RS OGH 2022/12/7 Bkd15/80, Bkd29/88, Bkd40/89, Bkd79/90, 10Bkd3/99, 23Ds3/22a

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.06.1980
beobachten
merken

Norm

DSt 1872 §2 G

Rechtssatz

Der Rechtsanwalt ist zur Unterlassung eines Gerichte und Behörden verletzenden Benehmens, einer ungehörigen Schreibweise sowie leichtfertiger Anschuldigungen gegen Richter und Beamte verpflichtet. Dies besagt aber keineswegs, daß er nicht Kritiken an deren Entscheidungen bzw Verfügungen üben und aus diesem Anlaß seine Meinung frei zum Ausdruck bringen darf.

Entscheidungstexte

  • Bkd 15/80
    Entscheidungstext OGH 30.06.1980 Bkd 15/80
    Veröff: AnwBl 1981,228
  • Bkd 29/88
    Entscheidungstext OGH 21.11.1988 Bkd 29/88
    Vgl auch
  • Bkd 40/89
    Entscheidungstext OGH 18.12.1989 Bkd 40/89
    Vgl auch; Beisatz: Es steht einem Anwalt grundsätzlich zu, Kritik an der Entscheidung bzw Verfügung eines Richters zu üben und aus diesem Anlaß seine Meinung frei zum Ausdruck zu bringen, wenngleich sich diese Kritik im Rahmen des Gesetzes halten und sachlich und ohne beleidigendes Beiwerk vorgetragen werden muß (Bkd 15/80). (T1)
  • Bkd 79/90
    Entscheidungstext OGH 12.11.1990 Bkd 79/90
  • 10 Bkd 3/99
    Entscheidungstext OGH 11.09.2000 10 Bkd 3/99
    Beis wie T1
  • RS0055651">23 Ds 3/22a
    Entscheidungstext OGH 07.12.2022 23 Ds 3/22a
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0055651

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.02.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten