RS OGH 1974/5/14 4Ob534/74, Bsw30814/06

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Veröffentlicht am 14.05.1974
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Norm

ABGB §700

Rechtssatz

Der Wegfall der Rechte aus der letztwilligen Verfügung im Falle einer Eheschließung ist nur bei Vorliegen der vom Gesetz festgelegten Ausnahmetatbestände vorgesehen. Diese Ausnahmen sind aber schon nach allgemeinen Grundsätzen nicht ausdehnend auszulegen. Daher ist das Hfd 23.05.1844, JGS Nr 807 nur bei letztwilligen Zuwendungen an eine Frau, nicht aber bei einer solchen an einen Mann anzuwenden.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 534/74
    Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 534/74
    Veröff: EvBl 1974/274 S 601 = JBl 1975,94 = NZ 1975,72 = SZ 47/63
  • Bsw 30814/06
    Entscheidungstext AUSL EGMR 18.03.2011 Bsw 30814/06
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Die Entscheidung darüber, ob Kreuze in Klassenzimmern hängen sollen, fällt im Prinzip in den staatlichen Ermessensspielraum. (Bem: Lautsi gg. Italien [Große Kammer]) (T1)Veröff: NL 2011,81

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0012743

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.01.2013
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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