RS OGH 2015/3/5 12Ns73/14b

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.03.2015
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Norm

GOG §26 Abs4
GOG §33 Abs1
StPO §45 Abs2
  1. GOG § 26 heute
  2. GOG § 26 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. GOG § 26 gültig von 01.05.2017 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2017
  4. GOG § 26 gültig von 01.09.2013 bis 30.04.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2013
  5. GOG § 26 gültig von 01.01.2011 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  6. GOG § 26 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  7. GOG § 26 gültig von 01.01.2005 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  8. GOG § 26 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  9. GOG § 26 gültig von 01.02.2004 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/2003
  10. GOG § 26 gültig von 01.10.2002 bis 31.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  11. GOG § 26 gültig von 01.07.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2001
  12. GOG § 26 gültig von 12.05.1999 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/1999
  13. GOG § 26 gültig von 10.04.1999 bis 11.05.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 56/1999
  14. GOG § 26 gültig von 01.01.1999 bis 09.04.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/1999
  15. GOG § 26 gültig von 01.02.1998 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  16. GOG § 26 gültig von 01.07.1994 bis 31.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 507/1994
  17. GOG § 26 gültig von 01.01.1987 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 230/1988
  18. GOG § 26 gültig von 01.09.1965 bis 31.12.1986 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 197/1965
  1. GOG § 33 heute
  2. GOG § 33 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2014
  3. GOG § 33 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2011
  4. GOG § 33 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/1997
  5. GOG § 33 gültig von 15.09.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 438/1996
  6. GOG § 33 gültig von 01.01.1989 bis 14.09.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 720/1988
  7. GOG § 33 gültig von 01.10.1975 bis 31.12.1988
  1. StPO § 45 heute
  2. StPO § 45 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  3. StPO § 45 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  4. StPO § 45 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. StPO § 45 gültig von 01.03.1997 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StPO § 45 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 45 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

In Ausgeschlossenheitsfällen kommt eine Kompetenz des übergeordneten Gerichts zur Übertragung der Zuständigkeit an ein anderes Gericht nur dann in Betracht, wenn die Wahrnehmung der Bezeichnungspflicht im Sinn des § 45 Abs 2 dritter Satz StPO (allein) an der Ausgeschlossenheit der Richter des betroffenen Gerichts scheitert. Davon ist aber der Fall zu unterscheiden, dass trotz Vorhandenseins weiterer Mitglieder des betroffenen Gerichts „der Richter (…) dem die Sache übertragen wird“ (nur) deshalb nicht bezeichnet werden kann, weil die maßgebliche Geschäftsverteilung hinter den gesetzlichen Vorgaben zur Bestellung einer ausreichenden Zahl von Vertretern zurückbleibt. Insoweit kommt mit Blick auf Art 83 Abs 2 B-VG und dem Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen eine Zuständigkeitsübertragung an ein anderes Gericht durch das übergeordnete Gericht nicht in Betracht. Vielmehr tritt an die Stelle der Bezeichnungspflicht des § 45 Abs 2 dritter Satz StPO (durch den auf Ausschließung Erkennenden) eine entsprechende Beschlussfassung durch den Personalsenat.In Ausgeschlossenheitsfällen kommt eine Kompetenz des übergeordneten Gerichts zur Übertragung der Zuständigkeit an ein anderes Gericht nur dann in Betracht, wenn die Wahrnehmung der Bezeichnungspflicht im Sinn des Paragraph 45, Absatz 2, dritter Satz StPO (allein) an der Ausgeschlossenheit der Richter des betroffenen Gerichts scheitert. Davon ist aber der Fall zu unterscheiden, dass trotz Vorhandenseins weiterer Mitglieder des betroffenen Gerichts „der Richter (…) dem die Sache übertragen wird“ (nur) deshalb nicht bezeichnet werden kann, weil die maßgebliche Geschäftsverteilung hinter den gesetzlichen Vorgaben zur Bestellung einer ausreichenden Zahl von Vertretern zurückbleibt. Insoweit kommt mit Blick auf Artikel 83, Absatz 2, B-VG und dem Erfordernis strikter Auslegung von Delegierungsbestimmungen eine Zuständigkeitsübertragung an ein anderes Gericht durch das übergeordnete Gericht nicht in Betracht. Vielmehr tritt an die Stelle der Bezeichnungspflicht des Paragraph 45, Absatz 2, dritter Satz StPO (durch den auf Ausschließung Erkennenden) eine entsprechende Beschlussfassung durch den Personalsenat.

Entscheidungstexte

  • RS0129962">12 Ns 73/14b
    Entscheidungstext OGH 05.03.2015 12 Ns 73/14b

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0129962

Im RIS seit

07.04.2015

Zuletzt aktualisiert am

07.04.2015
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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