RS OGH 1980/5/29 7Ob598/80, 2Ob252/81, 9ObA45/87, 1Ob525/90, 2Ob121/97a, 4Ob134/98d, 9ObA133/99w, 6O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.05.1980
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Norm

GOG §89
ZPO §464 I
ZPO §505

Rechtssatz

§ 89 GOG sichert dem Benützer der Post bezüglich seiner Verpflichtung zur Anrufung der richtigen Behörde kein Privileg gegenüber demjenigen zu, der die Eingaben selbst überreicht. Unrichtige Adressierung schließt demnach die Anwendung des § 89 GOG generell aus.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 598/80
    Entscheidungstext OGH 29.05.1980 7 Ob 598/80
  • 2 Ob 252/81
    Entscheidungstext OGH 09.02.1982 2 Ob 252/81
    nur: Unrichtige Adressierung schließt demnach die Anwendung des § 89 GOG generell aus. (T1)
  • 9 ObA 45/87
    Entscheidungstext OGH 30.09.1987 9 ObA 45/87
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das Schriftstück muss an das zuständige Gericht adressiert sein. (T2)
    Veröff: SZ 60/192
  • 1 Ob 525/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 525/90
    nur T1; Veröff: RZ 1990/109 S 256
  • 2 Ob 121/97a
    Entscheidungstext OGH 24.04.1997 2 Ob 121/97a
    nur T2
  • 4 Ob 134/98d
    Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 134/98d
    Auch
  • 9 ObA 133/99w
    Entscheidungstext OGH 16.06.1999 9 ObA 133/99w
    Auch; Beisatz: § 89 GOG bewirkt, dass die Post als "verlängerte" Einlaufstelle des Gerichtes auftritt; die Bestimmung soll aber nicht von der Verpflichtung entbinden, die richtige Behörde anzurufen. (T3)
  • 6 Ob 264/99p
    Entscheidungstext OGH 21.10.1999 6 Ob 264/99p
    nur T1
  • 10 ObS 93/00z
    Entscheidungstext OGH 18.04.2000 10 ObS 93/00z
    Auch; nur T1
  • 3 Ob 261/99z
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 261/99z
    Veröff: SZ 73/100
  • 7 Ob 284/00s
    Entscheidungstext OGH 14.02.2001 7 Ob 284/00s
    nur T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 124/01p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2001 7 Ob 124/01p
    Auch; nur T1
  • 8 ObA 104/03g
    Entscheidungstext OGH 30.10.2003 8 ObA 104/03g
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 2 Ob 291/04i
    Entscheidungstext OGH 03.02.2005 2 Ob 291/04i
    Auch; nur T1
  • 6 Ob 39/06p
    Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 39/06p
    Beisatz: Zwar sind nach § 89 Abs 1 GOG die Tage des Postlaufes in die Frist nicht einzurechnen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Schriftstück an das zuständige Gericht adressiert ist. Andernfalls ist es nur dann als rechtzeitig anzusehen, wenn es noch innerhalb der Frist beim zuständigen Gericht einlangt. (T4)
    Veröff: SZ 2006/35
  • 10 Ob 20/06y
    Entscheidungstext OGH 28.03.2006 10 Ob 20/06y
    Auch; nur T1
  • 2 Ob 120/06w
    Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 120/06w
  • 7 Ob 65/08x
    Entscheidungstext OGH 09.04.2008 7 Ob 65/08x
    nur T1
  • 10 Ob 49/08s
    Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 49/08s
    Vgl; Beisatz: Besteht das richtig bezeichnete Adressatgericht an der angegebenen Adresse nicht mehr und wird die Postsendung von der Post (aufgrund eines Nachsendeauftrags) an die richtige Adresse umgeleitet, ohne dass es zu einer Zustellung an einem falschen Ort (bei einem „falschen Gericht") kommt, bleibt die Frist mit rechtzeitiger Postaufgabe gewahrt. (T5)
  • 2 Ob 100/08g
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 100/08g
    nur T1
  • 8 Ob 101/08y
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 8 Ob 101/08y
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Die fristgebundene Eingabe war ein Antrag nach § 508 Abs 1 ZPO. (T6)
  • 3 Ob 173/09a
    Entscheidungstext OGH 26.08.2009 3 Ob 173/09a
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Verspäteter Revisionsrekurs. (T7)
  • 4 Ob 20/10k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2010 4 Ob 20/10k
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 4 Ob 107/10d
    Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 107/10d
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Fehler in zwei Ziffern der Postleitzahl bei zutreffender Bezeichnung von Gericht, Ort, Straßenname und Hausnummer: Rechtzeitigkeit bejaht. (T8)
  • 1 Ob 148/11p
    Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 148/11p
    nur T1; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 7 Ob 103/12s
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 7 Ob 103/12s
    nur T1
  • 6 Ob 166/12y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 166/12y
    Beisatz: Hier: Übermittlung vom falschen an das richtige Gericht im Postweg und nicht mittels Telefax. Rechtzeitigkeit verneint. (T9)
  • 1 Ob 155/13w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 155/13w
    Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 250/16k
    Entscheidungstext OGH 10.05.2017 3 Ob 250/16k
    Beis wie T4
  • 10 Ob 56/18k
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 10 Ob 56/18k
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 38/21a
    Entscheidungstext OGH 23.03.2021 1 Ob 38/21a
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0041753

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.05.2021
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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