TE Vfgh Beschluss 2015/2/20 G209/2014

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Veröffentlicht am 20.02.2015
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Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Norm

B-VG Art140 Abs1 / Allg
FremdenpolizeiG 2005 §46a Abs1a
  1. B-VG Art. 140 heute
  2. B-VG Art. 140 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 140 gültig von 06.06.1992 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  7. B-VG Art. 140 gültig von 01.01.1991 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  9. B-VG Art. 140 gültig von 01.07.1976 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  10. B-VG Art. 140 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 140 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Leitsatz

Zurückweisung eines weiteren Gesetzesprüfungsantrags wegen entschiedener Sache

Spruch

Der Antrag wird zurückgewiesen.

Begründung

Begründung

1.              Mit Antrag vom 16. Oktober 2014 begehrte der Verwaltungsgerichtshof festzustellen, dass §46a Abs1a des Bundesgesetzes über die Ausübung der Fremdenpolizei, die Ausstellung von Dokumenten für Fremde und die Erteilung von Einreisetitel (Fremdenpolizeigesetz 2005 – FPG), BGBl I 100 idF BGBl I 38/2011, verfassungswidrig war. Hinsichtlich der gegen diese Bestimmung entstandenen Bedenken verwies der Verwaltungsgerichtshof auf jene Bedenken, die beim Verfassungsgerichthof anlässlich der Behandlung der Beschwerden zu B1353,1357/2012 und B751/2013 entstanden und im Prüfungsbeschluss vom 23. Juni 2014, B1353/2012-30, B1357/2012-11, B751/2013-16 wiedergegeben sind.1. Mit Antrag vom 16. Oktober 2014 begehrte der Verwaltungsgerichtshof festzustellen, dass §46a Abs1a des Bundesgesetzes über die Ausübung der Fremdenpolizei, die Ausstellung von Dokumenten für Fremde und die Erteilung von Einreisetitel (Fremdenpolizeigesetz 2005 – FPG), BGBl I 100 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, 38 aus 2011,, verfassungswidrig war. Hinsichtlich der gegen diese Bestimmung entstandenen Bedenken verwies der Verwaltungsgerichtshof auf jene Bedenken, die beim Verfassungsgerichthof anlässlich der Behandlung der Beschwerden zu B1353,1357/2012 und B751/2013 entstanden und im Prüfungsbeschluss vom 23. Juni 2014, B1353/2012-30, B1357/2012-11, B751/2013-16 wiedergegeben sind.

2.              Der Verfassungsgerichtshof hat im Verfahren zu G160–162/2014, in das dieser Antrag auf Grund des bereits weit fortgeschrittenen Verfahrensstadiums nicht mehr einbezogen werden konnte, über diese Bedenken erwogen und mit Erkenntnis vom 9. Dezember 2014 abgesprochen.

3.              Der Verfassungsgerichtshof hat über bestimmt umschriebene Bedenken ob der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes nur ein einziges Mal zu entscheiden (vgl. in diesem Sinne VfSlg 5872/1968, 6550/1971, 9186/1981, 9216/1981, 9217/1981, 10.311/1984, 10.578/1985, 10.841/1986, 12.661/1991, 13.085/1992, 14.711/1996, 15.223/1998, 15.293/1998 ua.). Da die vom Verwaltungsgerichtshof vorgetragenen Bedenken mit jenen übereinstimmen, über die der Verfassungsgerichtshof bereits mit dem genannten Erkenntnis vom 9. Dezember 2014, G160–162/2014, abgesprochen hat, ist der vorliegenden Antrag wegen entschiedener Sache als unzulässig zurückzuweisen.3. Der Verfassungsgerichtshof hat über bestimmt umschriebene Bedenken ob der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes nur ein einziges Mal zu entscheiden vergleiche in diesem Sinne VfSlg 5872/1968, 6550/1971, 9186/1981, 9216/1981, 9217/1981, 10.311/1984, 10.578/1985, 10.841/1986, 12.661/1991, 13.085/1992, 14.711/1996, 15.223/1998, 15.293/1998 ua.). Da die vom Verwaltungsgerichtshof vorgetragenen Bedenken mit jenen übereinstimmen, über die der Verfassungsgerichtshof bereits mit dem genannten Erkenntnis vom 9. Dezember 2014, G160–162/2014, abgesprochen hat, ist der vorliegenden Antrag wegen entschiedener Sache als unzulässig zurückzuweisen.

4.              Dieser Beschluss konnte gemäß §19 Abs3 Z2 litd VfGG ohne mündliche Verhandlung in nichtöffentlicher Sitzung gefasst werden.

Schlagworte

Fremdenpolizei, Duldung, res iudicata, VfGH / Sachentscheidung Wirkung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2015:G209.2014

Zuletzt aktualisiert am

24.03.2015
Quelle: Verfassungsgerichtshof VfGH, http://www.vfgh.gv.at
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