RS OGH 1950/2/1 2Ob311/49, 2Ob236/52, 2Ob351/52, 1Ob708/51, 1Ob148/54, 1Ob384/58, 5Ob154/61, 1Ob41/6

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Veröffentlicht am 01.02.1950
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Rechtssatz

Für die Zulässigkeit einer Wiederaufnahmsklage reicht es aus, dass die neuen Beweismittel, für sich allein betrachtet, eine andere Entscheidung herbeizuführen vermögen. Ob ihnen diese Eignung wirklich zukommt, kann aber nicht im Vorverfahren (judidium rescindens), sondern nur im Hauptverfahren (judicium rescissorium) beurteilt werden. Denn nur im Hauptverfahren kann der Beweiswert der neuen Zeugenbeweise, dh die Glaubwürdigkeit der Zeugen und auch die Frage geprüft werden, ob die neuen Beweismittel die Beweisergebnisse und die darauf aufgebauten Feststellungen des Erstgerichtes im Vorprozess wirklich erschüttert haben (vgl OGH, Entscheidung vom 11.11.1913, GlUNF 7210 und Entscheidung vom 19.06.1912, GlUNF 6716).

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 311/49
    Entscheidungstext OGH 01.02.1950 2 Ob 311/49
  • 2 Ob 236/52
    Entscheidungstext OGH 07.04.1952 2 Ob 236/52
  • 2 Ob 351/52
    Entscheidungstext OGH 07.05.1952 2 Ob 351/52
  • 1 Ob 708/51
    Entscheidungstext OGH 07.10.1951 1 Ob 708/51
    Veröff: JBl 1952 H12,292
  • 1 Ob 148/54
    Entscheidungstext OGH 26.05.1954 1 Ob 148/54
    Veröff: SZ 27/149
  • 1 Ob 384/58
    Entscheidungstext OGH 01.10.1958 1 Ob 384/58
  • 5 Ob 154/61
    Entscheidungstext OGH 21.06.1961 5 Ob 154/61
  • 1 Ob 41/68
    Entscheidungstext OGH 04.04.1968 1 Ob 41/68
  • 5 Ob 121/72
    Entscheidungstext OGH 06.06.1972 5 Ob 121/72
    nur: Für die Zulässigkeit einer Wiederaufnahmsklage reicht es aus, dass die neuen Beweismittel, für sich allein betrachtet, eine andere Entscheidung herbeizuführen vermögen. Ob ihnen diese Eignung wirklich zukommt, kann aber nicht im Vorverfahren (judidium rescindens), sondern nur im Hauptverfahren (judicium rescissorium) beurteilt werden. (T1)
    Veröff: EFSlg 18577
  • 1 Ob 2/73
    Entscheidungstext OGH 21.02.1973 1 Ob 2/73
  • 5 Ob 176/75
    Entscheidungstext OGH 21.10.1975 5 Ob 176/75
    nur T1; Veröff: JBl 1976,439
  • 4 Ob 654/75
    Entscheidungstext OGH 13.01.1976 4 Ob 654/75
    nur T1
  • 7 Ob 9/76
    Entscheidungstext OGH 19.02.1976 7 Ob 9/76
    nur T1
  • 1 Ob 574/78
    Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 574/78
    Veröff: SZ 1978/97 S 198 = JBl 1979,268
  • 6 Ob 860/82
    Entscheidungstext OGH 09.03.1983 6 Ob 860/82
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 90/85
    Entscheidungstext OGH 02.10.1985 3 Ob 90/85
    Auch; nur T1; Beisatz: Doch fehlt die zur Wiederaufnahme erforderlich konkrete Eignung einem Versäumungsurteil, dem ein einseitig behaupteter und durch die Untätigkeit des Säumigen für wahr zu haltender Sachverhalt zugrunde liegt. (T2)
  • 7 Ob 654/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 654/85
    nur T1; Veröff: SZ 59/14 = RdW 1986,145
  • 8 Ob 69/86
    Entscheidungstext OGH 21.05.1987 8 Ob 69/86
    nur T1
  • 9 ObA 236/91
    Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 236/91
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 593/92
    Entscheidungstext OGH 01.10.1992 6 Ob 593/92
    nur T1
  • 6 Ob 127/00w
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 127/00w
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 192/05m
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 192/05m
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Klägerin macht geltend, die von ihr nachträglich aufgefundenen Briefe und Karten stammten vom Erblasser und könnten beweisen, dass dieser des Schreibens - und damit auch des Lesens - kundig gewesen sei. Sie konnte aber nicht beweisen, dass die vorgelegten Urkunden tatsächlich vom Erblasser stammten. Damit ist aber auch die (schon im Aufhebungsverfahren) zu prüfende Richtigkeit der Behauptungen über das Vorliegen der als Wiederaufnahmsgrund geltend gemachten Umstände nicht bewiesen. (T3)
  • 7 Ob 65/09y
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 65/09y
  • 7 Ob 3/10g
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 3/10g
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 91/10v
    Entscheidungstext OGH 30.06.2010 3 Ob 91/10v
  • 2 Ob 88/13z
    Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 88/13z
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0044481

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.11.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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