RS OGH 2005/8/25 Rkv108/56, 7Ob318/57, 5Ob36/71, 1Ob740/81, 5Ob532/86, 3Ob2088/96x, 9Ob355/98s, 6Ob1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 09.02.1957
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Norm

ABGB §154 G
ABGB §177 Abs1 Satz2 B
ABGB §233 C
ABGB §863 L
AußStrG §187
AußStrG §188
  1. ABGB § 154 heute
  2. ABGB § 154 gültig ab 01.01.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 180/2023
  3. ABGB § 154 gültig von 01.07.2018 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  4. ABGB § 154 gültig von 01.02.2013 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  5. ABGB § 154 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  6. ABGB § 154 gültig von 01.01.1978 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 403/1977
  1. ABGB § 177 heute
  2. ABGB § 177 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  3. ABGB § 177 gültig von 01.07.2001 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  4. ABGB § 177 gültig von 01.07.1989 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 162/1989
  1. ABGB § 233 heute
  2. ABGB § 233 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2015
  3. ABGB § 233 gültig von 01.02.2013 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2013
  4. ABGB § 233 gültig von 01.01.1978 bis 01.01.1978 aufgehoben durch BGBl. Nr. 403/1977
  1. ABGB § 863 heute
  2. ABGB § 863 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Die pflegschaftsbehördliche Genehmigung muß, um wirksam zu sein, nicht schriftlich erfolgen. Die §§ 187, 188 AußStrG enthalten nur Ordnungsvorschriften. Es genügt unter Umständen eine mündliche, telephonische oder stillschweigende Genehmigung, die sich in schlüssigen Handlungen des Gerichtes ausdrückt.Die pflegschaftsbehördliche Genehmigung muß, um wirksam zu sein, nicht schriftlich erfolgen. Die Paragraphen 187, 188, AußStrG enthalten nur Ordnungsvorschriften. Es genügt unter Umständen eine mündliche, telephonische oder stillschweigende Genehmigung, die sich in schlüssigen Handlungen des Gerichtes ausdrückt.

Entscheidungstexte

  • Rkv 108/56
    Entscheidungstext OGH 09.02.1957 Rkv 108/56
  • 7 Ob 318/57
    Entscheidungstext OGH 18.09.1957 7 Ob 318/57
    Beisatz: Die Genehmigung kann sich in Ausnahmsfällen auch schlüssig aus anderen richterlichen Verfügungen ergeben. (Gegenteilig: 1 Ob 786/53, 2 Ob 301/56). (T1)
  • 5 Ob 36/71
    Entscheidungstext OGH 24.03.1971 5 Ob 36/71
  • 1 Ob 740/81
    Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 740/81
    Vgl auch; nur: Es genügt unter Umständen eine mündliche, telephonische oder stillschweigende Genehmigung, die sich in schlüssigen Handlungen des Gerichtes ausdrückt. (T2); Beisatz: Ist die Regelung "einvernehmlich mit den Parteien" in einem Vergleich vor dem Pflegschaftsgericht erfolgt, ist sie als gerichtlich genehmigt anzusehen. (T3)
  • RS0008448">5 Ob 532/86
    Entscheidungstext OGH 27.05.1986 5 Ob 532/86
    Vgl aber; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist eine konkludente pflegschaftsbehördliche Genehmigung eines Vertrages nicht möglich. (T4)
  • RS0008448">3 Ob 2088/96x
    Entscheidungstext OGH 29.05.1996 3 Ob 2088/96x
    Vgl auch; Beis wie T3
  • RS0008448">9 Ob 355/98s
    Entscheidungstext OGH 17.03.1999 9 Ob 355/98s
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Bei Vorliegen eines besonderen Sachverhaltselementes, das die Annahme einer stillschweigenden Genehmigung rechtfertigen könnte, ist eine konkludente pflegschaftsbehördliche Genehmigung nicht grundsätzlich ausgeschlossen. (T5)
  • RS0008448">6 Ob 158/05m
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 158/05m
    Auch; Beisatz: Die pflegschaftsbehördliche Genehmigung eines Vertrags muss ausdrücklich und in der vom Gesetz vorgesehenen (Beschluss-)Form erfolgen. Der Ausspruch des Pflegschaftsgerichtes, der Entwurf eines Kaufvertrags werde genehmigt und der Kollisionskurator sei berechtigt, einen solchen Kaufvertrag namens des Minderjährigen zu unterfertigen, bedeutet nicht, dass der Pflegschaftsrichter bei Vorlage des abgeschlossenen und zu genehmigenden Vertrags nicht neuerlich prüfen müsste, ob die Voraussetzungen der Genehmigung nach wie vor vorliegen, um danach die Genehmigung zu erteilen oder zu versagen. (T6); Veröff: SZ 2005/116

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0008448

Dokumentnummer

JJR_19570209_OGH0002_000RKV00108_5600000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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