RS OGH 1980/2/14 8Os132/61, 10Os387/62, 9Os61/68, 9Os96/70, 11Os101/72, 11Os108/73, 11Os29/76, 11Os6

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.07.1961
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Norm

FinStrG §19 Abs4
  1. FinStrG Art. 1 § 19 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 19 gültig ab 01.08.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 414/1988
  3. FinStrG Art. 1 § 19 gültig von 01.01.1976 bis 31.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975

Rechtssatz

Aus der Bestimmung des § 19 Abs 3 FinStrG kann kein Verbot abgeleitet werden, einer verurteilten Person auch dann den ganzen Wertersatz aufzuerlegen, wenn neben ihr auch andere Personen an der Tat beteiligt waren, jedoch - etwa weil sie unbekannt sind - nicht vor Gericht gestellt und bestraft werden können. (Gegenteilig: EvBl 1961/287).Aus der Bestimmung des Paragraph 19, Absatz 3, FinStrG kann kein Verbot abgeleitet werden, einer verurteilten Person auch dann den ganzen Wertersatz aufzuerlegen, wenn neben ihr auch andere Personen an der Tat beteiligt waren, jedoch - etwa weil sie unbekannt sind - nicht vor Gericht gestellt und bestraft werden können. (Gegenteilig: EvBl 1961/287).

Entscheidungstexte

  • RS0086435">8 Os 132/61
    Entscheidungstext OGH 14.07.1961 8 Os 132/61
  • 10 Os 387/62
    Entscheidungstext OGH 21.11.1963 10 Os 387/62
    Veröff: EvBl 1964/290 S 406 = JBl 1964,215 = RZ 1964,14 = SSt 34/70
  • 9 Os 61/68
    Entscheidungstext OGH 18.12.1969 9 Os 61/68
    Auch
  • 9 Os 96/70
    Entscheidungstext OGH 12.01.1971 9 Os 96/70
  • 11 Os 101/72
    Entscheidungstext OGH 20.09.1972 11 Os 101/72
    Beisatz: Implicite. (T1) Veröff: EvBl 1973/84 S 188
  • 11 Os 108/73
    Entscheidungstext OGH 14.12.1973 11 Os 108/73
    Veröff: EvBl 1974/217 S 468
  • 11 Os 29/76
    Entscheidungstext OGH 07.05.1976 11 Os 29/76
  • 11 Os 64/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 11 Os 64/78
    Vgl aber
  • RS0086435">12 Os 154/79
    Entscheidungstext OGH 14.02.1980 12 Os 154/79
    Gegenteilig; Beisatz: Seit der FinStrGNov 1975 hat der Wertersatz eindeutigen Strafcharakter; bei dessen Verhängung ist von den allgemeinen Grundsätzen der Strafbemessung auszugehen. Daher ist gemäß § 23 Abs 1 FinStrG Strafbemessungsgrundlage die Schuld des Täters, welche nicht etwa durch den Zufall beeinflußt werden kann, ob andere Täter, Beteiligte oder Hehler vor Gericht gestellt werden können oder nicht. (T2) Veröff: EvBl 1980/184 S 525 = SSt 51/7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0086435

Dokumentnummer

JJR_19610714_OGH0002_0080OS00132_6100000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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