RS OGH 1972/7/11 7Os143/58 (7Os144/58, 7Os145/58), 10Os121/72

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.07.1958
beobachten
merken

Norm

B-VG Art65 Abs2 litc
G über die bedingte Verurteilung 1949 §4 Abs1
G über die bedingte Verurteilung 1949 §7 Abs2
  1. B-VG Art. 65 heute
  2. B-VG Art. 65 gültig ab 01.01.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 65 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  4. B-VG Art. 65 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  5. B-VG Art. 65 gültig von 07.04.1964 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  6. B-VG Art. 65 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  7. B-VG Art. 65 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Bedingte Begnadigung durch den Bundespräsidenten. Trotz der Bestimmung des § 7 Abs 2 des G über die bedingte Verurteilung 1949 ist der Verurteilte vor Anordnung der Strafvollstreckung nicht unter allen Umständen zu hören (zB wenn ansonsten die Frist des § 4 Abs 1 ablaufen würde); es muß ihm nur Gelegenheit gegeben werden, zum Antrag des Anklägers auf Einleitung des Strafvollzuges Stellung zu nehmen. Wie vorzugehen ist, wenn die Vernehmung des Verurteilten auf Schwierigkeiten stößt, ergibt sich aus dem JME vom 08.02.1926, Z 210136 (abgedruckt bei Allinger - Czollich 2 Band S 629, und bei Lissbauer - Suchomel Nebengesetze strafrechtlichen und strafprozessualen Inhaltes 1933 S 122).Bedingte Begnadigung durch den Bundespräsidenten. Trotz der Bestimmung des Paragraph 7, Absatz 2, des G über die bedingte Verurteilung 1949 ist der Verurteilte vor Anordnung der Strafvollstreckung nicht unter allen Umständen zu hören (zB wenn ansonsten die Frist des Paragraph 4, Absatz eins, ablaufen würde); es muß ihm nur Gelegenheit gegeben werden, zum Antrag des Anklägers auf Einleitung des Strafvollzuges Stellung zu nehmen. Wie vorzugehen ist, wenn die Vernehmung des Verurteilten auf Schwierigkeiten stößt, ergibt sich aus dem JME vom 08.02.1926, Ziffer 210136, (abgedruckt bei Allinger - Czollich 2 Band S 629, und bei Lissbauer - Suchomel Nebengesetze strafrechtlichen und strafprozessualen Inhaltes 1933 S 122).

Entscheidungstexte

  • 7 Os 143/58
    Entscheidungstext OGH 08.07.1958 7 Os 143/58
    Veröff: EvBl 1958/376 S 636 = SSt 29/43 = RZ 1959,13
  • 10 Os 121/72
    Entscheidungstext OGH 11.07.1972 10 Os 121/72
    nur: Trotz der Bestimmung des § 7 Abs 2 des G über die bedingte Verurteilung 1949 ist der Verurteilte vor Anordnung der Strafvollstreckung nicht unter allen Umständen zu hören (zB wenn ansonsten die Frist des § 4 Abs 1 ablaufen würde); es muß ihm nur Gelegenheit gegeben werden, zum Antrag des Anklägers auf Einleitung des Strafvollzuges Stellung zu nehmen. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0053520

Dokumentnummer

JJR_19580708_OGH0002_0070OS00143_5800000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten