RS OGH 1961/7/14 7Nds540/61, 9Nds259/65, 12Nds173/65

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.07.1961
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Norm

StPO §51 Abs1

Rechtssatz

Besteht die strafbare Handlung aus einer Mehrheit von Tätigkeiten, so entscheidet für die Bestimmung des Tatortes nach § 51 Abs 1 StPO der Ort, an dem der Täter die Tätigkeit ausübt, durch welche die strafbare Handlung vollendet wurde (vgl KH 564 und Lohsing-Serini S 106). Dies ist bei einem Patenteingriff die Tätigkeit, durch welche der Eingriffsgegenstand in Verkehr gebracht und feilgehalten wurde (ebenso 7 Nds 102/61 zu § 23 MSchG).

Entscheidungstexte

  • 7 Nds 540/61
    Entscheidungstext OGH 14.07.1961 7 Nds 540/61
    Veröff: SSt XXXII/64
  • 9 Nds 259/65
    Entscheidungstext OGH 20.05.1965 9 Nds 259/65
    nur: Besteht die strafbare Handlung aus einer Mehrheit von Tätigkeiten, so entscheidet für die Bestimmung des Tatortes nach § 51 Abs 1 StPO der Ort, an dem der Täter die Tätigkeit ausübt, durch welche die strafbare Handlung vollendet wurde. (T1) Beisatz: § 197 StG (Tatort, wo der Verdächtige die Bestellung, die zur Irreführung und in weiterer Folge zur Schädigung führt, aufgegeben hat). (T2)
  • 12 Nds 173/65
    Entscheidungstext OGH 01.06.1965 12 Nds 173/65
    Beisatz: Ort der Vorbereitungshandlungen unerheblich. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0096590

Dokumentnummer

JJR_19610714_OGH0002_007NDS00540_6100000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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