RS OGH 1992/8/27 3Ob445/59, 3Ob71/72, 3Ob138/72, 3Ob3/77, 3Ob100/79, 3Ob113/80, 3Ob49/81, 3Ob92/81,

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.11.1959
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Norm

EO §355 VIIIa
  1. EO § 355 heute
  2. EO § 355 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 355 gültig von 01.03.2008 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2008
  4. EO § 355 gültig von 01.10.2000 bis 29.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2000
  5. EO § 355 gültig von 01.04.1980 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 120/1980

Rechtssatz

Bei den Strafen zur Erwirkung von Duldungen und Unterlassungen gemäß § 355 EO handelt es sich nicht um Vergeltungsstrafen, sondern um Beugemittel, die der Verhinderung weiteren Zuwiderhandelns dienen (3 Ob 400/59). Bei der Anwendung dieser Zwangsmittel ist das Exekutionsgericht an die aus dem Gesetzestext hervorgehenden Strafgrenzen gebunden, doch obliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen seinem zweckgebundenen Ermessen (JM zu § 355 EO, Pkt 3 in der GMA Bd 7, § 355 EO, Neumann-Lichtblau S 1110). Es liegt im Zweck der Beugemittel des § 355 EO, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen.Bei den Strafen zur Erwirkung von Duldungen und Unterlassungen gemäß Paragraph 355, EO handelt es sich nicht um Vergeltungsstrafen, sondern um Beugemittel, die der Verhinderung weiteren Zuwiderhandelns dienen (3 Ob 400/59). Bei der Anwendung dieser Zwangsmittel ist das Exekutionsgericht an die aus dem Gesetzestext hervorgehenden Strafgrenzen gebunden, doch obliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen seinem zweckgebundenen Ermessen (JM zu Paragraph 355, EO, Pkt 3 in der GMA Bd 7, Paragraph 355, EO, Neumann-Lichtblau S 1110). Es liegt im Zweck der Beugemittel des Paragraph 355, EO, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 445/59
    Entscheidungstext OGH 04.11.1959 3 Ob 445/59
    Veröff: EvBl 1960/27 S 48
  • RS0062514">3 Ob 71/72
    Entscheidungstext OGH 06.07.1972 3 Ob 71/72
    Veröff: SZ 45/79
  • 3 Ob 138/72
    Entscheidungstext OGH 30.11.1972 3 Ob 138/72
    nur: Bei den Strafen zur Erwirkung von Duldungen und Unterlassungen gemäß § 355 EO handelt es sich nicht um Vergeltungsstrafen, sondern um Beugemittel, die der Verhinderung weiteren Zuwiderhandelns dienen (3 Ob 400/59). (T1); Veröff: ÖBl 1973,142 = JBl 1974,48
  • RS0062514">3 Ob 3/77
    Entscheidungstext OGH 01.02.1977 3 Ob 3/77
    Vgl auch; nur T1; Veröff: ÖBl 1977,131
  • RS0062514">3 Ob 100/79
    Entscheidungstext OGH 24.10.1979 3 Ob 100/79
    nur T1; nur: Bei der Anwendung dieser Zwangsmittel ist das Exekutionsgericht an die aus dem Gesetzestext hervorgehenden Strafgrenzen gebunden, doch obliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen seinem zweckgebundenen Ermessen. (T2); Veröff: SZ 52/152
  • 3 Ob 113/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 113/80
  • 3 Ob 49/81
    Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 49/81
  • RS0062514">3 Ob 92/81
    Entscheidungstext OGH 26.08.1981 3 Ob 92/81
    nur T2; Beisatz: § 355 enthält keine Kriminalstrafen. (T3); Veröff: SZ 54/115 = ÖBl 1981,164
  • RS0062514">3 Ob 22/91
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 3 Ob 22/91
    nur: Es liegt im Zweck der Beugemittel des § 355 EO, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen. (T4); Veröff: SZ 64/72 = ÖBl 1991,129
  • RS0062514">3 Ob 82/91
    Entscheidungstext OGH 16.10.1991 3 Ob 82/91
    Vgl auch; Beisatz: Das Prinzip der Vollzugsstufen wird nicht verletzt, wenn diese jetzt von pro Verstoß möglichem Antrag zu Antrag laufen. (T5)
  • RS0062514">3 Ob 51/92
    Entscheidungstext OGH 27.08.1992 3 Ob 51/92
    nur T1; nur: Sie sollen nicht den Verstoß des Verpflichteten gegen das gerichtliche Gebot oder Verbot vergelten, sondern den Willen des Verpflichteten auf Erfüllung ausrichten, sie dienen der Verhinderung weiteren Zuwiderhandelns. (T6); Veröff: WBl 1993/27 S 132 = RPflSlg 1993/49

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0062514

Dokumentnummer

JJR_19591104_OGH0002_0030OB00445_5900000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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