RS OGH 1975/11/10 1Ob209/75, 4Ob504/76, 8Ob552/76 (8Ob553/76), 6Ob637/77, 1Ob602/77, 1Ob599/77, 6Ob6

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.11.1975
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Norm

ABGB §1052 B1
ABGB §1170
ABGB §1295 III

Rechtssatz

Der Besteller kann der Werklohnklage des Unternehmers die Einrede des nicht erfüllten Vertrages auch bei Vorliegen geringfügiger Mängel entgegenhalten, es sei denn, die Ausübung dieses Rechtes artet zur Schikane aus.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 209/75
    Entscheidungstext OGH 10.11.1975 1 Ob 209/75
  • 4 Ob 504/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 504/76
  • 8 Ob 552/76
    Entscheidungstext OGH 10.11.1976 8 Ob 552/76
  • 6 Ob 637/77
    Entscheidungstext OGH 26.05.1977 6 Ob 637/77
  • 1 Ob 602/77
    Entscheidungstext OGH 22.06.1977 1 Ob 602/77
  • 1 Ob 599/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 599/77
  • 6 Ob 697/77
    Entscheidungstext OGH 21.12.1977 6 Ob 697/77
  • 1 Ob 597/78
    Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 597/78
    nur: Der Besteller kann der Werklohnklage des Unternehmers die Einrede des nicht erfüllten Vertrages auch bei Vorliegen geringfügiger Mängel entgegenhalten. (T1)
  • 2 Ob 519/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 2 Ob 519/79
  • 7 Ob 654/79
    Entscheidungstext OGH 17.01.1980 7 Ob 654/79
    Veröff: SZ 53/7
  • 4 Ob 506/80
    Entscheidungstext OGH 15.04.1980 4 Ob 506/80
    nur T1
  • 3 Ob 540/79
    Entscheidungstext OGH 23.04.1980 3 Ob 540/79
    Beisatz: Kauf (T2) Veröff: SZ 53/63
  • 4 Ob 581/80
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 581/80
    Beisatz: Verbliebene unwesentliche Delle am Kotflügel - Schikaneeinwendung gerechtfertigt. (T3)
  • 3 Ob 667/81
    Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 667/81
  • 8 Ob 501/82
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 8 Ob 501/82
    Veröff: RZ 1983/41 S 187
  • 3 Ob 645/82
    Entscheidungstext OGH 01.12.1982 3 Ob 645/82
    nur T1
  • 1 Ob 617/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 617/83
    Veröff: RdW 1984,41
  • 2 Ob 656/84
    Entscheidungstext OGH 17.06.1986 2 Ob 656/84
  • 4 Ob 1522/88
    Entscheidungstext OGH 27.09.1988 4 Ob 1522/88
    Vgl auch
  • 4 Ob 592/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 4 Ob 592/88
    Beisatz: Darauf, ob der Werkunternehmer nur eine oder mehrere Rechnungen legt, kommt es in diesem Zusammenhang nicht an; entscheidend ist nur, ob der Werklohn für eine als Einheit zu bewertende Gesamtleistung verlangt wird. (T4)
  • 2 Ob 528/89
    Entscheidungstext OGH 12.09.1989 2 Ob 528/89
    Beis wie T4
  • 3 Ob 1512/90
    Entscheidungstext OGH 16.05.1990 3 Ob 1512/90
    Auch
  • 2 Ob 530/90
    Entscheidungstext OGH 25.04.1990 2 Ob 530/90
    Veröff: ecolex 1990,677
  • 4 Ob 548/92
    Entscheidungstext OGH 10.11.1992 4 Ob 548/92
    Aber; Beisatz: Der Übernehmer (Besteller) hat nicht das Recht, wegen des Vorliegens bloß unerheblicher Mängel die Gegenleistung zurückzuhalten. (T5)
  • 10 Ob 77/98s
    Entscheidungstext OGH 28.04.1998 10 Ob 77/98s
    Auch
  • 10 Ob 384/98p
    Entscheidungstext OGH 24.11.1998 10 Ob 384/98p
    Auch
  • 3 Ob 291/97h
    Entscheidungstext OGH 14.07.1999 3 Ob 291/97h
    Vgl auch
  • 2 Ob 320/99v
    Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 320/99v
    Vgl auch
  • 5 Ob 200/02a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2002 5 Ob 200/02a
    Vgl; Beisatz: Nur auf den restlichen Werklohn kommt es für Frage des Zurückbehaltungsrechts an. (T6)
  • 10 Ob 45/05y
    Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 45/05y
    Auch
  • 3 Ob 150/04m
    Entscheidungstext OGH 30.06.2005 3 Ob 150/04m
    Auch; Beisatz: Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nach ständiger Rechtsprechung dann nicht, wenn der Besteller die Behebung der Mängel durch den Unternehmer nicht mehr zulässt oder sie geradezu vereitelt hat, weiters bei ganz unbedeutenden Mängeln, vor allem, wenn die Ausübung dieses Rechts zur Schikane ausartete. Verstanden wird darunter ein krasses Missverhältnis zwischen dem (Rest)Werklohn und dem Aufwand zur Mängelbehebung. (T7)
  • 6 Ob 80/05s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 80/05s
    Beisatz: Das volle Leistungsverweigerungsrecht besteht nicht, wenn von einem Missverhältnis zwischen den vom Gewährleistungsberechtigten verfolgten Interessen an der Leistungsverweigerung und dem Interesse des Werkunternehmers an der Bezahlung des Werklohns für den mängelfreien Teil des Werks auszugehen ist. Hier: Missbräuchliche Rechtsausübung, wenn das hergestellte Werk in Gebrauch genommen wurde und die Mängelbehebung keine besonderen Fachkenntnisse und kein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragsparteien zur Voraussetzung hat. (T8)
  • 2 Ob 256/05v
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 2 Ob 256/05v
  • 5 Ob 57/06b
    Entscheidungstext OGH 21.03.2006 5 Ob 57/06b
    Beis wie T8
  • 4 Ob 11/08h
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 11/08h
    nur: Der Besteller kann der Werklohnklage des Unternehmers die Einrede des nicht erfüllten Vertrages entgegenhalten. (T9)
  • 3 Ob 142/08s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2007 3 Ob 142/08s
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Verbesserungsaufwand 15 % des offenen Werklohns - Schikane verneint. (T10)
  • 1 Ob 262/07x
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 262/07x
    Vgl auch; Beis wie T8 nur: Das volle Leistungsverweigerungsrecht besteht nicht, wenn von einem Missverhältnis zwischen den vom Gewährleistungsberechtigten verfolgten Interessen an der Leistungsverweigerung und dem Interesse des Werkunternehmers an der Bezahlung des Werklohns für den mängelfreien Teil des Werks auszugehen ist. (T11)
    Beisatz: Hier: Verbesserungsaufwand von nur rund 2 % des offenen Werklohns - volles Leistungsverweigerungsrecht verneint. (T12)
  • 5 Ob 108/11k
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 108/11k
    Vgl auch
  • 6 Ob 77/12k
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 77/12k
    Beisatz: Hier: Verbesserungsaufwand von 2,7 % des Restwerklohns ? kein Leistungsverweigerungsrecht. (T13)
  • 6 Ob 92/15w
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 92/15w
    Vgl; Beisatz: Der Werkunternehmer muss sich im Prozess auf Schikane berufen. (T14)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0020161

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2018
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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