RS OGH 2026/1/20 2Ob335/56; 3Ob96/58; 2Ob53/60; 2Ob10/61; 2Ob252/61; 7Ob294/64; 6Ob35/67; 2Ob116/67;

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Veröffentlicht am 24.10.1956
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Norm

ABGB §1320 A
  1. ABGB § 1320 heute
  2. ABGB § 1320 gültig ab 24.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2019
  3. ABGB § 1320 gültig von 01.01.1917 bis 23.07.2019 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

1. Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden; der Tierhalter hat das vorzukehren, was von ihm unter Berücksichtigung des bisherigen Verhaltens des Tieres billigerweise erwartet werden kann. Zu einer ausdehnenden Auslegung des § 1320 ABGB besteht kein Anlaß. 2. Überläßt der Tierhalter die Verwahrung des Tieres einem anderen, ohne aus der Person des Verwahrers oder der Eigenart des Tieres Zweifel gegen deren ordentlicher Durchführung hegen zu müssen, so hat er seiner aus § 1320 ABGB sich ergebenden Verpflichtungen entsprochen.1. Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden; der Tierhalter hat das vorzukehren, was von ihm unter Berücksichtigung des bisherigen Verhaltens des Tieres billigerweise erwartet werden kann. Zu einer ausdehnenden Auslegung des Paragraph 1320, ABGB besteht kein Anlaß. 2. Überläßt der Tierhalter die Verwahrung des Tieres einem anderen, ohne aus der Person des Verwahrers oder der Eigenart des Tieres Zweifel gegen deren ordentlicher Durchführung hegen zu müssen, so hat er seiner aus Paragraph 1320, ABGB sich ergebenden Verpflichtungen entsprochen.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 335/56
    Entscheidungstext OGH 24.10.1956 2 Ob 335/56
    Veröff: ZVR 1957/155 S 153
  • 3 Ob 96/58
    Entscheidungstext OGH 11.03.1958 3 Ob 96/58
    nur: 1. Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden; der Tierhalter hat das vorzukehren, was von ihm unter Berücksichtigung des bisherigen Verhaltens des Tieres billigerweise erwartet werden kann. Zu einer ausdehnenden Auslegung des § 1320 ABGB besteht kein Anlaß. (T1)
  • RS0030326">2 Ob 53/60
    Entscheidungstext OGH 27.04.1960 2 Ob 53/60
    Veröff: ZVR 1961/14 S 14
  • 2 Ob 10/61
    Entscheidungstext OGH 13.01.1961 2 Ob 10/61
    nur T1; Beisatz: Betrifft Gänse auf der Straße. (T2) Veröff: ZVR 1961/249 S 208
  • 2 Ob 252/61
    Entscheidungstext OGH 23.06.1961 2 Ob 252/61
    nur: 2. Überläßt der Tierhalter die Verwahrung des Tieres einem anderen, ohne aus der Person des Verwahrers oder der Eigenart des Tieres Zweifel gegen deren ordentlicher Durchführung hegen zu müssen, so hat er seiner aus § 1320 ABGB sich ergebenden Verpflichtungen entsprochen. (T3)
  • 7 Ob 294/64
    Entscheidungstext OGH 02.12.1964 7 Ob 294/64
    nur T1
  • 6 Ob 35/67
    Entscheidungstext OGH 22.02.1967 6 Ob 35/67
    nur: 1. Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden; der Tierhalter hat das vorzukehren, was von ihm unter Berücksichtigung des bisherigen Verhaltens des Tieres billigerweise erwartet werden kann. (T4)
  • 2 Ob 116/67
    Entscheidungstext OGH 13.04.1967 2 Ob 116/67
    Veröff: ZVR 1968/91 S 197 = JBl 1968,36 = LwBetr 1968,61
  • 2 Ob 75/69
    Entscheidungstext OGH 26.03.1969 2 Ob 75/69
    nur T4; Veröff: ZVR 1969/295 S 268
  • 1 Ob 39/70
    Entscheidungstext OGH 12.03.1970 1 Ob 39/70
    Beisatz: Überlassung der Führung eines großen Schäferhundes auf der Straße an einen elfjährigen Knaben keine ausreichende Verwahrung. (T5)
  • 1 Ob 244/70
    Entscheidungstext OGH 29.10.1970 1 Ob 244/70
    nur T4
  • 2 Ob 337/70
    Entscheidungstext OGH 22.04.1971 2 Ob 337/70
    nur T4; Veröff: ZVR 1972/33 S 54
  • 8 Ob 147/71
    Entscheidungstext OGH 08.06.1971 8 Ob 147/71
    nur T4; Veröff: JBl 1971,631
  • 8 Ob 214/71
    Entscheidungstext OGH 07.09.1971 8 Ob 214/71
    nur T4
  • 4 Ob 646/71
    Entscheidungstext OGH 23.11.1971 4 Ob 646/71
    nur T4
  • 1 Ob 17/72
    Entscheidungstext OGH 01.03.1972 1 Ob 17/72
  • 5 Ob 95/72
    Entscheidungstext OGH 13.06.1972 5 Ob 95/72
    nur T4
  • 2 Ob 102/72
    Entscheidungstext OGH 14.09.1972 2 Ob 102/72
    nur T4; Beisatz: Kettenhund läuft auf die Straße. (T6) Veröff: ZVR 1973/156 S 216
  • 6 Ob 211/74
    Entscheidungstext OGH 05.12.1974 6 Ob 211/74
    nur T4
  • 5 Ob 2/75
    Entscheidungstext OGH 04.02.1975 5 Ob 2/75
    nur T4
  • 4 Ob 619/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 4 Ob 619/75
    nur T4; Beisatz: Jagdhund und Wachhund. (T7)
  • 1 Ob 563/76
    Entscheidungstext OGH 24.03.1976 1 Ob 563/76
    nur T4
  • 5 Ob 598/76
    Entscheidungstext OGH 01.06.1976 5 Ob 598/76
    nur T4
  • 2 Ob 10/79
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 2 Ob 10/79
    nur: Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden. (T8) nur T3
  • RS0030326">2 Ob 60/79
    Entscheidungstext OGH 29.05.1979 2 Ob 60/79
    nur T8; Veröff: SZ 52/86
  • 6 Ob 630/79
    Entscheidungstext OGH 27.06.1979 6 Ob 630/79
    nur T4; Beisatz: Maßgebend muß dabei sein, inwiefern das Tier eine Gefahrenquelle für seine Umgebung darstellt. (T9) Veröff: EvBl 1980/49 S 179
  • 5 Ob 738/79
    Entscheidungstext OGH 04.12.1979 5 Ob 738/79
    nur T3; Beis wie T9
  • 6 Ob 782/79
    Entscheidungstext OGH 06.02.1980 6 Ob 782/79
    nur T8
  • 3 Ob 556/79
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 3 Ob 556/79
    nur T3
  • 8 Ob 157/80
    Entscheidungstext OGH 30.10.1980 8 Ob 157/80
    nur T4; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Sturz eines beinamputierten Mopedfahrers. (T10) Veröff: ZVR 1981/191 S 245
  • 8 Ob 192/80
    Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 192/80
    nur T8
  • 2 Ob 197/80
    Entscheidungstext OGH 10.02.1981 2 Ob 197/80
    nur T4
  • 7 Ob 557/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 7 Ob 557/81
    nur T8; Beis wie T9
  • 3 Ob 534/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 3 Ob 534/81
    nur T4
  • 2 Ob 206/81
    Entscheidungstext OGH 26.01.1982 2 Ob 206/81
    nur T4; Beisatz: Hund gelangte durch Fenster ins Freie. (T11) Veröff: ZVR 1982/327 S 277
  • 6 Ob 562/83
    Entscheidungstext OGH 09.06.1983 6 Ob 562/83
    nur T8
  • 8 Ob 90/83
    Entscheidungstext OGH 23.06.1983 8 Ob 90/83
    nur T8; Veröff: ZVR 1984/234 S 237
  • RS0030326">1 Ob 646/94
    Entscheidungstext OGH 27.03.1995 1 Ob 646/94
    nur T8; nur T3
  • RS0030326">1 Ob 2351/96h
    Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2351/96h
    Auch; nur T4
  • RS0030326">7 Ob 19/19y
    Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
    Auch
  • RS0030326">2 Ob 119/24z
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.07.2024 2 Ob 119/24z
    nur: Das Erfordernis der Beaufsichtigung eines Tieres darf nicht überspannt werden. (T12)
    Beisatz: Objektive Sorgfaltspflicht beim Spazieren mit einem folgsamen Hund auf einem Geh- und Radweg erfüllt, wenn dieser wie in der einschlägigen Verordnung vorgesehen, an der "virtuellen Leine" geführt wird. (T13)
  • RS0030326">2 Ob 214/25x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 20.01.2026 2 Ob 214/25x
    Beisatz: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar verneint, wenn der Kunststoffverschluss einer Leine, die für die Größe des Hundes angemessen ist, unvorhersehbar bricht, der Hund dadurch auf einen anderen Hund zuläuft und dessen Halterin dadurch stürzt. (T14)
  • RS0030326">4 Ob 163/25m
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 16.12.2025 4 Ob 163/25m
    nur: Die Anforderungen an den Tierhalter dürfen nicht überspannt werden. (T15)
    Beisatz: Hier: Verstoß gegen die objektiven Sorgfaltspflichten vertretbar bejaht, da Beklagte – wenn auch nur für wenige Sekunden – keine Sicht mehr auf den nicht angeleinten Hund hatte, zumal sie dadurch die Möglichkeit verlor, auf dessen (unerwünschtes) Verhalten Einfluss zu nehmen. (T16)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0030326

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.04.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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