RS OGH 2022/8/18 7Ob523/80, 1Ob625/81, 4Ob145/81, 8Ob509/82, 8Ob573/90, 3Ob551/91, 7Ob630/92, 1Ob13/

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Veröffentlicht am 28.02.1980
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Rechtssatz

Auf den Schutz seines Vertrauens auf einen äußeren Tatbestand kann man sich nicht berufen, wenn sich die Beschränkung der Vertretungsmacht des Bürgermeisters schon aus dem Gesetz ergibt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 523/80
    Entscheidungstext OGH 28.02.1980 7 Ob 523/80
    Veröff: EvBl 1980/174 S 517 = JBl 1981,33
  • RS0014715">1 Ob 625/81
    Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 625/81
    Auch; Beisatz: Ist die Genehmigung durch den Gemeinderat oder die Landesregierung erforderlich, dann sind die ohne eine solche Genehmigung vom Bürgermeister abgeschlossenen Rechtsgeschäfte für die Gemeinde nicht verbindlich. Die Bestimmungen der Gemeindeordnungen enthalten Beschränkungen der Vertretungsbefugnis des Bürgermeisters als Organs der Gemeinde, die gegen jeden Dritten wirkt. (T1) Veröff: EvBl 1981/209 S 602 = JBl 1982,197 (teilweise kritisch Wilhelm) = SZ 54/111 = NZ 1982,184
  • 4 Ob 145/81
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 4 Ob 145/81
    Beis wie T1 nur: Ist die Genehmigung durch den Gemeinderat oder die Landesregierung erforderlich, dann sind die ohne eine solche Genehmigung vom Bürgermeister abgeschlossenen Rechtsgeschäfte für die Gemeinde nicht verbindlich. (T2) Beisatz: In einem solchen Fall kann der Bürgermeister auch keinen Dritten wirksam zum Abschluß eines Rechtsgeschäftes bevollmächtigen (hier: Abschluß eines Dienstvertrages). (T3)
  • 8 Ob 509/82
    Entscheidungstext OGH 02.09.1982 8 Ob 509/82
    Auch
  • RS0014715">8 Ob 573/90
    Entscheidungstext OGH 13.09.1990 8 Ob 573/90
    Vgl auch; Beisatz: Die Berechtigung der Überzeugung des Dritten von der Vertretungsmacht des Verhandlungspartners, die Voraussetzung und Anlaß für die Erbringung der eigenen im Vertrauen auf den äußeren Tatbestand bewirkten Leistung ist, darf aber nicht darauf hinauslaufen, daß der Verhandlungspartner sämtliche Grundsätze für die Willensbildung öffentlicher Körperschaften zu überprüfen und sein Verhalten danach einzurichten hätte. (T4) Veröff: JBl 1991,517
  • RS0014715">3 Ob 551/91
    Entscheidungstext OGH 10.07.1991 3 Ob 551/91
    Vgl auch; Beisatz: Dem Dritten schadet nur, wenn er den Vollmachtsmißbrauch kennt oder ihm dieser nach den Umständen offenbar hätte auffallen müssen. (T5) Veröff: ecolex 1991,678 (Wilhelm)
  • RS0014715">7 Ob 630/92
    Entscheidungstext OGH 10.12.1992 7 Ob 630/92
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Obmänner einer Agrargemeinschaft deren mangelnde Vertretungsmacht bekannt ist. (T6)
  • RS0014715">1 Ob 13/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 13/93
    Vgl; Veröff: SZ 66/98
  • RS0014715">6 Ob 1541/95
    Entscheidungstext OGH 23.03.1995 6 Ob 1541/95
    Auch; Beis wie T2
  • RS0014715">7 Ob 147/05a
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 147/05a
    Auch
  • RS0014715">10 Ob 18/21a
    Entscheidungstext OGH 18.08.2022 10 Ob 18/21a
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0014715

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.10.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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