RS OGH 2024/12/19 1Ob222/75; 7Ob688/90; 4Ob222/09i; 7Ob48/12b; 8Ob55/13s; 6Ob40/19d; 2Ob142/19z; 4Ob

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Veröffentlicht am 29.10.1975
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Norm

ABGB §951
EGZPO ArtXLII IC
EGZPO ArtXLII IF
  1. ABGB § 951 gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2016 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 87/2015

Rechtssatz

Eine nicht aus einer privatrechtlichen Vereinbarung, sondern aus dem Gesetz selbst abgeleitete Pflicht zur eidlichen Angabe des Vermögens muss sich ausdrücklich aus der zugrundeliegenden Norm ergeben; Art XLII EGZPO ist keinesfalls ausdehnend auszulegen. Eine Verpflichtung des Beschenkten, einem Pflichtteilsberechtigten das von einem Erblasser noch durch Rechtsgeschäft unter lebenden erhaltende Vermögen anzugeben, besteht daher selbst dann nicht, wenn dieser das gesamte Vermögen verschenkt hatte und daher kein Verlassenschaftsverfahren stattfand.

Entscheidungstexte

  • RS0019051">1 Ob 222/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 222/75
    Veröff: SZ 48/114 = EvBl 1977/42 S 101 = JBl 1976,372
  • RS0019051">7 Ob 688/90
    Entscheidungstext OGH 31.01.1991 7 Ob 688/90
    Veröff: RZ 1993,98
  • RS0019051">4 Ob 222/09i
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 222/09i
    Vgl; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Beschenkte selbst nicht Erbe ist. (T1)
  • RS0019051">7 Ob 48/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 7 Ob 48/12b
    Vgl auch
  • RS0019051">8 Ob 55/13s
    Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 55/13s
    Veröff: SZ 2013/102
  • RS0019051">6 Ob 40/19d
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 40/19d
    nur: Eine nicht aus einer privatrechtlichen Vereinbarung, sondern aus dem Gesetz selbst abgeleitete Pflicht zur eidlichen Angabe des Vermögens muss sich ausdrücklich aus der zugrundeliegenden Norm ergeben; Art XLII EGZPO ist keinesfalls ausdehnend auszulegen. (T2)
  • RS0019051">2 Ob 142/19z
    Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 142/19z
    Vgl
  • RS0019051">4 Ob 171/20f
    Entscheidungstext OGH 26.11.2020 4 Ob 171/20f
    Vgl; Beisatz: Bei Bestehen einer gesetzlichen Sonderregelung oder aufgrund des jeweiligen konkreten Vertragsverhältnisses kommt ein Rechnungslegungsanspruch ausnahmsweise auch zur Geltendmachung von Herausgabe? oder Schadenersatzansprüchen in Betracht. (T3)
  • RS0019051">4 Ob 33/21p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2021 4 Ob 33/21p
    Vgl
  • RS0019051">2 Ob 136/22x
    Entscheidungstext OGH 06.09.2022 2 Ob 136/22x
    Vgl; Beisatz: Die Verpflichtung zur Rechnungslegung muss sich entweder unmittelbar aus einer Norm des bürgerlichen Rechts oder aus einer privatrechtlichen Vereinbarung zwischen den Parteien ergeben. (T4)
  • RS0019051">8 Ob 66/24z
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.09.2024 8 Ob 66/24z
  • RS0019051">1 Ob 190/24h
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.12.2024 1 Ob 190/24h
    vgl; Beisatz nur wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0019051

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.02.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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