RS OGH 2025/2/25 4Ob380/77; 4Ob399/77; 4Ob382/85; 4Ob384/85; 4Ob113/08h; 4Ob134/24w

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 08.11.1977
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Norm

RabG §12
UWG §1 C2
UWG §14 A1
ZugG §5 Satz2
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  3. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  4. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007
  1. UWG § 14 heute
  2. UWG § 14 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  3. UWG § 14 gültig von 12.01.2013 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2013
  4. UWG § 14 gültig von 12.12.2007 bis 11.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  5. UWG § 14 gültig von 28.06.2006 bis 11.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2006
  6. UWG § 14 gültig von 01.01.2001 bis 27.06.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 185/1999
  7. UWG § 14 gültig von 01.04.1992 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 147/1992
  8. UWG § 14 gültig von 23.11.1984 bis 31.03.1992

Rechtssatz

Der Regelung des § 14 UWG, wonach die Unterlassungsklage in den Fällen der §§ 1, 2, 3 und 10 UWG von allen Mitbewerbern sowie von bestimmten Interessenverbänden erhoben werden kann, liegt der Gedanke zugrunde, dass die Interessen der Allgemeinheit an der Lauterkeit des Wettbewerbs regelmäßig mit denen der Mitbewerber konform laufen, an der Unterbindung von Wettbewerbsverstößen, die sich gegen die Gesamtheit der Mitbewerber richten, also auch ein eminentes allgemeines Interesse besteht. Das - an sich dem Privatrecht zugehörige - Klagerecht der Mitbewerber und Verbände dient also dem Schutz beider Interessenbereiche. Die gleichen Erwägungen gelten naturgemäß auch für die Verfolgung von Zugabenverstößen und Rabattverstößen.Der Regelung des Paragraph 14, UWG, wonach die Unterlassungsklage in den Fällen der Paragraphen eins, 2, 3 und 10 UWG von allen Mitbewerbern sowie von bestimmten Interessenverbänden erhoben werden kann, liegt der Gedanke zugrunde, dass die Interessen der Allgemeinheit an der Lauterkeit des Wettbewerbs regelmäßig mit denen der Mitbewerber konform laufen, an der Unterbindung von Wettbewerbsverstößen, die sich gegen die Gesamtheit der Mitbewerber richten, also auch ein eminentes allgemeines Interesse besteht. Das - an sich dem Privatrecht zugehörige - Klagerecht der Mitbewerber und Verbände dient also dem Schutz beider Interessenbereiche. Die gleichen Erwägungen gelten naturgemäß auch für die Verfolgung von Zugabenverstößen und Rabattverstößen.

Entscheidungstexte

  • RS0071831">4 Ob 380/77
    Entscheidungstext OGH 08.11.1977 4 Ob 380/77
    Veröff: SZ 50/139 = ÖBl 1978,18
  • 4 Ob 399/77
    Entscheidungstext OGH 06.12.1977 4 Ob 399/77
    Beisatz: Kronenzeitung - NZ "Steiermark-Vereinbarung". (T1) Veröff: ÖBl 1978,101
  • RS0071831">4 Ob 382/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 4 Ob 382/85
    Auch; Veröff: SZ 58/200 = EvBl 1986/76 S 276 = JBl 1986,251 = MR 1986,24 (mit Anmerkung S 11) = ÖBl 1986,9 = GRURInt 1986,656 (Knaak)
  • RS0071831">4 Ob 384/85
    Entscheidungstext OGH 10.12.1985 4 Ob 384/85
    Auch; Veröff: RZ 1986/71 S 249
  • RS0071831">4 Ob 113/08h
    Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 113/08h
    Auch; Beisatz: Das Lauterkeitsrecht schützt zugleich Unternehmer-, Verbraucher- und allgemeine Interessen. Das Klagerecht von Mitbewerbern dient daher nicht nur dem Schutz ihrer eigenen Interessen. (T2)
  • RS0071831">4 Ob 134/24w
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.02.2025 4 Ob 134/24w
    vgl; nur: Der Regelung, wonach die Unterlassungsklage von allen Mitbewerbern sowie von bestimmten Interessenverbänden erhoben werden kann, liegt der Gedanke zugrunde, dass die Interessen der Allgemeinheit an der Lauterkeit des Wettbewerbs regelmäßig mit denen der Mitbewerber konform laufen, an der Unterbindung von Wettbewerbsverstößen, die sich gegen die Gesamtheit der Mitbewerber richten, also auch ein eminentes allgemeines Interesse besteht. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0071831

Im RIS seit

08.11.1977

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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