RS OGH 1994/3/16 12Os79/75, 11Os50/75, 13Os57/76, 13Os87/76, 11Os4/77, 13Os134/78, 9Os122/79, 9Os45/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.09.1975
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Norm

StGB §11 E
StPO §281 Abs1 Z4 B
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Unter den Begriff der "anderen seelischen Störungen" fallen neben hochgradigen Neurosen, Psychopathien und sonstigen Triebstörungen oder Defektzuständen nach behandelten und "ausgeheilten" Krankheiten insbesondere auch schwere Affektzustände, welche die Diskretionsfähigkeit oder Dispositionsfähigkeit aufheben. Die "andere" seelische Störung muß so schwer sein, daß ihr gleiche Wirkung wie der klassischen Geistesstörung zukommt. § 11 StGB wirft daher grundsätzlich keine gegenüber der bisher schon in der Judikatur behandelten neuen, von den psychiatrischen Sachverständigen unbeachtet gebliebenen medizinischen Aspekte auf.Unter den Begriff der "anderen seelischen Störungen" fallen neben hochgradigen Neurosen, Psychopathien und sonstigen Triebstörungen oder Defektzuständen nach behandelten und "ausgeheilten" Krankheiten insbesondere auch schwere Affektzustände, welche die Diskretionsfähigkeit oder Dispositionsfähigkeit aufheben. Die "andere" seelische Störung muß so schwer sein, daß ihr gleiche Wirkung wie der klassischen Geistesstörung zukommt. Paragraph 11, StGB wirft daher grundsätzlich keine gegenüber der bisher schon in der Judikatur behandelten neuen, von den psychiatrischen Sachverständigen unbeachtet gebliebenen medizinischen Aspekte auf.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 50/75
    Entscheidungstext OGH 26.06.1975 11 Os 50/75
    Vgl auch; Beisatz: Bei Beurteilung strenger Maßstab anzulegen. (T1)
  • 12 Os 79/75
    Entscheidungstext OGH 16.09.1975 12 Os 79/75
    Veröff: EvBl 1976/115 S 215
  • 13 Os 57/76
    Entscheidungstext OGH 10.06.1976 13 Os 57/76
    Vgl; Beisatz: Die seelische Störung muß der klassischen Geistesstörung vollkommen und nicht bloß annähernd gleich sein. (T2)
  • 13 Os 87/76
    Entscheidungstext OGH 09.09.1976 13 Os 87/76
    Vgl; Beis wie T2; Veröff: EvBl 1977/58 S 132 = SSt 47/44
  • 11 Os 4/77
    Entscheidungstext OGH 11.03.1977 11 Os 4/77
    nur: Die "andere" seelische Störung muß so schwer sein, daß ihr gleiche Wirkung wie der klassischen Geistesstörung zukommt. (T3) Beis wie T2
  • RS0090190">13 Os 134/78
    Entscheidungstext OGH 16.11.1978 13 Os 134/78
    nur T3; Beis wie T2
  • RS0090190">9 Os 122/79
    Entscheidungstext OGH 04.09.1979 9 Os 122/79
    Ähnlich
  • RS0090190">9 Os 45/83
    Entscheidungstext OGH 31.05.1983 9 Os 45/83
    Vgl auch; nur T3
  • RS0090190">12 Os 52/84
    Entscheidungstext OGH 14.06.1984 12 Os 52/84
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0090190">9 ObA 355/93
    Entscheidungstext OGH 16.03.1994 9 ObA 355/93
    Vgl auch; nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0090190

Dokumentnummer

JJR_19750916_OGH0002_0120OS00079_7500000_002
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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