RS OGH 2017/7/4 13Os128/75, 11Os110/76, 11Os193/76, 13Os59/78, 11Os170/79, 10Os134/81, 12Os50/88, 13

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.11.1975
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Norm

FinStrG §200
FinStrG §227
StPO §47 C
StPO §369
  1. FinStrG Art. 1 § 200 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 200 gültig ab 12.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. FinStrG Art. 1 § 200 gültig von 01.01.2008 bis 11.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 44/2007
  4. FinStrG Art. 1 § 200 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  5. FinStrG Art. 1 § 200 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 227 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 227 gültig von 01.01.2021 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. FinStrG Art. 1 § 227 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  4. FinStrG Art. 1 § 227 gültig von 30.10.2019 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. FinStrG Art. 1 § 227 gültig von 12.01.2013 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. FinStrG Art. 1 § 227 gültig von 01.05.2004 bis 11.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2003
  7. FinStrG Art. 1 § 227 gültig von 01.01.1976 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975

Rechtssatz

Privatrechtliche (Entschädigungsansprüche) Ansprüche der Finanzstrafbehörde, die im Adhäsionsverfahren gemäß den §§ 365 ff StPO miterledigt werden könnten, sind nicht denkbar (9 Os 37/75). Die den Finanzstrafbehörden in Bezug auf ein Strafverfahren erwachsenen Kosten sind entweder bei Bestimmung des Pauschalkostenbeitrags zu berücksichtigen (§ 227 Abs 2 FinStrG) oder (soweit sie aus der Privatbeteiligten-Stellung resultieren) mit gesondertem Beschluss als Kosten der Privatbeteiligung gemäß § 227 Abs 1 FinStrG zu bestimmen; die verkürzten Abgaben (hier: Eingangsabgaben) betreffen hingegen Geldleistungen hoheitsrechtlicher Natur, deren Festsetzung und Durchsetzung nicht im gerichtlichen Strafverfahren stattzufinden hat.Privatrechtliche (Entschädigungsansprüche) Ansprüche der Finanzstrafbehörde, die im Adhäsionsverfahren gemäß den Paragraphen 365, ff StPO miterledigt werden könnten, sind nicht denkbar (9 Os 37/75). Die den Finanzstrafbehörden in Bezug auf ein Strafverfahren erwachsenen Kosten sind entweder bei Bestimmung des Pauschalkostenbeitrags zu berücksichtigen (Paragraph 227, Absatz 2, FinStrG) oder (soweit sie aus der Privatbeteiligten-Stellung resultieren) mit gesondertem Beschluss als Kosten der Privatbeteiligung gemäß Paragraph 227, Absatz eins, FinStrG zu bestimmen; die verkürzten Abgaben (hier: Eingangsabgaben) betreffen hingegen Geldleistungen hoheitsrechtlicher Natur, deren Festsetzung und Durchsetzung nicht im gerichtlichen Strafverfahren stattzufinden hat.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 128/75
    Entscheidungstext OGH 13.11.1975 13 Os 128/75
    Veröff: EvBl 1976/164 S 306
  • 11 Os 110/76
    Entscheidungstext OGH 20.10.1976 11 Os 110/76
  • 11 Os 193/76
    Entscheidungstext OGH 01.03.1977 11 Os 193/76
  • RS0086704">13 Os 59/78
    Entscheidungstext OGH 09.11.1978 13 Os 59/78
    Veröff: EvBl 1979/107 S 327
  • RS0086704">11 Os 170/79
    Entscheidungstext OGH 30.04.1980 11 Os 170/79
  • 10 Os 134/81
    Entscheidungstext OGH 11.09.1981 10 Os 134/81
    Vgl auch; Beisatz: Wegen öffentlicher-rechtlicher Forderungen ist ein Anschluss als Privatbeteiligter unzulässig. (T1)
    Veröff: SSt 52/46
  • RS0086704">12 Os 50/88
    Entscheidungstext OGH 26.05.1988 12 Os 50/88
    Vgl auch; nur: Die verkürzten Abgaben (hier: Eingangsabgaben betreffen hingegen Geldleistungen hoheitsrechtlicher Natur, deren Festsetzung und Durchsetzung nicht im gerichtlichen Strafverfahren stattzufinden hat. (T2)
    Veröff: SSt 59/33
  • RS0086704">13 Os 152/08i
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 152/08i
    Auch; Beisatz: Unbeschadet dessen, dass der Finanzstrafbehörde im gerichtlichen Finanzstrafverfahren kraft Gesetzes die Stellung eines Privatbeteiligten mit daraus resultierenden (erweiterten) prozessualen Rechten zukommt (§ 200 FinStrG), sind (Entschädigungs-)Ansprüche privatrechtlicher Natur der Finanz-(straf-)behörde, die in einem Adhäsionsverfahren nach dem 17. Hauptstück der Strafprozessordnung (§§ 366 ff StPO) (mit-)erledigt werden könnten, aufgrund des öffentlich-rechtlichen Charakters einer Abgabenforderung, womit der Rechtsweg - als allgemeine Prozessvoraussetzung- unzulässig ist, nicht denkbar (WK-StPO, Vorbem zu §§ 365 - 379 Rz20). (T3)
  • RS0086704">15 Os 91/13s
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 91/13s
    Auch; Beis wie T1
  • RS0086704">13 Os 58/14z
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 13 Os 58/14z
    Auch; Beis wie T1
  • RS0086704">14 Os 20/17y
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 20/17y
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0086704

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2017
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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