RS OGH 1977/11/8 12Os4/72, 11Os136/77

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 09.03.1972
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Norm

StPO §260 Z1
StPO §281 Z9 lita
  1. StPO § 260 heute
  2. StPO § 260 gültig ab 01.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  3. StPO § 260 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  4. StPO § 260 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StPO § 260 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.2001
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die Feststellung, der Angeklagte habe ein noch nicht vierzehnjähriges Mädchen zur Befriedigung seiner Lüste auf eine andere als die im § 127 StG bezeichnete Weise dadurch geschlechtlich zu mißbrauchen versucht, daß er sie aufforderte, ihn in das Herrenklosett zu begleiten, genügt nicht zu einer Verurteilung wegen des Verbrechens der versuchten Schändung nach den §§ 8, 128 StG. Ein im wesentlichen nur die Wiedergabe der verba legalia enthaltendes Urteil verstößt gegen die im § 260 Z 1 StPO geforderte Konkretisierung des Urteils, die erkennen lassen muß, welche tatbildmäßige Handlung (im Sinne des § 128 StG) seitens des Täters geplant war.Die Feststellung, der Angeklagte habe ein noch nicht vierzehnjähriges Mädchen zur Befriedigung seiner Lüste auf eine andere als die im Paragraph 127, StG bezeichnete Weise dadurch geschlechtlich zu mißbrauchen versucht, daß er sie aufforderte, ihn in das Herrenklosett zu begleiten, genügt nicht zu einer Verurteilung wegen des Verbrechens der versuchten Schändung nach den Paragraphen 8, 128, StG. Ein im wesentlichen nur die Wiedergabe der verba legalia enthaltendes Urteil verstößt gegen die im Paragraph 260, Ziffer eins, StPO geforderte Konkretisierung des Urteils, die erkennen lassen muß, welche tatbildmäßige Handlung (im Sinne des Paragraph 128, StG) seitens des Täters geplant war.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 4/72
    Entscheidungstext OGH 09.03.1972 12 Os 4/72
    Veröff: EvBl 1972/308 S 582
  • 11 Os 136/77
    Entscheidungstext OGH 08.11.1977 11 Os 136/77
    Vgl; Beisatz: Eine Präzision, welche von mehreren denkbaren Unzuchtakten geplant war, ist nicht nötig. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0098771

Dokumentnummer

JJR_19720309_OGH0002_0120OS00004_7200000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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