RS OGH 2017/8/24 3Ob96/72, 1Ob544/77, 2Ob118/81, 1Ob624/87, 5Ob161/15k, 8Ob82/17t

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.10.1972
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Norm

ABGB §870 DI
  1. ABGB § 870 heute
  2. ABGB § 870 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Furcht ist gegründet, wenn das Übel, das die bedrohte Person unmittelbar treffen soll, so bedeutsam ist, dass seine Abwendung durch die Abgabe der verlangten Willenserklärung als vernünftig und zweckmäßig bezeichnet werden kann. Bei der Beurteilung der Schwere und Empfindlichkeit des Übels ist auf die persönlichen Verhältnisse des Bedrohten, auf seine Gemütsbeschaffenheit und seine wirtschaftliche Lage Bedacht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 96/72
    Entscheidungstext OGH 05.10.1972 3 Ob 96/72
    Veröff: JBl 1973,313
  • RS0014854">1 Ob 544/77
    Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 544/77
  • 2 Ob 118/81
    Entscheidungstext OGH 30.11.1982 2 Ob 118/81
  • RS0014854">1 Ob 624/87
    Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 624/87
    nur: Bei der Beurteilung der Schwere und Empfindlichkeit des Übels ist auf die persönlichen Verhältnisse des Bedrohten, auf seine Gemütsbeschaffenheit Bedacht zu nehmen. (T1)
  • RS0014854">5 Ob 161/15k
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 161/15k
  • RS0014854">8 Ob 82/17t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 82/17t
    Auch; nur: Furcht ist begründet, wenn das Übel, das die bedrohte Person unmittelbar treffen soll, so bedeutsam ist, dass seine Abwendung durch die Abgabe der verlangten Willenserklärung als vernünftig und zweckmäßig bezeichnet werden kann. (T2)
    Beisatz: Hier: Keine die Willensfreiheit in relevantem Ausmaß einschränkende Zwangslage. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0014854

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2017
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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