RS OGH 1971/4/22 12Os34/71, 10Os240/71, 10Os14/74, 13Os31/91

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Veröffentlicht am 22.04.1971
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Rechtssatz

Wer sich gegen die Annahme der gewerbsmäßigen Begehung des Schmuggels wendet, macht der Sache nach eine Nichtigkeit des betreffenden Schuldspruches nach dem § 281 Z 9 lit a StPO und nicht nach § 281 Abs 1 Z 10 StPO geltend, wenn die Zuständigkeit des Gerichtes zur Ahndung des Finanzvergehens zufolge der sich nur auf 21.772 Schilling belaufenden Abgabenverkürzung und des sohin fünfzigtausend Schilling nicht übersteigenden strafbestimmenden Wertbetrages nur auf der gewerbsmäßigen Begehung des Schmuggels durch den Angeklagten beruht (§§ 55 Abs 1 lit b, Abs 2 lit a und Abs 7 FinStrG), bei deren Wegfall die Finanzstraftat überhaupt keine zur Zuständigkeit der Gerichte gehörige strafbare Handlung begründen würde.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 34/71
    Entscheidungstext OGH 22.04.1971 12 Os 34/71
    Veröff: EvBl 1972/16 S 19
  • 10 Os 240/71
    Entscheidungstext OGH 18.01.1972 10 Os 240/71
  • 10 Os 14/74
    Entscheidungstext OGH 26.03.1974 10 Os 14/74
    Veröff: EvBl 1975/14 S 24
  • 13 Os 31/91
    Entscheidungstext OGH 12.06.1991 13 Os 31/91

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0086618

Dokumentnummer

JJR_19710422_OGH0002_0120OS00034_7100000_002
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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