RS OGH 2023/9/12 1Ob174/65; 5Ob220/70; 1Ob51/71; 6Ob621/77; 5Ob623/79; 6Ob610/84; 2Ob524/93; 7Ob51/0

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Veröffentlicht am 11.11.1965
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Rechtssatz

Ob ungeachtet einer vom Beklagten im Lauf des Prozesses zu Gunsten des Klägers abgegebenen Erklärung der Fortbestand eines rechtlichen Interesses des letzteren an einer alsbaldigen Feststellung des begehrten Inhaltes bejaht werden kann, lässt sich nur nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 174/65
    Entscheidungstext OGH 11.11.1965 1 Ob 174/65
    Veröff: EvBl 1966/117 S 159
  • 5 Ob 220/70
    Entscheidungstext OGH 07.10.1970 5 Ob 220/70
    Ähnlich
  • 1 Ob 51/71
    Entscheidungstext OGH 11.03.1971 1 Ob 51/71
    Beisatz: Hier: Außergerichtliche Anerkenntnis der Unterlassung weiterer Eigentumseingriffe. (T1) Veröff: EvBl 1972/20 S 42
  • 6 Ob 621/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 621/77
  • 5 Ob 623/79
    Entscheidungstext OGH 03.07.1979 5 Ob 623/79
  • 6 Ob 610/84
    Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 610/84
    Beisatz: Eine rein abstrakte Möglichkeit, der Kläger könnte vielleicht vom Beklagten irgendwann einmal zum Wiederaufrollen des Prozesses veranlasst werden, kann den Erfordernissen des § 228 ZPO nicht genügen. Ein rechtlich und wirtschaftlich sinnloses Verhalten des Gegners, welcher einen behaupteten Anspruch fallen ließ, kann auch nicht vermutet werden. (T2)
  • RS0039224">2 Ob 524/93
    Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 524/93
  • RS0039224">7 Ob 51/01b
    Entscheidungstext OGH 22.05.2002 7 Ob 51/01b
    Auch
  • RS0039224">8 Ob 85/03p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 8 Ob 85/03p
  • RS0039224">7 Ob 123/08a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 7 Ob 123/08a
  • RS0039224">9 ObA 43/11f
    Entscheidungstext OGH 30.01.2012 9 ObA 43/11f
    Vgl auch; Beisatz: Rein theoretische Befürchtungen genügen den Erfordernissen des § 228 ZPO in Bezug auf die „rechtlich?praktische Bedeutung“ der begehrten Feststellung nicht. (T3)
  • RS0039224">6 Ob 37/13d
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 37/13d
    Beisatz: Hier: Hat die Beklagte die tatsächliche Rechtslage bereits in der Klagebeantwortung klargestellt und die Klägerin die zunächst unrichtige Berühmung durch die Beklagte mitveranlasst, liegt in der Auffassung, das Feststellungsinteresse sei bereits vor Schluss der mündlichen Verhandlung weggefallen keine Fehlbeurteilung. (T4)
  • RS0039224">3 Ob 161/15w
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 161/15w
    Auch; Beis wie T4
  • RS0039224">6 Ob 127/20z
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 6 Ob 127/20z
    Anm: Veröff: SZ 2021/10
  • RS0039224">4 Ob 169/22i
    Entscheidungstext OGH 22.11.2022 4 Ob 169/22i
    Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3
  • RS0039224">7 Ob 67/23p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 30.08.2023 7 Ob 67/23p
    Beisatz: Hier: Deckungsklage; Frage des Wegfalls des rechtlichen Interesses bei konstitutivem/deklarativem Anerkenntnis. (T5)
  • RS0039224">8 Ob 55/23f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 03.08.2023 8 Ob 55/23f
    vgl
  • RS0039224">4 Ob 82/23x
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 12.09.2023 4 Ob 82/23x
    vgl; Beisatz nur wie T3: Im vorliegenden Fall hat die Beklagte ausdrücklich auf die Anfechtung des Kaufvertrags aus jedem Rechtsgrund verzichtet und einen entsprechenden gerichtlichen Vergleich angeboten. Damit hat das Berufungsgericht vertretbar das Bestehen eines Feststellungsinteresses der Klägerin iSv § 228 ZPO verneint, zumal kein konkreter, aktueller Anlass für eine ehebaldige gerichtliche Entscheidung besteht. (T6)

Schlagworte

Einzelfall

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0039224

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.11.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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