soll, was ich bejahte.

LA: Wann verliebten XXXX und Sie sich dann ineinander?LA: Wann verliebten römisch 40 und Sie sich dann ineinander?

VP: Als sie meine Nummer bekommen hatte, rief sie oft an und wir verliebten uns und trafen und dann auch.

Befragt nach der Dauer der Beziehung, ca. fünf Jahre.

LA: Aus welcher Familie kommt die XXXX ?LA: Aus welcher Familie kommt die römisch 40 ?

VP: Sie ist Moslem.

LA: Können Sie sonst etwas über XXXX Familie sagen?LA: Können Sie sonst etwas über römisch 40 Familie sagen?

VP: Sonst nichts. Ich interessierte mich auch nicht für ihre Familie, sondern für sie.

LA: Aber nicht für XXXX vollen Namen, den Sie ja nicht kennen?LA: Aber nicht für römisch 40 vollen Namen, den Sie ja nicht kennen?

VP: Sie sagte nur, dass sie XXXX heißt, sonst nichts. Ich fragte sie. Aber sie sagte, sie heißt nur XXXX .VP: Sie sagte nur, dass sie römisch 40 heißt, sonst nichts. Ich fragte sie. Aber sie sagte, sie heißt nur römisch 40 .

LA: Wo wohnt XXXX , was macht ihre Familie, was macht sie beruflich?LA: Wo wohnt römisch 40 , was macht ihre Familie, was macht sie beruflich?

VP: Sie wohnt bei sich zuhause.

Nachgefragt, sie arbeitet nicht und ihre Familie ist in der Landwirtschaft.

Befragt nach XXXX Wohnort gebe ich an, im Nachbardorf XXXX .Befragt nach römisch 40 Wohnort gebe ich an, im Nachbardorf römisch 40 .

LA: Waren Sie je bei ihr daheim?

VP: Nein.

Sie war auch nie bei mir, sondern wir trafen uns immer in der Stadt

XXXX .römisch 40 .

LA: Es erscheint merkwürdig, dass Sie ca. 5 Jahre mit XXXX zusammen waren und quasi nichts über sie wissen, nicht einmal ihren Familiennamen, oder die Namen ihrer Familienangehörigen?LA: Es erscheint merkwürdig, dass Sie ca. 5 Jahre mit römisch 40 zusammen waren und quasi nichts über sie wissen, nicht einmal ihren Familiennamen, oder die Namen ihrer Familienangehörigen?

VP: Mir war nur XXXX wichtig, das andere interessierte mich nicht.VP: Mir war nur römisch 40 wichtig, das andere interessierte mich nicht.

LA: Wann sahen Sie XXXX zum letzten Mal persönlich?LA: Wann sahen Sie römisch 40 zum letzten Mal persönlich?

VP: Lange her. Als ihre Brüder mir drohten, traf ich sie 10 Tage nachher nochmals, dann nicht mehr.

LA: Wie lief nun diese erste Bedrohung gegen Sie im Detail ab - was trug sich zu?

VP: Sie kamen zu mir.

Nachgefragt, wer kam, alle vier Brüder von XXXX . Sie kamen nach XXXX zum Dorfplatz, wo ich mit anderen Burschen saß. Dort drohten sie mir.Nachgefragt, wer kam, alle vier Brüder von römisch 40 . Sie kamen nach römisch 40 zum Dorfplatz, wo ich mit anderen Burschen saß. Dort drohten sie mir.

LA: Was sagten sie?

VP: "Wir sagen dir höflich, du sollst damit aufhören. Wenn du das nicht tust, werden wir dich töten."

LA: Wie reagierten Sie?

VP: Ich sagte, ich treffe XXXX nicht wieder.VP: Ich sagte, ich treffe römisch 40 nicht wieder.

Befragt nach der Reaktion von XXXX Brüdern, sie fuhren wieder weg.Befragt nach der Reaktion von römisch 40 Brüdern, sie fuhren wieder weg.

LA: Trafen Sie sich nachher noch einmal mit der XXXX ?LA: Trafen Sie sich nachher noch einmal mit der römisch 40 ?

VP: Nach 10-12 Tagen noch einmal.

Befragt, wie das im Detail ablief, von einem Freund hörte ich, dass ich XXXX am Basar treffen kann und ich ging hin.Befragt, wie das im Detail ablief, von einem Freund hörte ich, dass ich römisch 40 am Basar treffen kann und ich ging hin.

LA: Was taten Sie beide bei diesem Treffen, was wurde beredet usw.?

VP: Ich sagte ihr, dass ich von ihren Brüdern bedroht wurde und sie sagte, ich solle ihre Brüder nicht ernstnehmen. Ich solle sie weiter treffen, wenn ich sie liebe. Wir sagten uns, dass wir uns lieben und danach wurde ich von ihren Brüdern geschlagen.

LA: Wie kam es dazu, dass XXXX Brüder Sie dann schlugen?LA: Wie kam es dazu, dass römisch 40 Brüder Sie dann schlugen?

VP: Ich arbeiteten im Dorf XXXX und sie kamen hin und schlugen mich.VP: Ich arbeiteten im Dorf römisch 40 und sie kamen hin und schlugen mich.

Befragt, wann das war gebe ich an, im Dezember XXXX . Sie schlugen mich und drohten, mich umzubringen. Dann sagte mein Chef, ich darf nicht mehr arbeiten kommen.Befragt, wann das war gebe ich an, im Dezember römisch 40 . Sie schlugen mich und drohten, mich umzubringen. Dann sagte mein Chef, ich darf nicht mehr arbeiten kommen.

LA: Zwischen dem letzten Treffen Ihrerseits mit XXXX und diesen Schlägen lagen aber ca. 6 Monate laut ihnen?LA: Zwischen dem letzten Treffen Ihrerseits mit römisch 40 und diesen Schlägen lagen aber ca. 6 Monate laut ihnen?

VP: XXXX rief mich heimlich an und das wurde beobachtet.VP: römisch 40 rief mich heimlich an und das wurde beobachtet.

LA: Nun versicherten Sie und XXXX ca. 6 Monate vor Dezember XXXX gegenseitig ihre Liebe und treffen sich dann ca. 6 Monate nicht mehr. Warum?LA: Nun versicherten Sie und römisch 40 ca. 6 Monate vor Dezember römisch 40 gegenseitig ihre Liebe und treffen sich dann ca. 6 Monate nicht mehr. Warum?

VP: Die Familie ließ sie nirgends mehr alleine hingehen, sogar zum Basar wurde sie von ihren Brüdern begleitet.

LA: Wer aller kam, um sie auf der Baustelle zu schlagen?

VP: Die vier Brüder von XXXX .VP: Die vier Brüder von römisch 40 .

LA: Beschreiben Sie mir diesen Vorfall so, dass ich mir davon ein Bild machen kann?

VP: Mit Fäusten und Tritten am ganzen Körper. Und mit Holzstöcken.

LA: Wie endete dieser Vorfall?

VP: Die anderen Bauarbeiter kamen mir zu Hilfe und sie gingen dann. Der Baustellenleiter drohte ihnen mit der Polizei und sie gingen.

LA: Wie erklären Sie sich, dass sich das nicht wiederholte, solange Sie noch Ihr Elternhaus in XXXX bewohnten?LA: Wie erklären Sie sich, dass sich das nicht wiederholte, solange Sie noch Ihr Elternhaus in römisch 40 bewohnten?

VP: Mein Vater erstattete Anzeige gegen die Brüder.

LA: Wie ging diese Anzeige aus?

VP: Das weiß ich nicht. Mein Vater sagte, um mich zu retten, soll ich weggehen.

LA: Warum warteten Sie den Ausgang der Anzeige nicht ab, zumal die Polizei schon eingeschaltet war?

VP: Die Anzeige meines Vaters wurde nicht angenommen. Die Polizei befragte die Familie des Mädchens und sie sagten, sie werden mich töten, da XXXX Leben ruiniert habe.VP: Die Anzeige meines Vaters wurde nicht angenommen. Die Polizei befragte die Familie des Mädchens und sie sagten, sie werden mich töten, da römisch 40 Leben ruiniert habe.

VO: Das passt nicht damit zusammen, dass Sie überhaupt nichts über XXXX Familie wissen, nicht einmal deren Familiennamen. Zu wem hätte die Polizei denn gehen sollen?VO: Das passt nicht damit zusammen, dass Sie überhaupt nichts über römisch 40 Familie wissen, nicht einmal deren Familiennamen. Zu wem hätte die Polizei denn gehen sollen?

VP: Mein Vater wusste den Namen, ich nicht.

Mein Vater ist älter und weiß so was.

LA: Davon ausgehend, dass die Polizei jemanden befragen geht, bedeutet dass, dass die Anzeige sehr wohl angenommen wurde?

VP: Im Punjab ist es unüblich, dass die Polizei einen Erstanzeigebericht schreibt. Die Punjab Police ist korrupt und tut für Geld alles.

LA: Sie verließen also XXXX . Was trug sich weiter zu, was zu Ihrer Flucht aus Indien führte?LA: Sie verließen also römisch 40 . Was trug sich weiter zu, was zu Ihrer Flucht aus Indien führte?

VP: Ich bin nach XXXX , weiter nach XXXX und zuletzt nach XXXX . Ich weiß nicht, was alles nach mir weiter dort passierte.VP: Ich bin nach römisch 40 , weiter nach römisch 40 und zuletzt nach römisch 40 . Ich weiß nicht, was alles nach mir weiter dort passierte.

LA: Haben Sie jetzt noch Kontakt zu Ihrer Familie?

VP: Doch, ich habe noch Kontakt zu ihnen.

Befragt, ob ich über die Fluchtgründe spreche gebe ich an, ja. Meine Familie sagte, diese Leute kommen zu uns heim, suchen mich und drohen mir mit dem Tod. Mein Vater sagte ihnen, er weiß nicht, wo ich bin.

LA: Warum sagten Sie dann zuvor wörtlich: "Ich weiß nicht, was alles nach mir weiter dort passierte."?

VP: Erst nach meiner Einreise nach Österreich telefonierte ich mit meinem Vater. Ich sprach erst wieder mit ihm, nachdem ich in Österreich war.

LA: Wie passt das damit zusammen, dass Ihr Vater Ihre Ausreise aus Indien organisierte?

VP: Mein Vater verkaufte 0,5 Killa Land und zahlte die Reise für mich.

VO: Zuvor sagten Sie, Sie redeten erst wieder nach der Ankunft am ho Flughafen mit Ihrem Vater?

VP: Ich war nicht mit ihm in Kontakt. Die Familie des Mädchens ist so reich, dass sie mich gefunden hätten, hätte ich meinen Vater kontaktiert.

LA: Sprachen Sie nach dem Verlassen XXXX und vor Ihrer Ausreise aus Indien noch irgendwann einmal mit jemandem aus Ihrem Familien- oder Bekanntenkreis?LA: Sprachen Sie nach dem Verlassen römisch 40 und vor Ihrer Ausreise aus Indien noch irgendwann einmal mit jemandem aus Ihrem Familien- oder Bekanntenkreis?

VP: Nein.

LA: Woher wissen Sie dann bitte, dass Ihr Vater die Reise zahlte, Land verkaufte?

VP: Das ist ja offensichtlich.

LA: Woher wussten Sie dann jeweils, dass Sie XXXX jeweils verlassen sollten?LA: Woher wussten Sie dann jeweils, dass Sie römisch 40 jeweils verlassen sollten?

VP: Ich dachte, dass ich weiterhin von den Brüdern meiner Freundin verfolgt werde. Das war meine Vermutung.

LA: Hatten Sie bis heute jemals wieder Kontakt zur XXXX ?LA: Hatten Sie bis heute jemals wieder Kontakt zur römisch 40 ?

VP: Nein. Befragt nach dem Grund, ihr wurde von ihrer Familie ihr Handy weggenommen.

LA: Haben Sie somit alle Ihre Fluchtgründe vollständig angegeben und hatten genug Zeit und Gelegenheit dazu?

VP: Alles ja. Sie haben so viel Geld und würden mich bei meiner Rückkehr finden.

LA: Gibt es noch irgendwelche weiteren Gründe aus welchen Sie Ihre Heimat verlassen haben bzw. nicht dorthin zurückkehren wollen? Irgendwelche Vorfälle, Beweggründe oder Motive, welche Sie bisher noch nicht angesprochen haben?

VP: Das waren alle meine Gründe.

LA: Theoretisch, was würde im Falle Ihrer Rückkehr nach Indien geschehen?

VP: XXXX Familie würde mich umbringen.VP: römisch 40 Familie würde mich umbringen.

LA: Warum verließen Sie gleich das Land und zogen nicht innerhalb Indiens um, blieben z.B. in XXXX ?LA: Warum verließen Sie gleich das Land und zogen nicht innerhalb Indiens um, blieben z.B. in römisch 40 ?

VP: Die Brüder sind arbeitslos und können mich überall verfolgen, weil sie das Geld dazu haben.

LA: Haben Sie in einem anderen europäischen Land Freunde, Verwandte oder irgendwelche sonstigen Bindungen?

VP: Nein.

LA: Ich beende jetzt die Befragung. Hatten Sie Gelegenheit alle Ihre Gründe für die Antragstellung vorzubringen oder wollen Sie noch etwas hinzufügen?

VP: Ich habe alle Gründe gesagt.

LA: Haben Sie soweit den Inhalt der Einvernahme verstanden, oder haben Sie dazu noch irgendwelche Fragen?

VP: Ich habe alles verstanden und keine Fragen mehr.

LA: Als Ergebnis der heutigen Einvernahme wird Ihnen mitgeteilt, dass beabsichtigt ist Ihren Antrag auf internationalen Schutz hier in der EAST Flughafen abzuweisen.

Sie vermochten mit Ihren Einlassungen die von Ihnen genannten Gründe für das Verlassen Ihres Herkunftsstaates und die Gründe, welche Sie nun von einer Rückkehr in den Herkunftsstaat abhalten sollen, nicht glaubhaft zu machen.

Es fanden sich in Ihrem heutigen Vorbringen Widersprüche und Sinnwidrigkeiten, die Sie nicht aufklärten. Insgesamt waren Ihre Schilderungen ausnehmend vage, detailarm und beschränkten Sie sich im Wesentlichen auf die Wiederholung einer "Rahmengeschichte", innerhalb der Sie sich massiv widersprachen.

Aber selbst wenn man Ihrem unglaubwürdigen

Quelle: Bundesverwaltungsgericht BVwg, https://www.bvwg.gv.at
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