RS OGH 1976/10/27 1Ob748/76, 5Ob896/76, 1Ob611/77, 4Ob113/78, 7Ob689/80, 6Ob816/80, 3Ob570/82, 6Ob51

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Veröffentlicht am 27.10.1976
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Norm

ABGB §865
ZPO §266 B

Rechtssatz

Behauptet eine Person, die minderen Grades geistesschwach, aber nicht beschränkt entmündigt ist, Ungültigkeit eines von ihr abgeschlossenen Kaufvertrages über ihre Liegenschaft, muss sie beweisen, im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses außerstande gewesen zu sein, die Tragweite des konkreten Vertrages zu beurteilen. Wurde sie von einem Notar ihres Vertrauens, der den Vertrag verfasste, beraten, kommt es darauf an, ob sie in der Lage war, einen konkreten Verkaufswillen zu fassen und mitzuteilen und im Übrigen bewusst dem Notar das Vertrauen zu schenken, dass er in diesem Rahmen für die Wahrung ihrer Rechte sorgen werde.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 748/76
    Entscheidungstext OGH 27.10.1976 1 Ob 748/76
    Veröff: JBl 1977,537 = NZ 1980,53
  • 5 Ob 896/76
    Entscheidungstext OGH 25.01.1977 5 Ob 896/76
    Ähnlich; nur: Behauptet eine Person, die minderen Grades geistesschwach, aber nicht beschränkt entmündigt ist, Ungültigkeit eines von ihr abgeschlossenen Kaufvertrages über ihre Liegenschaft, muss sie beweisen, im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses außerstande gewesen zu sein, die Tragweite des konkreten Vertrages zu beurteilen. (T1)
  • 1 Ob 611/77
    Entscheidungstext OGH 07.06.1977 1 Ob 611/77
    Vgl auch; Beisatz: Tatsacheninstanzen gingen davon aus, dass beim Kläger schon im Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufvertrages eine senil - arteriosklerotische Demenz, eine alters - und arteriosklerotisch bedingte Altersverblödung vorlag und er nicht mehr in der Lage war, Ausmaß und Wert seines Besitzes einzuschätzen. (T2)
  • 4 Ob 113/78
    Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 113/78
    nur T1; Veröff: Arb 9750 = Ind 1979,1152
  • 7 Ob 689/80
    Entscheidungstext OGH 23.10.1980 7 Ob 689/80
    nur T1
  • 6 Ob 816/80
    Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 816/80
    Ähnlich; Beisatz: Gilt auch für Frage der Ernstlichkeit einer Willenserklärung. (T3)
  • 3 Ob 570/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1982 3 Ob 570/82
    nur T1
  • 6 Ob 518/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 6 Ob 518/88
    Vgl auch; nur T1
  • 2 Ob 585/89
    Entscheidungstext OGH 14.11.1989 2 Ob 585/89
    nur: Wurde sie von einem Notar ihres Vertrauens, der den Vertrag verfasste, beraten, kommt es darauf an, ob sie in der Lage war, einen konkreten Verkaufswillen zu fassen und mitzuteilen und im Übrigen bewusst dem Notar das Vertrauen zu schenken, dass er in diesem Rahmen für die Wahrung ihrer Rechte sorgen werde. (T4)
  • 8 ObA 223/95
    Entscheidungstext OGH 22.06.1995 8 ObA 223/95
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 280/01x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2001 6 Ob 280/01x
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 153/08v
    Entscheidungstext OGH 11.08.2008 1 Ob 153/08v
    Auch
  • 3 Ob 211/08p
    Entscheidungstext OGH 19.11.2008 3 Ob 211/08p
    Auch
  • 3 Ob 201/10w
    Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 201/10w
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 146/10v
    Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 146/10v
    Ähnlich; nur T1; Beisatz: Hier: Glückspielverträge. (T5)
  • 7 Ob 74/16g
    Entscheidungstext OGH 27.04.2016 7 Ob 74/16g
    Auch
  • 2 Ob 189/19m
    Entscheidungstext OGH 28.11.2019 2 Ob 189/19m
    Vgl; nur ähnlich T1
  • 7 Ob 19/22b
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 7 Ob 19/22b
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0014620

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.06.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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