RS OGH 2012/2/6 Bkd5/68, Bkd25/68, Bkd24/68, Bkd16/70, Bkd16/77, Bkd23/80, Bkd2/81, Bkd47/82, Bkd22/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 01.04.1968
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Norm

RAO §9
  1. RAO § 9 heute
  2. RAO § 9 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2024
  3. RAO § 9 gültig von 22.03.2020 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2020
  4. RAO § 9 gültig von 01.08.2019 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2019
  5. RAO § 9 gültig von 25.05.2018 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2018
  6. RAO § 9 gültig von 01.09.2013 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2013
  7. RAO § 9 gültig von 01.07.2010 bis 31.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2010
  8. RAO § 9 gültig von 29.12.2007 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2007
  9. RAO § 9 gültig von 29.10.2003 bis 28.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2003
  10. RAO § 9 gültig von 01.07.1996 bis 28.10.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 304/1996

Rechtssatz

Nicht einmal solche Äußerungen, die den Tatbestand einer Ehrenbeleidigung begründen, müssen disziplinär sein (AnwBl 1934,215). Bona fide vorgebrachte Beschuldigungen bilden, auch wenn sich hinterher ihre Unwahrheit und Grundlosigkeit herausstellen sollte, sofern sich der Rechtsanwalt innerhalb der Grenzen pflichtgemäßer Berufsausübung gehalten hat, keine Berufspflichtenverletzungen und machen ihn daher weder gerichtlich noch disziplinar straffällig.

Entscheidungstexte

  • Bkd 5/68
    Entscheidungstext OGH 01.04.1968 Bkd 5/68
    Veröff: AnwBl 1971,19
  • Bkd 25/68
    Entscheidungstext OGH 24.06.1968 Bkd 25/68
    Veröff: AnwBl 1970,314
  • Bkd 24/68
    Entscheidungstext OGH 07.10.1968 Bkd 24/68
    Vgl; Veröff: AnwBl 1971,44
  • Bkd 16/70
    Entscheidungstext OGH 25.05.1970 Bkd 16/70
  • Bkd 16/77
    Entscheidungstext OGH 02.05.1977 Bkd 16/77
  • Bkd 23/80
    Entscheidungstext OGH 07.07.1980 Bkd 23/80
    Vgl auch
  • Bkd 2/81
    Entscheidungstext OGH 29.06.1982 Bkd 2/81
    nur: Nicht einmal solche Äußerungen, die den Tatbestand einer Ehrenbeleidigung begründen, müssen disziplinär sein. (T1)
  • Bkd 47/82
    Entscheidungstext OGH 11.04.1983 Bkd 47/82
    nur: Bona fide vorgebrachte Beschuldigungen bilden, auch wenn sich hinterher ihre Unwahrheit und Grundlosigkeit herausstellen sollte, sofern sich der Rechtsanwalt innerhalb der Grenzen pflichtgemäßer Berufsausübung gehalten hat, keine Berufspflichtenverletzungen und machen ihn daher weder gerichtlich noch disziplinar straffällig.(T2)
  • Bkd 22/83
    Entscheidungstext OGH 07.11.1983 Bkd 22/83
  • Bkd 66/83
    Entscheidungstext OGH 21.05.1984 Bkd 66/83
    Vgl auch
  • Bkd 2/87
    Entscheidungstext OGH 18.05.1987 Bkd 2/87
    Veröff: AnwBl 1988,671
  • 10 Bkd 2/03
    Entscheidungstext OGH 27.10.2003 10 Bkd 2/03
    Auch; Beisatz: Insbesondere dann, wenn der Rechtsanwalt durch die ihm von seiner Partei erteilte Information gedeckt ist, die er hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes zu überprüfen nicht verpflichtet ist, solange er über den Rahmen nicht hinaus gegangen ist. (T3)
  • 16 Bkd 1/07
    Entscheidungstext OGH 08.10.2007 16 Bkd 1/07
    nur T2; Beis wie T3
  • 16 Bkd 3/09
    Entscheidungstext OGH 19.04.2010 16 Bkd 3/09
    Vgl auch; Beisatz: Der „gute Glaube“ wirkt hinsichtlich bona fide vorgebrachter Beschuldigungen exkulpierend, wenn der Rechtsanwalt durch die ihm von seiner Partei erteilten Informationen gedeckt ist, die er hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes zu überprüfen nicht verpflichtet ist, solange er über deren Rahmen nicht hinausgeht. (T4)
  • 16 Bkd 13/09
    Entscheidungstext OGH 05.07.2010 16 Bkd 13/09
    nur T2
  • 16 Bkd 8/11
    Entscheidungstext OGH 06.02.2012 16 Bkd 8/11
    Auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0071937

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2012
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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