RS OGH 2025/5/13 11Os153/75; 10Os186/77 (10Os201/77; 10Os202/77); 15Os124/98; 11Os78/00 (11Os79/00);

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.05.1976
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Norm

StGB §12 Aa
StPO §281 Abs1 Z5 A
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Das im § 12 StGB zum Ausdruck kommende (funktionale) Einheitstätersystem stellt die unmittelbare Täterschaft und die Bestimmungstäterschaft als völlig gleichwertige Täterformen nebeneinander; ob der Angeklagte daher bei verschiedenen Fakten nicht unmittelbarer Täter, sondern Bestimmungstäter in dem Sinn war, dass er diese Taten durch von ihm als "vorsatzlose Werkzeuge" benützte (selbst irregeführte) Personen beging, ist somit keine entscheidende Tatsache.Das im Paragraph 12, StGB zum Ausdruck kommende (funktionale) Einheitstätersystem stellt die unmittelbare Täterschaft und die Bestimmungstäterschaft als völlig gleichwertige Täterformen nebeneinander; ob der Angeklagte daher bei verschiedenen Fakten nicht unmittelbarer Täter, sondern Bestimmungstäter in dem Sinn war, dass er diese Taten durch von ihm als "vorsatzlose Werkzeuge" benützte (selbst irregeführte) Personen beging, ist somit keine entscheidende Tatsache.

Entscheidungstexte

  • 11 Os 153/75
    Entscheidungstext OGH 06.05.1976 11 Os 153/75
  • 10 Os 186/77
    Entscheidungstext OGH 18.01.1978 10 Os 186/77
    Ähnlich; Veröff: SSt 49/5 = RZ 1978/73 S 170 (mit Anmerkung von Kienapfel)
  • RS0089433">15 Os 124/98
    Entscheidungstext OGH 27.08.1998 15 Os 124/98
    Auch; Beisatz: Es ist unerheblich, dass das Verhalten des Beschwerdeführers nach der Sachverhaltsgrundlage rechtsrichtig als "Beitragstäterschaft" zu beurteilen wäre, weil gemäß der durch § 11 FinStrG institutionalisierten Einheitstäterschaft die drei Täterschaftsformen rechtlich gleichrangig sind. (T1)
    Beisatz: Hier: § 11 FinStrG. (T2)
  • RS0089433">11 Os 78/00
    Entscheidungstext OGH 01.08.2000 11 Os 78/00
  • RS0089433">14 Os 79/99
    Entscheidungstext OGH 31.08.2001 14 Os 79/99
    Auch; Beis wie T2
  • RS0089433">12 Os 86/03
    Entscheidungstext OGH 23.10.2003 12 Os 86/03
    Auch; Beisatz: Rechtliche Gleichwertigkeit der unmittelbaren oder mittelbaren Täterschaft. (T3)
  • RS0089433">12 Os 120/04
    Entscheidungstext OGH 16.12.2004 12 Os 120/04
    Auch
  • RS0089433">11 Os 38/05f
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 38/05f
    Auch
  • RS0089433">15 Os 161/08b
    Entscheidungstext OGH 21.01.2009 15 Os 161/08b
    Beisatz: Infolge Gleichwertigkeit der Täterschaftsformen des § 12 StGB ist die verfehlte rechtliche Beurteilung der Taten durch das Schöffengerichts als unmittelbare Täterschaft (§ 12 ersterFall StGB) bedeutungslos. (T4)
  • RS0089433">12 Os 124/12w
    Entscheidungstext OGH 31.01.2013 12 Os 124/12w
    Auch
  • RS0089433">11 Os 149/15v
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 149/15v
  • RS0089433">11 Os 65/16t
    Entscheidungstext OGH 13.12.2016 11 Os 65/16t
    Auch
  • RS0089433">12 Os 123/16d
    Entscheidungstext OGH 06.04.2017 12 Os 123/16d
    Auch
  • RS0089433">14 Os 90/20x
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 90/20x
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0089433">13 Os 126/23p
    Entscheidungstext OGH 21.02.2024 13 Os 126/23p
    vgl
  • RS0089433">12 Os 86/24z
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 86/24z
    vgl; Beisatz wie T3; Beisatz wie T4
  • RS0089433">13 Os 55/24y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 55/24y
    vgl
  • RS0089433">13 Os 78/24f
    Entscheidungstext OGH 22.01.2025 13 Os 78/24f
    vgl
  • RS0089433">14 Os 127/24v
    Entscheidungstext OGH 13.05.2025 14 Os 127/24v
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0089433

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.06.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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