RS OGH 2025/6/12 12Os84/77; 12Os133/14x; 14Os38/25g

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.08.1977
beobachten
merken

Norm

StGB §233
  1. StGB § 233 heute
  2. StGB § 233 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 233 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 233 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  5. StGB § 233 gültig von 01.01.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  6. StGB § 233 gültig von 07.03.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2001
  7. StGB § 233 gültig von 01.03.1988 bis 06.03.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Täter, der mit dem selben Falschgeld eine Tathandlung nach Z 1 und eine nach Z 2 Abs 1 des § 233 StGB begeht, verantwortet nur § 233 Abs 1 Z 2 StGB.Der Täter, der mit dem selben Falschgeld eine Tathandlung nach Ziffer eins und eine nach Ziffer 2, Absatz eins, des Paragraph 233, StGB begeht, verantwortet nur Paragraph 233, Absatz eins, Ziffer 2, StGB.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 84/77
    Entscheidungstext OGH 18.08.1977 12 Os 84/77
    Veröff: SSt 48/60 = EvBl 1978/36 S 105 = RZ 1977/120 S 221 = ZVR 1978/196 S 220
  • RS0095673">12 Os 133/14x
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 133/14x
    Auch; Beisatz: Die Tatvarianten des Abs 1 Z 1 sind jeweils Vorbereitungshandlungen zum Ausgeben nach Abs 1 Z 2 des § 233 StGB, weshalb von stillschweigender Subsidiarität auszugehen ist. (T1)
  • RS0095673">14 Os 38/25g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 38/25g
    vgl; Beisatz: Erfolgt ein Schuldspruch (verfehlt) wegen "§ 233 Abs 1 Z 1 und 2 StGB" und enthält das Urteil weder Feststellungen zur Ausgabe des Falschgeldes als echt und unverfälscht noch eine beweiswürdigende Auseinandersetzung mit dem auch dahin erhobenen Anklagevorwurf, liegt in Bezug auf § 233 Abs 1 Z 2 StGB - zufolge scheinbarer Realkonkurrenz im Sinn des § 233 Abs 1 Z 1 und 2 StGB tatbestandsmäßiger Handlungen (so schon 14 Os 81/24d zum insoweit vergleichbaren Verhältnis von § 28 und § 28a SMG) - ein Rechtsfehler mangels Feststellungen nach § 281 Abs 1 Z 9 lit a StPO vor, der nicht nur zur Aufhebung dieses Schuldspruchpunktes, sondern - um dem Erstgericht im weiteren Verfahren die rechtsrichtige Subsumtion des angeklagten Sachverhalts unter Berücksichtigung des dargestellten Scheinkonkurrenzverhältnisses zu ermöglichen - auch zu jenem wegen § 233 Abs 1 Z 1 StGB führt, mag dieser auch vom Urteilssachverhalt gedeckt sein (§ 289 StPO). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0095673

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten