RS OGH 2023/9/20 8Ob251/67 (8Ob252/67; 8Ob253/67); 5Ob234/70 (5Ob235/70); 7Ob78/73; 8Ob136/74 (8Ob13

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.10.1967
beobachten
merken

Rechtssatz

Wenn kein unbedenkliches Testament vorliegt, sind die gesetzlichen Erben zu verständigen. Wurde dies unterlassen, konnte die Einantwortungsurkunde nicht rechtskräftig werden und war über Rekus der gesetzlichen Erben aufzuheben.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 251/67
    Entscheidungstext OGH 24.10.1967 8 Ob 251/67
    SZ 40/135
  • 5 Ob 234/70
    Entscheidungstext OGH 14.10.1970 5 Ob 234/70
    Ähnlich; Beisatz: Bei Vorliegen eines unbedenklichen Testaments keine Verständigung des gesetzlichen Erben. (T1) = SZ 43/179 = NZ 1973,28 = NZ 1972,46
  • 7 Ob 78/73
    Entscheidungstext OGH 17.05.1973 7 Ob 78/73
    Auch; Beisatz: Hier liegt weder ein unbedenklicher Erbverzicht noch Testament oder Erbvertrag vor. (T2)
  • 8 Ob 136/74
    Entscheidungstext OGH 09.07.1974 8 Ob 136/74
    Ähnlich; Beis wie T1
  • 3 Ob 619/76
    Entscheidungstext OGH 09.11.1976 3 Ob 619/76
    NZ 1978,174
  • 1 Ob 666/79
    Entscheidungstext OGH 02.08.1979 1 Ob 666/79
    Auch; EFSlg 35112
  • 5 Ob 780/80
    Entscheidungstext OGH 20.01.1981 5 Ob 780/80
  • 7 Ob 661/83
    Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 661/83
    Beisatz: Die Zustellung des "Mantelbeschlusses" (ohne
    Einantwortungsurkunde) genügt zumindest dann nicht, wenn er nicht bereits den ganzen Inhalt der Einantwortungsurkunde enthält. (T3)
  • RS0007686">7 Ob 544/87
    Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 544/87
    Beisatz: Bei Zweifeln an der Unbedenklichkeit des Testaments sind auch die gesetzlichen Erben vom Erbanfall mit der Aufforderung zu verständigen, die Erbserklärung beizubringen, damit die Erbverhandlung gepflogen werden könne. (T4)
  • RS0007686">6 Ob 533/90
    Entscheidungstext OGH 22.02.1990 6 Ob 533/90
  • RS0007686">7 Ob 209/04t
    Entscheidungstext OGH 17.11.2004 7 Ob 209/04t
    Auch
  • RS0007686">9 Ob 88/04p
    Entscheidungstext OGH 03.08.2005 9 Ob 88/04p
    Auch; Beis wie T4
  • RS0007686">8 Ob 6/06z
    Entscheidungstext OGH 11.05.2006 8 Ob 6/06z
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2006/72
  • RS0007686">1 Ob 102/23s
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.09.2023 1 Ob 102/23s
    vgl; Beisatz: Hier: Amtshaftungsverfahren. Unvertretbare Annahme eines unbedenklichen Testaments. Zu § 157 AußStrG 2005. (T5)
    Beisatz: Ist ein im Verlassenschaftsverfahren aktenkundiges Testament nicht unbedenklich, sind auch die gesetzlichen Erben nach § 157 Abs 1 AußStrG zur Abgabe einer Erbantrittserklärung aufzufordern. (T6)
    Beisatz: Offenlassend, ob die gemäß § 157 Abs 1 AußStrG „nach der Aktenlage als Erben in Frage kommenden Personen“ mit den „vermutlichen Erben“ im Sinn des § 75 AußStrG aF gleichzusetzen sind (vgl dazu auch 2 Ob 21/22k [Rz 5]). (T7)
    Beisatz: Die Übermittlung des Testaments nach § 152 Abs 2 AußStrG dient dazu, den gesetzlichen Erben dessen Bekämpfung im Verfahren über das Erbrecht zu ermöglichen. (T8)
    Beisatz: Dies wurde den aktenkundigen gesetzlichen Erben hier faktisch unmöglich gemacht, weil sie das Testament erst drei Tage vor der Einantwortung erhielten und daher nicht ausreichend Zeit hatten, durch Erbantrittserklärung ihre Rechte geltend zu machen. (T9)
    Anm: Vgl RS0134510.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0007686

Im RIS seit

24.10.1967

Zuletzt aktualisiert am

06.11.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten