RS OGH 1960/2/3 5Ob29/60, 2Ob17/61, 1Ob325/61, 2Ob105/65, 5Ob90/65, 2Ob340/66, 2Ob162/67, 8Ob163/69,

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 03.02.1960
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Norm

ABGB §1320 B1

Rechtssatz

Grundsätzlich bedeutet das freie Umherlaufenlassen eines Hundes auf der Straße ohne Maulkorb und ohne dass der Hund von einem Tierhalter oder von einer von diesem beauftragten Person unter Kontrolle gehalten wird, eine Vernachlässigung der Verwahrungspflicht, wobei es gleichgültig ist, ob der Hund geradezu bösartig ist oder nicht.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 29/60
    Entscheidungstext OGH 03.02.1960 5 Ob 29/60
    Veröff: EvBl 1960/127 S 239
  • 2 Ob 17/61
    Entscheidungstext OGH 10.02.1961 2 Ob 17/61
    Veröff: ZVR 1961/287 S 235
  • 1 Ob 325/61
    Entscheidungstext OGH 06.09.1961 1 Ob 325/61
  • 2 Ob 105/65
    Entscheidungstext OGH 13.05.1965 2 Ob 105/65
    Veröff: JBl 1965,624 = ZVR 1966/6 S 16
  • 5 Ob 90/65
    Entscheidungstext OGH 13.05.1965 5 Ob 90/65
  • 2 Ob 340/66
    Entscheidungstext OGH 19.12.1966 2 Ob 340/66
    Veröff: EvBl 1967/253 S 329
  • 2 Ob 162/67
    Entscheidungstext OGH 24.05.1967 2 Ob 162/67
  • 8 Ob 163/69
    Entscheidungstext OGH 16.09.1969 8 Ob 163/69
  • 8 Ob 192/69
    Entscheidungstext OGH 30.09.1969 8 Ob 192/69
    Beisatz: Hier: Freies Herumtreiben von Schäferhund. (T1)
  • 6 Ob 285/69
    Entscheidungstext OGH 26.11.1969 6 Ob 285/69
    Beisatz: Die Möglichkeit eines Erschreckens zufolge Bewegungen, Lärm etc des Straßenverkehrs und eines dadurch veranlaßten Angriffes kann in keinem Fall ausgeschlossen werden (hier: Fußgeherin). (T2)
  • 7 Ob 233/69
    Entscheidungstext OGH 21.01.1970 7 Ob 233/69
    Beisatz: Sinngemäß das Gleiche gilt aber auch dann, wenn die Örtlichkeit, in der sich das Tier frei ergehen kann, nicht eine Straße, sondern irgendein anderes Gelände ist, solange dort ein Kommen und Gehen vieler Menschen herrscht (Hier KZ Mauthausen). (T3)
  • 1 Ob 244/70
    Entscheidungstext OGH 29.10.1970 1 Ob 244/70
    Beisatz: Mangelhaft verwahrter Schäferhund verletzt Kind am Nachbargrund. (T4)
  • 8 Ob 273/71
    Entscheidungstext OGH 12.10.1971 8 Ob 273/71
    Veröff: ZVR 1972/99 S 174
  • 1 Ob 301/71
    Entscheidungstext OGH 11.11.1971 1 Ob 301/71
  • 1 Ob 563/76
    Entscheidungstext OGH 24.03.1976 1 Ob 563/76
  • 2 Ob 121/76
    Entscheidungstext OGH 11.06.1976 2 Ob 121/76
    Beisatz: Der größeren oder geringeren Verkehrsdichte ist keine Bedeutung beizumessen. (T5) Veröff: ZVR 1977/44 S 53
  • 7 Ob 660/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 660/78
    Beis wie T5; Veröff: ZVR 1979/220 S 279
  • 2 Ob 10/79
    Entscheidungstext OGH 27.02.1979 2 Ob 10/79
    Vgl; Veröff: ZVR 1980/18 S 24
  • 6 Ob 782/79
    Entscheidungstext OGH 06.02.1980 6 Ob 782/79
    Vgl aber; Beisatz: Hund beißt auf einer zu mehreren Gehöften führenden Straßen ein mit ihm vertrautes Nachbarkind - keine Verletzung der Verwahrungspflicht. (T6)
  • 2 Ob 45/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 2 Ob 45/80
    Auch; Beisatz: Hund läuft in Lastkraftwagen. (T7) Veröff: ZVR 1982/31 S 47
  • 7 Ob 61/99t
    Entscheidungstext OGH 14.04.1999 7 Ob 61/99t
    Auch
  • 8 Ob 125/03w
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 Ob 125/03w
    Auch
  • 6 Ob 227/05h
    Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 227/05h
    Vgl auch; Beisatz: Wegen der Unberechenbarkeit der Tiere darf ihnen auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht die volle Bewegungsfreiheit gewährt werden, weil die Gefahr besteht, dass sie durch instinktive Bewegungen Menschen angehen und dabei zu Sturz bringen. Hier: Der Hund der Beklagten war ein noch junger, relativ großer (30 kg schwerer) Hund mit den Eigenschaften lebhaft, verspielt und ungestüm. Schon daraus ergibt sich eine das Normalmaß übersteigende Sorgfaltspflicht. (T8)
  • 2 Ob 196/12f
    Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 196/12f
    Auch; Beisatz: Hier: Der Tierhalter hat die objektiv gebotene Sorgfalt dadurch verletzt, dass er seinen Hund nicht (durch Anleinen oder Zurückrufen) daran gehindert hat, von der rechten Fahrbahnseite zur Fahrbahnmitte zu gehen. (T9)
    Beisatz: Diese Verletzung der Verwahrungs- bzw Beaufsichtigungspflicht ist keineswegs zu vernachlässigen, weil das Freilaufen eines Hundes auf der Straße eine erhebliche Unfallgefahr für den Fahrzeugverkehr darstellt. (T10)
  • 4 Ob 206/16x
    Entscheidungstext OGH 25.10.2016 4 Ob 206/16x
    Auch; Beisatz: Freilaufender Hund springt einen anderen Hund an, der von der Klägerin an der Leine geführt wird und diese umreißt. Haftung bejaht. (T11)

Schlagworte

Auto

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0030079

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

25.11.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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