RS OGH 1952/9/18 3Ob547/52, 1Ob512/54, 4Ob32/55, 3Ob230/56

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.09.1952
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Norm

ABGB §879 CIIl4
ABGB §1174
HBO 1957 §6
MG §17

Rechtssatz

Die Vereinbarung einer an den Hauseigentümer oder Verwalter zu bezahlenden Ablöse für die Überlassung einer Hausbesorgerdienstwohnung und die Beistellung zum Hausbesorger ist nichtig. Die bezahlte Ablöse kann nach § 1431 ABGB zurückverlangt werden. Eine Rückstellung der Hausbesorgerdienstwohnung hat nicht zu erfolgen, weil die Vereinbarung über die Ablöse nur aus Anlass des Hausbesorgerdienstvertrages beschlossen wird und daher einen selbständigen Vertrag darstellt, der für sich allein nichtig ist.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 547/52
    Entscheidungstext OGH 18.09.1952 3 Ob 547/52
    Veröff: SZ 25/243 = EvBl 1952/387 S 604 = Arb 5502
  • 1 Ob 512/54
    Entscheidungstext OGH 30.06.1954 1 Ob 512/54
    Beisatz: Die Ablöse kann auch vom Hausverwalter zurückverlangt werden. (T1) Veröff: Arb 6018
  • 4 Ob 32/55
    Entscheidungstext OGH 29.03.1955 4 Ob 32/55
  • 3 Ob 230/56
    Entscheidungstext OGH 09.05.1956 3 Ob 230/56
    Gegenteilig

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0037775

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.04.2019
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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