RS OGH 2024/8/28 3Ob199/60; 2Ob66/63; 8Ob278/67; 6Ob83/68; 4Ob543/70; 8Ob69/71; 7Ob154/71; 8Ob154/72

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.06.1960
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Norm

ABGB §870 CII
ABGB §1487
  1. ABGB § 870 heute
  2. ABGB § 870 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1487 heute
  2. ABGB § 1487 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2015
  3. ABGB § 1487 gültig von 01.04.1916 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

List im Sinne der §§ 870, 1487 ABGB bedeutet, dass der andere den Irrenden bewusst in Irrtum führt oder den ihm bekannten Irrtum ausnützt, dass er also positive Kenntnis davon hat, dass der andere Teil irrt und dass der Irrtum einen Einfluss auf seinen Willensentschluss ausübt (E.v. 14.03.1958, EvBl 1958/237).List im Sinne der Paragraphen 870, 1487, ABGB bedeutet, dass der andere den Irrenden bewusst in Irrtum führt oder den ihm bekannten Irrtum ausnützt, dass er also positive Kenntnis davon hat, dass der andere Teil irrt und dass der Irrtum einen Einfluss auf seinen Willensentschluss ausübt (E.v. 14.03.1958, EvBl 1958/237).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 199/60
    Entscheidungstext OGH 22.06.1960 3 Ob 199/60
  • 2 Ob 66/63
    Entscheidungstext OGH 21.03.1963 2 Ob 66/63
  • 8 Ob 278/67
    Entscheidungstext OGH 24.10.1967 8 Ob 278/67
  • RS0014829">6 Ob 83/68
    Entscheidungstext OGH 20.03.1968 6 Ob 83/68
    Veröff: SZ 41/33 = EvBl 1968/395 S 628 = JBl 1969,147
  • 4 Ob 543/70
    Entscheidungstext OGH 26.05.1970 4 Ob 543/70
  • 8 Ob 69/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1971 8 Ob 69/71
  • 7 Ob 154/71
    Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71
  • 8 Ob 154/72
    Entscheidungstext OGH 05.09.1972 8 Ob 154/72
  • 5 Ob 93/74
    Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 93/74
  • RS0014829">1 Ob 158/74
    Entscheidungstext OGH 07.10.1974 1 Ob 158/74
    Veröff: VersR 1976,202 = SZ 47/104
  • RS0014829">7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Veröff: JBl 1976,145
  • 3 Ob 205/74
    Entscheidungstext OGH 04.03.1975 3 Ob 205/74
    Vgl auch
  • 4 Ob 592/75
    Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 592/75
  • 5 Ob 201/75
    Entscheidungstext OGH 18.11.1975 5 Ob 201/75
  • 6 Ob 156/75
    Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75
    Auch
  • RS0014829">5 Ob 631/76
    Entscheidungstext OGH 13.07.1976 5 Ob 631/76
  • 5 Ob 731/78
    Entscheidungstext OGH 09.01.1979 5 Ob 731/78
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 5 Ob 512/80
    Entscheidungstext OGH 01.04.1980 5 Ob 512/80
  • 1 Ob 772/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 1 Ob 772/80
    Veröff: JBl 1982,36
  • 3 Ob 584/81
    Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 584/81
    Veröff: GesRZ 1982,251
  • RS0014829">1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    Auch; Veröff: SZ 55/51
  • 8 Ob 202/83
    Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 202/83
  • RS0014829">4 Ob 510/93
    Entscheidungstext OGH 09.03.1993 4 Ob 510/93
  • RS0014829">1 Ob 1538/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
    Auch
  • RS0014829">1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch
  • RS0014829">6 Ob 635/95
    Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 635/95
  • RS0014829">2 Ob 382/97h
    Entscheidungstext OGH 20.01.1998 2 Ob 382/97h
    nur: List bedeutet, dass er also positive Kenntnis davon hat, dass der andere Teil irrt und dass der Irrtum einen Einfluss auf seinen Willensentschluss ausübt. (T1)
    Beisatz: List setzt eine rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung voraus. (T2)
  • RS0014829">2 Ob 313/99i
    Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 313/99i
    Vgl auch
  • RS0014829">8 ObA 58/01i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 58/01i
    nur T1
  • RS0014829">8 Ob 302/01x
    Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 Ob 302/01x
  • RS0014829">6 Ob 7/06g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 7/06g
    Vgl auch; Beisatz: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. Dabei kommt es maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an. (T3)
    Veröff: SZ 2006/22
  • RS0014829">8 Ob 62/09i
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 62/09i
    Vgl; Beisatz: Bei der Beurteilung der Frage, ob die Voraussetzungen des § 870 ABGB erfüllt sind, kommt es maßgeblich auf die Umstände des jeweiligen Einzelfalls an. (T4)
  • RS0014829">6 Ob 268/09v
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 268/09v
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0014829">6 Ob 42/11m
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 42/11m
    Vgl; Beis wie T4
  • RS0014829">7 Ob 70/12p
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 70/12p
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0014829">9 ObA 51/15p
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 51/15p
    Auch; Beis wie T4
  • RS0014829">7 Ob 54/16s
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 54/16s
    Auch
  • RS0014829">5 Ob 214/19k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2020 5 Ob 214/19k
    Beis wie T4
  • RS0014829">5 Ob 144/20t
    Entscheidungstext OGH 30.09.2020 5 Ob 144/20t
    Vgl
  • RS0014829">7 Ob 218/23v
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.01.2024 7 Ob 218/23v
    vgl; Beisatz nur wie T4
  • RS0014829">7 Ob 117/24t
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.08.2024 7 Ob 117/24t
    vgl; Beisatz nur wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0014829

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.10.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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