RS OGH 2023/5/24 4Ob60/75; 4Ob64/76; 4Ob23/77 (4Ob24/77-4Ob61/77); 4Ob114/77; 4Ob138/77; 9ObA217/98x

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.12.1975
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Norm

ABGB §1152 E
AngG §16 III
  1. ABGB § 1152 heute
  2. ABGB § 1152 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. AngG Art. 1 § 16 heute
  2. AngG Art. 1 § 16 gültig ab 23.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. AngG Art. 1 § 16 gültig von 01.07.1993 bis 22.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1993

Rechtssatz

Dem Dienstgeber muss es grundsätzlich freistehen, freiwillige Zuwendungen an seine Dienstnehmer an bestimmte Bedingungen zu knüpfen und auf bestimmte Gruppe von Dienstnehmer zu beschränken, solange er dabei nicht willkürlich und sachfremd differenziert und damit gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt.

Entscheidungstexte

  • RS0028240">4 Ob 60/75
    Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 60/75
    Veröff: SZ 48/135 = DRdA 1976,250 (Apathy) = IndS 1977 1,1019 = Arb 9427 = ZAS 1977,102 (zustimmend Mayer - Maly)
  • 4 Ob 64/76
    Entscheidungstext OGH 07.07.1976 4 Ob 64/76
    Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 60/75
  • 4 Ob 23/77
    Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 23/77
    Veröff: DRdA 1978,252 (B Schwarz) = Arb 9579
  • 4 Ob 114/77
    Entscheidungstext OGH 27.09.1977 4 Ob 114/77
    Veröff: Arb 9625
  • 4 Ob 138/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 138/77
  • RS0028240">9 ObA 217/98x
    Entscheidungstext OGH 25.11.1998 9 ObA 217/98x
    Vgl auch; Beisatz: Die praktische Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes erstreckt sich nicht nur auf die sachgerechte Gewährung von freiwilligen Leistungen, sondern auch auf vertraglich festgelegte Ansprüche sofern diese gemeinsam für Gruppen von Arbeitnehmern oder doch für mehrere, in vergleichbarer Position befindliche Arbeitnehmer vereinbart werden. (T1)
  • RS0028240">8 ObA 15/03v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2003 8 ObA 15/03v
  • RS0028240">9 ObA 106/12x
    Entscheidungstext OGH 24.09.2012 9 ObA 106/12x
    Vgl auch; Beisatz: Allein der Umstand, dass einem Vorgänger eine bessere Einstufung gewährt wurde, führt zu keiner Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes, wenn der betroffene Arbeitnehmer nach den Umständen des Einzelfalls richtig eingestuft wurde. (T2)
  • RS0028240">9 ObA 9/13h
    Entscheidungstext OGH 24.07.2013 9 ObA 9/13h
    Auch
  • RS0028240">9 ObA 41/19y
    Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 ObA 41/19y
  • RS0028240">8 ObA 21/23f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.05.2023 8 ObA 21/23f
    vgl
  • RS0028240">8 ObA 30/23d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 24.05.2023 8 ObA 30/23d

Schlagworte

Angestellte, periodische Remuneration, besondere Entlohnung, Vergünstigung, Gratifikation, Sozialleistung, Beschränkung, Einschränkung, Differenzierung, Entgelt, Lohn, Gehalt, Freiheit, Dispositionsfreiheit, Arbeitnehmer, Arbeitgeber

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0028240

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.07.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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