RS OGH 1950/12/20 1Ob216/50, 3Ob1008/27, 1Ob660/56, 3Ob104/58, 1Ob168/69, 6Ob239/71

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.12.1950
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Norm

ABGB §166 Ad
ABGB §170
ABGB §171b

Rechtssatz

Der Grundsatz des Judikates 245, daß durch einen Unterhaltsvergleich der notwendige Unterhalt des Kindes auf keinen Fall beeinträchtigt werden kann, gilt auch für den Abfindungsvergleich. Durch einen zwischen Vormund, Vater (oder dessen Nachlaß) und Mutter abgeschlossenen, gerichtlich genehmigten Vergleich kann die Unterhaltspflicht des Vaters zu einer subsidiären und die der Mutter zu einer primären gemacht werden, sodaß die Unterhaltspflicht des Vaters an die weitere Voraussetzung gebunden ist, daß die Mutter zur Erfüllung ihrer Verpflichtung nicht imstande ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 1008/27
    Entscheidungstext OGH 26.10.1927 3 Ob 1008/27
    Vgl; Veröff: SZ 9/185
  • 1 Ob 216/50
    Entscheidungstext OGH 20.12.1950 1 Ob 216/50
    Veröff: SZ 23/387
  • 1 Ob 660/56
    Entscheidungstext OGH 16.01.1957 1 Ob 660/56
  • 3 Ob 104/58
    Entscheidungstext OGH 19.03.1958 3 Ob 104/58
  • 1 Ob 168/69
    Entscheidungstext OGH 16.10.1969 1 Ob 168/69
    nur: Durch einen zwischen Vormund, Vater (oder dessen Nachlaß) und Mutter abgeschlossenen, gerichtlich genehmigten Vergleich kann die Unterhaltspflicht des Vaters zu einer subsidiären und die der Mutter zu einer primären gemacht werden. (T1)
  • 6 Ob 239/71
    Entscheidungstext OGH 17.11.1971 6 Ob 239/71
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0048480

Dokumentnummer

JJR_19501220_OGH0002_0010OB00216_5000000_002
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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